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„Kampf auf allen Ebenen gegen die Geißel Doping“

Leichtathletik-Chef verkündet ambitioniertes Programm und will weiteres Großereignis nach Deutschland holen

Berlin.In Athen und Peking blieben sie weit hinter den Erwartungen zurück. In London 2012 möchten die deutschen Leichtathleten diesen „Olympia-Fluch besiegen“, sagte Clemens Prokop. Aber nicht nur das. Mit dem Schub der erfolgreichen Heim-WM in Berlin im Rücken verkündete der Leichtathletik-Präsident ein ambitioniertes Programm für die kommenden Jahre. Der ehemalige Weitspringer forderte einen „Kampf auf allen Ebenen gegen die Geißel Doping“ und will dabei die Politik in die Pflicht nehmen. Ähnlich äußerten sich die DLV-Vizepräsidenten Dagmar Freitag („Wir müssen die sauberen Sportler schützen“) und Günther Lohre („Berlin hat gezeigt, dass man auch mit sauberen Mitteln Medaillen gewinnen kann“).

Zudem will sich der DLV um ein weiteres Großereignis bemühen. „Wir werden uns spätestens um die EM 2018 bewerben“, sagte Prokop. Schauplatz soll erneut die Hauptstadt sein: „Ich gehe davon aus, dass Berlin chancenreichster Kandidat ist.“

Einen weiteren Schwerpunkt setzt Prokop bei der Trainer- und Übungsleiter-Ausbildung. In den Fokus rückt auch der Schulsport. Der DLV steht im Austausch mit der Kultusministerkonferenz, um der Leichtathletik – mit knapp 900000 Mitgliedern der fünftgrößte Sportfachverband hierzulande – wieder einen höheren Stellenwert zu geben. Den Trend zur Ganztagsschule sieht der DLV-Chef „als Herausforderung, aber auch als Chance“. Eine umfassende Strukturreform des Verbandes sowie das Einbinden neuer Zielgruppen („Es gibt 19 Millionen Läufer in Deutschland“) sind weitere Punkte auf Prokops Agenda. (gr)

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