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Sport aus Kelheim
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Rivalen

Derby macht Handballer richtig heiß

Der ATSV Kelheim hat gegen die HG Hemau noch eine Rechnung offen. „Wir sind der Außenseiter, wollen aber daheim etwas holen.“

Der ATSV will sich am Samstag dagegen stemmen. Foto: Lüthi
Der ATSV will sich am Samstag dagegen stemmen. Foto: Lüthi

Kelheim.Selten brennen die Kelheimer ATSV-Handballer auf eine Partie so wie auf die Begegnung mit der HG Hemau/Beratzhausen. Am Samstag gastiert der Rivale um 19 Uhr zum Rückspiel in der Bezirksliga Ost bei den Kreisstädtern. Schmerzlich in Erinnerung ist den Gastgebern die 14:44-Klatsche im Hinspiel. „Dafür sinnen wir auf Revanche“, sagt ATSV-Trainer Matthias Prudil.

Die Dreifachturnhalle soll der HG einen heißen Empfang bereiten. „Nachdem wir uns im Hinspiel schon in den ersten zehn Minuten die Butter vom Brot nehmen ließen, möchten wir im Rückspiel zeigen, dass wir dem Hemauer Express auch standhalten können“, so die Kelheimer Mannschaft laut Philipp Fembacher einstimmig. Die 14:44-Pleite war nach einem schwachen Saisonstart der notwendige Weckruf für den ATSV.

Zwei Verletzte kehren zurück

Seitdem haben die Kelheimer stetig an Leistung zugelegt und sind mit Rang sechs der Gefahrenzone entfleucht. Der Gegner liegt als Tabellendritter fünf Zähler hinter dem Spitzenduo. Im letzten Spiel patzte die HG gegen den Ligasiebten TS Regensburg. „Hier verloren sie recht früh den Faden und konnten auch bis zum Spielende nicht mehr aufschließen“, so Pressewart und Jugendleiter Fembacher.

Dennoch gebühre dem Gast die Favoritenrolle. „Wir sind der Underdog und dürfen nicht auf zurück liegende Ergebnisse blicken. Es gilt, den Schalter auf Null zu legen und so unvoreingenommen wie möglich, in das Spiel zu gehen.“ Dass sich der ATSV aus dem Rennen um die vorderen Plätze verabschiedet hat, dessen ist man sich im Kelheimer Lager bewusst. Platz vier ist aber noch in Reichweite.

„Wir werden mit aller Kraft dagegen halten.“

Matthias Prudil

Die Hemauer haben noch alle Chancen offen auf den zweiten Tabellenplatz und somit die Möglichkeit auf einen Aufstieg. „Diese Tatsache wird die Gäste antreiben und wir werden mit aller Kraft dagegen halten“, so Trainer Prudil. „Auch wir können die zwei Punkte nicht leichtfertig herschenken. Zwar haben wir uns von den Abstiegsrängen soweit entfernt, dass hier nichts mehr anbrennen sollte, aber das Mittelfeld der Liga liegt sehr eng beieinander und wir möchten am Ende der Saison eher oben als unten stehen.“

Hierbei helfen sollen heute auch wieder die genesenen Akteure Marius Lüthi und Mario Breunig, die nach ihren Verletzungen wieder mit im Kader sind. Zudem hoffen die Hausherren trotz der Ferien auf die Unterstützung zahlreicher Fans. „Wenn du weißt, dass auf der Tribüne was los ist und die Stimmung gut, dann motiviert das einen gleich noch mehr“, so Handballer Tom Prudil.

Meist den Kürzeren gezogen

Und so haben sich die Hausherren auch um das Spiel herum einiges einfallen lassen. Das Spielgeschehen auf dem Parkett wird von Buzz Leidnier moderiert. Zudem gibt es erstmalig den ATSV Kelheim Snapchat Account. Dieser soll vor allem die Kelheimer Jugend an die Sportart näher heran bringen und dazu motivieren, den Weg in die Halle zu suchen.

Trotz aller Vorfreude bleiben die Gastgeber auf dem Boden. „Wir sind eher der Außenseiter, deshalb aber nicht chancenlos. Gegen Hemau haben wir in der Vergangenheit meist den Kürzeren gezogen. Dennoch muss das nicht immer so bleiben“, so der Kelheimer Trainer.

Die nachbarschaftliche Rivalität mit Hemau/Beratzhausen reicht schon lange zurück. In Bezirksoberliga-Zeiten gab es heiße Matches der beiden Teams. Und mit Michael Kessner war ein Kelheimer auch schon Trainer beim Widersacher. Die Devise für diesen Samstag lautet: Alles geht, aber nichts muss. „Ziel ist es, den Zuschauern ein schönes Spiel und damit ein Handballerlebnis zu bieten“, sagt Philipp Fembacher. (mar)

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