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Sport aus Kelheim
Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 4

Torfestival

Abensberg zieht Langquaid im Derby ab

Babonen zeigen sich wie verwandelt und fertigen die Laabertaler mit 5:1 ab. ATSV Kelheim glückt endlich ein Punktgewinn.
Von Martin Rutrecht

Der TSV Abensberg (in weiß) behielt im Derby gegen TSV Langquaid klar die Oberhand. Der Abstiegskampf wird immer enger. Fotos: Rutrecht

Abensberg.In der Vorwoche nach einer 0:7-Pleite beim Schlusslicht noch die Lachnummer der Fußball-Bezirksliga West präsentierte sich am Sonntag ein völlig verwandelter TSV Abensberg, der den TSV Langquaid mit 5:1 (2:0) nach Hause schickte. Der ATSV Kelheim hat nach dem 1:1 (1:0) bei DJK SV Altdorf endlich sein erstes Pünktchen im Frühjahr.

„Wir hatten heute keine Schwachstelle.“

Darius Farahmand

„War doch nicht so schlecht“, lächelte Abensbergs Kapitän Peter Schöttl, als er nach seiner Auswechslung das Spielgeläuf verließ. Eine wie aufgezogen aufspielende Heimelf schenkte Langquaid Tor um Tor ein. Den Gästen blieb das Vorrecht auf die erste Chance in der 5. Minute, die von einer kämpferischen Babonen-Abwehr geblockt wurde. Die Verunsicherung des Teams von Trainer Darius Farahmand zeigte sich aber bei zwei Eckbällen der Laabertaler, die recht wackelig geklärt wurden. Doch über eine „super umgesetzte taktische Marschroute“, wie der Coach lobte, stabilisierte sich Abensberg. „Heute hatten wir keine einzige Schwachstelle.“

Stilistisch glänz hier Andreas Pollakowski, der den Ehrentreffer der Gäste erzielte.

Die tat sich bei den Gästen schon beim 0:1 durch Michael Keil (21.) auf, der mit drei Toren zum Matchwinner avancierte. Keil selbst verlängerte einen hohen Ball per Kopf auf den sträflich vernachlässigten Daniel Hanrieder, der bei seinem Abschluss den Pfosten traf. Aber Keil setzte nach und verwertete den Abpraller. „Der einzige, der lief, war der Abensberger. Unsere haben zugeschaut“, schimpfte Langquaids Trainer Helmut Wirth.

Doppelschlag nach der Pause

Seine Elf agierte unpräzise. Das 2:0 für den Tabellenvorletzten resultierte aus einer Flanke von Daniel Nutz, die Gästespieler Johannes Pernpeintner (38.) völlig unbedrängt ins eigene Tor kickte. „Hinter ihm steht kein Gegenspieler. Aber keiner ruft ihm irgendwas zu“, monierte Wirth. Langquaids Antwort war ein harmloser Freistoß (45.) von Stefan Schmidl in die Mauer.

Weitere Bilder zum Derby sehen Sie hier:

Bezirksliga-DuellTSV Abensberg gegen TSV Langquaid

Die ersten Minuten nach der Pause wurden zur Langquaider Schreckenszeit. Zunächst bediente David Babic von Außen Angreifer Keil (47.), der sich um seinen Gegenspieler drehte und mit einem schönen Abschluss auf 3:0 erhöhte. Keine zwei Minuten später genügte ein weiter Ball, um Hanrieder vor Torwart Christoph Stuhlfelder in Position zu bringen. Elegant überhob er den Schlussmann: 4:0.

Darius Farahmand (l.) hat Abensberg wieder wach gerüttelt.

An dem Scheibenschießen beteiligte sich 60 Sekunden später auch Langquaid, das durch einen satten Strich von Andreas Pollakowski (50.) auf 4:1 verkürzte. Eine neuerliche Schusschance von Gerhard Dachs (58.) vereitelte Babonen-Torwart Markus Schlauderer. Die Laabertaler waren um einen zweiten Treffer bemüht, aber harmlos.

„Das war ein Katastrophenspiel von uns.“

Helmut Wirth

Auf der anderen Seite nutzte Abensberg in der 77. Minute einen Konter über Nutz, der Keil dessen dritten Treffer zum 5:1 servierte. „So eine Packung haben wir nicht verdient“, meinte Langquaids Spieler Daniel Dollmann nach Abpfiff. Das sah sein Coach Wirth völlig anders: „Das war ein Katastrophenspiel. Ich bin froh, dass wir nicht 1:2 verloren haben, sonst hätte jeder von Pech geredet.“ Sein Kollege Farahmand sah „die erhoffte Reaktion auf das 0:7 vor einer Woche“.

Kelheim versäumt nachzulegen

Der ATSV war mit dem 1:1 in Altdorf zufrieden, „aber nicht glücklich“, wie Spielertrainer Michael Stuhlfelder sagte. „Ich gehe auf den Platz, um zu gewinnen. Mit einem Dreier könnten wir ruhiger schlafen.“ Die Gäste gingen in der 22. Minute in Führung. Nach einer Standardsituation verwertete Dominik Plank eine zu kurze Abwehr zum 1:0. Der alleine aufs Tor zulaufende Dominik Schandri hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch er scheiterte.

Verrückte Liga

  • Den Vogel

    schoss am 26. Spieltag Schlusslicht TSV Gangkofen ab, das sich beim Spitzenreiter VfB Straubing mit 2:1 behauptete. Nun ist auch Gangkofen wieder mit im Geschäft.

  • Zwischen dem Tabellensiebten

    SV Neufraunhofen und besagtem Schlusslicht auf Rang 16 liegen ganze sechs Zähler. Das Kelheimer Trio befindet sich in diesem Pulk von zehn Teams, die um den Klassenerhalt kämpfen.

Der Ausgleich für Altdorf entstand nach einem Einwurf für den ATSV. Nach schnellem Umschalten traf Niels Wagensonner (59.). „Das war ein blödes Tor“, so Kelheims Abteilungsleiter Martin Birkl. So wirklich auf den Siegtreffer drängte kein Team. „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften unter Druck stehen. Wir haben zumindest mal den Negativtrend gestoppt.“

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