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Rückzug

Abbachs Trainer tritt mit Saisonende ab

Stefan Wagner hatte beim Landesligisten eigentlich einen Vertrag bis 2019 – nun kündigt er aber seinen Abschied an.
Von Alexander Roloff

Stefan Wagner gibt sein Amt in Bad Abbach mit Saisonende ab. Foto: Brüssel/Archiv
Stefan Wagner gibt sein Amt in Bad Abbach mit Saisonende ab. Foto: Brüssel/Archiv

Bad Abbach.Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach muss sich für die neue Saison auf Trainersuche begeben. Coach Stefan Wagner steht nach Ablauf dieser Spielzeit nicht mehr zur Verfügung. „Ich habe die Abteilungsleitung nach dem Heimsieg gegen SV Neukirchen darüber informiert, dass ich mein Amt aus beruflichen und aus privaten Gründen nicht über die Saison hinaus fortsetzen werde. Am Dienstag habe ich der Mannschaft Bescheid gegeben.“

Der Rückzug des 49-Jährigen kommt überraschend, da Wagner im Januar 2017 seinen Vertrag bis 2019 verlängerte. „Wir sind froh, dass wir die nächsten beiden Jahre mit ihm planen können. Diese Vertragsverlängerung drückt das Vertrauensverhältnis, das zwischen Verein und Trainer entstanden ist, aus“, sagte Sportlicher Leiter Dietmar Beyer seinerzeit. Sogar ein Angebot aus der Bayernliga hatte Wagner damals abgelehnt.

Heuer „sehr viele Knüppel drin“

Die Trennung habe ausdrücklich nichts mit der sportlichen Entwicklung zu tun, erklärt Wagner nun der MZ. Auch der Wechsel zu einem anderen Verein ist kein Thema. „Es war eine ungemein schöne Zeit mit viele Erfahrungen, dafür möchte ich mich ausdrücklich bei der Abteilung und meinem Betreuerteam bedanken“, so Wagner. Auf das „brutal erfolgreiche erste Jahr, in dem wir in der Spitze mitgespielt haben“, folgte die aktuell sehr komplizierte Spielzeit, in der die Kicker von der Freizeitinsel noch um den direkten Klassenerhalt kämpfen.

Vom Hoch ins Tief

  • Vom VfB Bach

    kommend heuerte Wagner im Sommer 2016 in Abbach an. Er führte den TSV auf einen starken siebten Tabellenrang.

  • In der aktuellen Saison

    steht die Wagner-Elf auf einem Abstiegsrelegationsplatz. Zwei Zähler fehlen derzeit auf das rettende Ufer.

„Heuer hatten wir sehr viele Knüppel drin, die uns das Leben enorm schwer gemacht haben. Besonders die Langzeitverletzungen von Simon Sigl, Florian Fischer, Pascal Haltmayer und Matthias Lang sind mit einem kleinen Kader nur schwer wegzustecken.“

Derby bei Kareth steht an

In den nächsten Wochen will Wagner weiterhin alles daran setzen, um mit seiner Mannschaft die Mission Klassenerhalt zu erfüllen. „Wie eindrucksvoll das Team um den Ligaverbleib kämpft, hat man beim 2:1 gegen den SV Neukirchen deutlich gespürt. Wir sind jetzt sechs Spiele ungeschlagen und dürfen auch die nächste Partie beim TSV Kareth-Lappersdorf voller Euphorie anpacken.“

Am Samstag, 16 Uhr, geht’s zum Derby. „Ich bin überzeugt, dass wir einen Punkt mitnehmen und in den folgenden beiden Heimspielen nachlegen werden.“ Wagner will sich zudem dafür einsetzen, dass die ihm verbundenen Spieler dem Verein über die Saison hinaus die Treue halten. Er selbst werde als Abbacher dem Verein ebenfalls verbunden bleiben.

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