MyMz

Handball

Kein Selbstläufer für die ESV-Damen

Körperlich überlegene Regensburgerinnen erwarten Drittliga-Neuling ASV Dachau. Die SG-Adler hoffen auf Fair Play in Erlangen.
Von Gerd Winkler

Kreisläuferin Sara Mustafic wechselte im Sommer 2018 vom Bayernligisten Stadeln zum ESV und ist mittlerweile in Regensburg beruflich verwurzelt. Bruder Dino gehört als A-Jugendlicher zum Zweitliga-Kader des HSC Coburg. Vor einer Woche erzielte der Halblinks für den Bayernliga-Unterbau des HSC bei der 24:25-Niederlage bei den Adlern sieben Feldtore.  Foto: Brüssel
Kreisläuferin Sara Mustafic wechselte im Sommer 2018 vom Bayernligisten Stadeln zum ESV und ist mittlerweile in Regensburg beruflich verwurzelt. Bruder Dino gehört als A-Jugendlicher zum Zweitliga-Kader des HSC Coburg. Vor einer Woche erzielte der Halblinks für den Bayernliga-Unterbau des HSC bei der 24:25-Niederlage bei den Adlern sieben Feldtore. Foto: Brüssel

Regensburg.Das spielfreie Wochenende hat den Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg nach Verlustpunkten die alleinige Tabellenführung in der 3. Liga Süd beschert. Im Aufsteigerduell unterlag der TSV Wolfschlugen bei der SG Schozach-Bottwartal 21:24, so dass die Eisenbahner mit 11:1 Zählern vor den mit 9:3 punktgleichen TSV Haunstetten und Wolfschlugen stehen. Auch der dritte Neuling im Zwölferfeld, der ASV Dachau, hat zur Begradigung der Tabelle beigetragen. Die Oberbayern zogen bei Schlusslicht TV Möglingen mit 20:23 den Kürzeren.

Am Samstag um 19 Uhr gastiert Dachau bei den Bunkerladies. Zum drittletzten Mal müssen Franzi Peter & Co. mit der Ausweichhalle Königswiesen vorliebnehmen, ehe sie ab Januar dem geharzten Leder wieder im heimischen Bunker nachjagen. Trainer Stefan von Frankenberg kann es gar nicht mehr erwarten: „Seitdem die Außensportarten wieder in den Hallen sind, ist das Trainieren noch schwieriger“, bedauert er: „Wir hatten die Wahl: entweder dreimal Training auf einer Spielfeldhälfte oder zweimal eine Halle für uns allein.“ Man habe sich für zwei Einheiten in der „alten Posthalle“ entschieden. Die dritte müssen die ESV-Akteure in Eigenregie als „Hausaufgabe“ bestreiten: Laufen oder Fitnessstudio.

Kein Selbstläufer

Weniger Kopfzerbrechen bereitet indes der ASV Dachau, allen voran dessen Positionsangriff. „Es fehlt die Durchschlagskraft, körperlich und größenmäßig sind uns Dachaus Spielerinnen klar unterlegen“, hat von Frankenberg ausgemacht: „Die haben keine typische Torjägerin, keine Spieldominante oder keine, die das Spiel alleine entscheidet. Dachau kommt über das Mannschaftliche.“ Bei der Niederlage in Möglingen hätten zehn verschiedene Spielerinnen getroffen.

Ein Selbstläufer werde es nicht, warnt der Coach von der Qualität des oberbayerischen Abwehrverbundes: „Die Spielerinnen sind sehr athletisch, agil in der Seitwärtsbewegung, gehen aggressiv aus der Deckung auf die Ballführende raus.“ Um zu Toren zu kommen, sei Dachaus Spielidee auf den Ballgewinn ausgelegt: „Nach vorne ist Dachau sehr schnell und beweglich.“

Männer-BOL

  • Zugzwang:

    In der Vorsaison verpassten die Eisenbahner mit 35:5 Punkten hinter dem HC Erlangen III (37:3) den Aufstieg in die Landesliga. Vergangenen Samstag unterlag der ESV bei Leader SG Auerbach/Pegnitz (10:0) mit 21:24. Kassiert die Truppe von Coach Bernie Goldbach die nächste Pleite, dürfte die Saison gelaufen sein.

Unterdessen treten die Adler von Männer-Bayernligist SG Regensburg (3., 10:4) am Samstag um 18 Uhr bei Drittliga-Absteiger TV Erlangen-Bruck (7., 8:4) an. Am achten Spieltag bereits das fünfte Mal in der Fremde, scheint die Truppe von Übungsleiter Kai-Uwe Pekrul vor einer (ersten) Gabelung zu stehen: Können sich die im Sommer verstärkten Adler nach dem Stürzen von Spitzenreiter HSC Coburg II im heimischen Horst oben festsetzen?

Kleine Sticheleien

„Ich hoffe auf ein Spiel auf Augenhöhe – mit einem positiven Ausgang für uns“, sagt Simon Dillinger. Ein ungutes Gefühl habe er in Bezug auf Steffan Meyer, räumt der sportliche Leiter ein. Der Adler-Neuzugang zog bis zum Frühjahr die Fäden in Erlangen-Brucks Rückraum. In den sozialen Medien habe es kleinere Sticheleien gegeben, kritisiert Dillinger: „Hoffentlich hält sich es auf dem Spielfeld in Grenzen.“ Dass Meyers Ex-Mitspieler ihn im Fokus haben, sei verständlich, „aber alles muss im Rahmen des Fair Play sein“.

Dillinger, nach zwei Wochen Auslandsaufenthalt zurück an der Donau, kommentiert den Wechsel von Cosmin Libert zum Landesligisten MTV Ingolstadt so: „Mit den wenigen Spielanteilen in der Bayernliga war Cosmin nicht glücklich.“ Es sei eine akzeptable finanzielle Lösung gefunden worden.

Weitere Sportmeldungen aus der Region lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht