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Harrer und Brodmeier lösen Olympia-Ticket

Für zwei weitere Athleten der Region geht ein Traum in Erfüllung.

Saal/Regensburg. Corinna Harrer und Daniel Brodmeier werden Pfingsten 2012 so schnell nicht vergessen: Im niederländischen Hengelo bzw. beim Heim-Weltcup in München sicherten sich die Läuferin der LG Telis Finanz Regensburg und der Schütze aus dem niederbayerischen Saal/Donau die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele in London (27. Juli bis 12. August).

Auch am Tag nach ihrem Rennen über 1500 Meter, in dem sie nur von Vize-Weltmeisterin Hannah England (4:04,05) geschlagen worden war, konnte die Regensburgerin kaum begreifen, was sie in 4:04,81 Minuten geschafft hatte. „Irgendwie freut man sich, klar. Aber es ist nicht soviel anders als sonst.“ Am Freitagabend hatte Harrer in Dessau die Olympia-Norm in 4:05,62 noch um zwölf Hundertstel hauchdünn verfehlt. Auch in Hengelo begann das Rennen nicht so schnell wie gewünscht. „Dann hat es aber trotzdem geklappt“, wunderte sich die 21-Jährige fast ein wenig.

Corinna Harrer absolviert nun am Donnerstag einen ersten Test auf der großen Bühne und startet beim Diamond-League-Meeting in Rom. „Nachdem ich die Norm habe, kann ich schnell und ohne Druck laufen. Ich freue mich“, sagte Harrer. Gratulationen kamen auch von ihrem Vorbild Claudia Meier-Gesell, die 2000 und 2004 über 800 Meter bei Olympia für Deutschland antrat. „Ganz toll. Und jetzt hat sie das Selbstbewusstsein und weiß, was sie laufen kann“, sagte die 34-Jährige, die inzwischen zweifache Mama ist und vielleicht bei der Sparkassen-Gala am Samstag ab 16 Uhr im Unistadion vorbeischaut.

„Da werden wir Corinna gebührend feiern“, sagt ihr Trainer Kurt Ring, der ein Essen für eine „ganz bestimmte Zeit“ als Prämie ausgelobt hat. Bei der Sparkassen-Gala startet Harrer über 800 Meter und will „ganz entspannt Richtung Bestzeit“ laufen.

Auch ohne Podestplatz durfte Daniel Brodmeier beim Heim-Weltcup in München jubeln. Der 24 Jahre alte Gewehr-Spezialist sicherte sich mit Platz sieben im KK-Liegendmatch und Platz fünf in der Königsdisziplin Dreistellungskampf Olympia-Starts in beiden Disziplinen. Brodmeier war restlos zufrieden. „Die Olympia-Qualifikation überstrahlt natürlich alles. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich für das Liegendschießen und für den Dreistellungskampf qualifizieren würde. Die letzten vier Wettkampftage hier in München waren einfach genial für mich“, sagte der Geräte- und System-Elektroniker. (cw/dpa)

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