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Bayerncup

Die Speedway-Jugend gibt Vollgas

Die Gastgeber vom MSC Abensberg driften im Heimrennen auf Platz zwei. Alexandra Schauer hängt alle Gegner ab.
Von Alexander Reichmann und Alexander Roloff

Leon Maier (im Vordergrund) driftete beim ADAC-Bayerncup mit dem Juniorteam vom MSC Abensberg auf den zweiten Platz. Foto: Reichmann
Leon Maier (im Vordergrund) driftete beim ADAC-Bayerncup mit dem Juniorteam vom MSC Abensberg auf den zweiten Platz. Foto: Reichmann

Abensberg.Der zweite Lauf des ADAC-Junioren-Bayerncups eröffnete am Pfingstsamstag ein langes Speedwaywochenende in Abensberg. Der Wettbewerb wird wie schon in den vergangenen Jahren in fünf Stationen ausgetragen. Abensberg war nach dem Auftakt in Neustadt der zweite Wettbewerb.

„Das war eine erstklassige Veranstaltung“, freute sich Stefan Ertl, Teammanager der Abensberger Speedway-Nachwuchsfaher, über einen perfekten Renntag. Lediglich eine Fingerprellung nach Sturz eines Fahrers drückt das positive Gemüt. „Das war aber eine Ausnahme, ansonsten verliefen die Wettkämpfe reibungslos“, so Ertl. Neben den Fahrern habe auch der Bahndienst vorbildliche und hervorragende Arbeit geleistet. „Der Kurs war toll in Schuss. Den Kindern wurden ideale Bedingungen geboten.“ Und speziell die Gastgeber vom MSC Abensberg, im vergangenen Jahr gesamtdritter und in Neustadt ebenfalls mit einem dritten Platz gestartet, erwischten unter diesen optimalen Voraussetzungen einen ganz starken Tag. Sie konnten den AC Landshut und den AMC Haunstetten hinter sich lassen und wurden hinter dem MSC Olching zweiter. Großen Anteil an den tollen Erfolg hatte mit Alexandra Schauer die Lokalmatadorin aus Abensberg.

Lokalmatadorin trumpft auf

Die Junioren-B-Fahrerin ging mit einem Maximum von 15 Punkten aus fünf Starts aus dem Wettbewerb heraus. Dabei konnte sie in Lauf 11 und Lauf 24 auch zweimal ihren ärgsten Konkurrenten Luca Kastner aus Olching bezwingen. Der gab nur die beiden Punkte gegen Alexandra Schauer ab. „Die Maximalpunktzahl für unsere Lokalmatadorin war das i-Tüpfelchen auf unseren Leistungen“, sagt Ertl, der auch überglücklich mit der Gesamtleistung des Teams war.

Am Ende des Tages standen für die Abensberger 42 Punkte auf dem Zettel. Damit lag man deutlich hinter Olching (58), konnte die Konkurrenz aus Landshut (32) und Haunstetten (29) aber auch klar distanzieren.

Die Abensberger Lokalmatadorin Alexandra Schauer (weißer Helm) behielt im Zweikampf mit ihrem größten Widersacher Luca Kastner aus Olching (gelber Hemd) die Oberhand. Foto: Reichmann
Die Abensberger Lokalmatadorin Alexandra Schauer (weißer Helm) behielt im Zweikampf mit ihrem größten Widersacher Luca Kastner aus Olching (gelber Hemd) die Oberhand. Foto: Reichmann

„Das Team hat sich sehr stark geschlagen. Jeder hat voll mitgezogen. Entscheidend war auch, dass wir die kleinen Fehlerchen der letzten Rennen abgestellt haben.“ Das Feilen an Kleinigkeiten habe es den jungen Fahrern und Fahrerinnen ermöglicht, sich auf sich selbst zu konzentrieren. „Das haben sie toll gemacht und sich mit Platz zwei belohnt.“

ADAC-Bayerncup

  • Idee:

    Nachwuchsfahrer sollen Rennatmosphäre unter Wettkampfbedingungen spüren und an große Meisterschaftsrennen herangeführt werden.

  • Team:

    Für den MSC Abensberg punkteten Alexandra Schauer (15 Punkte), Sarah Fischer (6), Eric Puffer (3), Maximilian Troidl (7), Leon Maier (8) und Dustin Schultz (3) im Heimrennen.

Mario Niedermeier aus Langquaid startete in der B-Lizenzklasse auf den 500 Kubik-Maschinen für den AC Landshut. Für ihn lief es nicht so gut. Auf einen zweiten Platz folgte ein Ausfall direkt am Start und ein dritter Rang. Erst in seinem letzten Auftritt zeigte er noch einmal, was er kann und wurde erneut zweiter. Schlagen konnte ihn hier nur der zweite Maximum-Fahrer des Tages. Für den AMC Haunstetten ging nämlich der Däne Kenneth Jürgensen an den Start. Der hatte die Konkurrenz gut im Griff und holte zwölf von zwölf möglichen Punkten aus seinen vier Läufen.

Vom Publikum getragen

Pechvogel des Tages war mit Mario Häusl vom AMC einer der jüngsten Fahrer des Wettbewerbes. Er sah bei fünf Auftritten nur zweimal die Ziellinie, dreimal schied er mit Maschinenproblemen aus. Doch auch er bekam, wie alle anderen Nachwuchs-Speedwaypiloten, den verdienten Applaus vom Publikum. Rund 300 Zuschauer säumten das Speedway-Oval.

„Die Kinder waren begeistert von der Rekord-Kulisse im Heimrennen und wurden von der Stimmung förmlich getragen.“ Damit habe man aus Ertls Sicht die wichtigsten Faktoren erfüllt: „Die jungen Fahrer sollen Spaß haben, um Punkte fahren und gesund heimkommen.“

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