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Szenarien

Im Kelheimer Saisonfinale ist alles drin

Im Kampf um Auf- und Abstieg sind Können und gute Nerven gefragt. Mancherorts ist auch ein Rechenschieber hilfreich.
Von Alexander Roloff

Punktet der SV Ihrlerstein (in rot) gegen den SV Ettenkofen, bleiben die Brandler und der FC Leibersdorf (in gelb) in der Kreisliga. Archivfoto: Kahler
Punktet der SV Ihrlerstein (in rot) gegen den SV Ettenkofen, bleiben die Brandler und der FC Leibersdorf (in gelb) in der Kreisliga. Archivfoto: Kahler

Kelheim.Am Samstag wird es auf vielen Fußballplätzen im Kelheimer Fußballgäu hoch hergehen. Dann fallen die finalen Entscheidungen um Klassenerhalt, Abstiegsrelegation oder Direktabstieg.

Einer der „Hotspots“ im Kampf um den Klassenerhalt ist die Kreisligapartie zwischen dem SV Ihrlerstein und SV Ettenkofen. Im Falle einer Niederlage, die höher als 1:2 ausfällt und einem gleichzeitigen Sieg des FC Leibersdorf beim Tabellenzweiten FC Bonbruck-Bodenkirchen, müssen die Brandler definitiv in die Relegation. „Leider sind wir noch nicht gesichert. Aber wir halten alle Trümpfe in der Hand“, sagt Ihrlersteins Abteilungsleiter Ralf Graßl. „Gegen Ettenkofen können wir aufgrund der letzten beiden Auswärtssiege auch mit entsprechend breiter Brust auflaufen.“

„Die Moral ist gut, wir wollen in Neustadt gewinnen.“

Dominik Pfeiffer

Der FC Leibersdorf wäre mit einem Heimsieg gegen Bonbruck ebenfalls aus dem Schneider. Bei einem Unentschieden oder gar einer Niederlage droht das Abrutschen auf den Relegationsplatz. Aufsteiger FC Walkertshofen kann hingegen frohen Mutes aufspielen. Für die Truppe von Trainer Andreas Klein ist mit einem Heimsieg gegen TSV Ergoldsbach das Vorrücken auf Platz zwei möglich. Schützenhilfe müsste vom FC Leibersdorf kommen, der dem Tabellenzweiten Bonbruck mindestens ein Unentschieden abringen müsste.

Walkertshofen hofft auf ein Wunder

Unabhängig vom Leibersdorf-Ergebnis hält Walkertshofens Coach Andreas Klein, der sein Traineramt am Ende der Saison niederlegt, den Vorstoß auf Platz zwei für kaum realisierbar. „Leider plagen große Verletzungssorgen. Zudem ist Ergoldsbach die Mannschaft der Stunde. Es müsste schon ein Wunder geschehen.“ Auf ein mögliches Wunder braucht der SC Kirchdorf nicht zu hoffen. Der Liganeuling steht unabhängig vom Ergebnis gegen die SG Johannesbrunn-Binabiburg als Abstiegsrelegant fest. Der TV Schierling kann bei Meister SpVgg Niederaichbach ungezwungen agieren.

In der Kreisklasse Laaber haben Meister SV Niederleierndorf und Vize TSV Herrngiersdorf die Weichen für die Zukunft bereits gestellt. Niederleierndorfs Coach Andreas Breundl freut sich auf „ein schönes Derby beim SV Eggmühl“. Herrngiersdorf ist laut Trainer Robert Lanzinger beim SV Sallach „bestrebt, die aktuelle Form und den Lauf zu erhalten.“

Die Relegation

  • Sollte der FC Walkertshofen

    Vizemeister der Kreisliga werden, spielt er am Freitag, 25. Mai, 18.30 Uhr, gegen den Tabellen-13. der Bezirksliga West. Der Sieger ist Bezirksligist, der Verlierer spielt weiter.

  • Die Auf- und Abstiegsspiele

    zu Kreisliga und Kreisklasse werden am Pfingstmontag, 10 Uhr, beim FC Eintracht Landshut ausgelost. Vermutlich Mittwoch oder Donnerstag stehen die ersten Spiele an.

Auch in der Kelheimer Staffel sind die beiden Topplätze fest vergeben. TV Aiglsbach II ist Meister, der TSV Neustadt geht als Tabellenzweiter in die Relegation. Während die Partie Aiglsbach II gegen SG Wildenberg/Biburg keinen Einfluss auf den Abstiegskampf nimmt, steht das Derby zwischen Neustadt und Bad Gögging sehr wohl im Fokus. Bad Gögging stehen nämlich noch alle Optionen offen: Klassenerhalt, Relegation, Direktabstieg. Mit drei Punkten wäre unabhängig von anderen Resultaten die Relegation fix. „Die Moral ist gut, wir wollen mit einem Sieg in Neustadt den Relegationsplatz absichern“, sagt Bad Göggings Abteilungsleiter Dominik Pfeiffer. Standegemäß drängt Neustadt auf ein anderes Ergebnis. „Wir wollen alles geben“, sagt Neustadts Abteilungsleiter Daniel Neubaur. Allerdings sind einige Leistungsträger angeschlagen.

Sechs Teams zittern noch

Auch dem SV Saal droht der Direktabstieg. Nach einer desolaten Vorstellung in der Vorwoche fordert Abteilungsleiter Michael Schmitz die erforderliche „Einstellung und Laufbereitschaft, um die erforderlichen Punkte beim FC Mainburg zu holen“. Mit einem Auswärtssieg ist Saal gerettet.

Aufgrund der Spieltagskonstellation würde mindestens ein Mannschaft überholt werden, denn der TSV Sandelzhausen und SV Großmuß treffen aufeinander. „Uns erwartet ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt Christian Eisvogel, Trainer vom SV Großmuß. Auch der TSV Abensberg II muss im Heimspiel gegen SC Thaldorf anschieben, um den rettenden Punkt zu holen. Tabellenvorletzter SV Attenhofen muss beim FSV Sandharlanden punkten, um den Direktabstiegsplatz zu verlassen, ist aber selbst dann von den Ergebnissen der anderen Partien abhängig. Im besten Fall könnte Attenhofen sogar den direkten Klassenerhalt packen.

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