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„Ich sehe in Jena eine bessere Zukunft“

Sabine Treml verlässt zur neuen Saison den SC Regensburg in Richtung FF USV Jena in die 1. Frauenfußball-Bundesliga.

Fußball-Talent Sabine Treml (rechts) wechselt in die Frauenbundesliga. Foto: Nickl

Sabine Treml, Du verlässt den SC Regensburg jetzt wieder – nach nur einem Jahr. Gefällt es dir nicht beim SC oder schmerzt der Abstieg so sehr?

Treml: Das Jahr beim SC hat mir sehr gut gefallen, und ich hab in dieser kurzen Zeit sehr viel gelernt. Vor einem Jahr kickte ich noch Kreisliga und dann sofort Bundesliga. Das war eine ziemlich großer Sprung für mich. Ich habe hier beim SC in einer tollen Mannschaft meine erste höherklassige Erfahrung sammeln dürfen. Deswegen fällt der Abschied umso schwerer. Leider haben wir den Klassenerhalt nicht geschafft, und deshalb sehe ich in Jena einfach sportlich die bessere Zukunft, da ich dort in einem Sportinternat wohnen werde und so auch Schule und Fußball sehr gut verknüpfen kann. Trotzdem wünsche ich dem SC Regensburg alles Gute und hoffe, sie schaffen es, in die Bundesliga zurückzukehren.

Warum ausgerechnet Jena? Eigentlich wollen doch alle zum FC Bayern.

Ich habe mir in Jena das Internat und die Schule angeschaut und ein Probetraining absolviert. Die Leute waren alle sehr nett dort. Mir hat alles gut gefallen und ich sehe dort eine sehr gute Perspektive, weil es eine junge Mannschaft ist, die hungrig auf Erfolg ist.

Nun bist du innerhalb eines Jahres von der Kreisliga in die 1. Bundesliga aufgestiegen, wann sehen wir dich in der Nationalmannschaft?

Natürlich wäre das ein Traum. Der wird aber sehr schwer zu verwirklichen sein, denn in Deutschland gibt es viele sehr gute Mädels. Dennoch werde ich weiter an mir arbeiten, und wer weiß, vielleicht klappt es ja irgendwann einmal...

Wenn du dich bei einem Verein bewerben müsstest, wo siehst du deine Stärken und Schwächen?

Es ist immer schwer, das selbst einzuschätzen. Aber ich denke mein läuferisches Potenzial und meine Technik sind sicher Dinge, von denen ich profitiere. Schwächen habe ich aber ganz klar im Kopfballspiel und im Zweikampfverhalten.

Na, da hast du aber das Toreschießen vergessen. Du bist mit acht Saisontreffern schließlich die Zweitbeste Torjägerin des SC Regensburg.

Meine Torgefährlichkeit habe ich mir im Laufe der Saison immer mehr zurückgeholt, das ist richtig.

Welche Ziele hast du mit Jena? Die Mannschaft hat ja den Aufstieg eindrucksvoll über die Saison hin vorbereitet.

Natürlich hoffe ich sehr, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Für mich persönlich habe ich das Ziel, mich in die Stammelf zu spielen und freue mich auf die neue Herausforderung.

Du kennst nun den Frauen- und den Mädchenfußball. Kannst Du Nachwuchsmädchen einen Tipp geben, wie sie es auch so weit schaffen können?

Auf jeden Fall würde ich ihnen raten, so lange es geht und Spaß macht, bei den Jungs zu spielen. Denn dort lernt man eine Menge. Außerdem ist natürlich viel Ehrgeiz und Fleiß nötig. Mit das Wichtigste ist meiner Meinung trotzdem, dass junge Mädels Spaß an der Sache haben. Denn ohne Spaß geht es nicht.(mz)

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