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Sport aus Kelheim
Samstag, 21. Juli 2018 28° 8

Kräftemessen

Kampf um den deutschen Judo-Titel

Sebi Seidl und Manuel Scheibel könnten auf Abensberger Finale zusteuern. Gehörloser Athlet und junge Kräfte sind auch dabei.

Die TSV-Aushängeschilder (v. l.) Sebastian Seidl, Manuel Scheibel und Marc Odenthal sind heiße Medaillenkandidaten. Foto: Scheibel
Die TSV-Aushängeschilder (v. l.) Sebastian Seidl, Manuel Scheibel und Marc Odenthal sind heiße Medaillenkandidaten. Foto: Scheibel

Abensberg.Für sechs Judoka des TSV Abensberg steht am Wochenende das erste große sportliche Highlight des Jahres an. Bei den deutschen Einzelmeisterschaften in Stuttgart geht es um die Rangordnung auf nationaler Bühne. In der Klasse bis 66 kg greifen mit Sebastian Seidl und Manuel Scheibel zwei Babonen nach dem Titel, die sich auch in der Olympia-Qualifikation begegnen werden.

Über 450 Teilnehmer sind für die Meisterschaften der Frauen und Männer in der „Scharrena“ Stuttgart-Bad Cannstatt gemeldet. Bis 60 kg steht bei den Herren der gehörlose Judoka Daniel Scheller aus dem TSV-Lager auf der Matte. Im Jahr 2017 durfte er erstmals Bundesliga-Erfahrung sammeln. Die Qualifikation erreichte er über Bundesranglisten-Turniere und seine Silbermedaille bei den süddeutschen Meisterschaften.

„Zwei Eigengewächse im Duell um die Meisterkrone – das wär’s.“

Jürgen Öchsner

Die Nummer eins und zwei in Deutschland, Sebastian Seidl und Manuel Scheibel, führen bis 66 kg das Teilnehmerfeld an. „Zwei Abensberger Eigengewächse im Duell um die deutsche Meisterkrone – das wär’s!“, sagt TSV-Trainer Jürgen Öchsner voller Vorfreude. Freilich müssen beide erst die vorherigen Runden überstehen, bis es zu diesem Finale kommen könnte. „Aber die Konkurrenz schläft nicht“, so Scheibel, der auf Adam Michl vom JSV Speyer verweist, „der mich schon mal hingehauen hat“.

Frisch aus Trainingslager zurück

Die beiden Olympia-Kandidaten des TSV kamen erst dieser Tage von einem einwöchigen Trainingscamp im österreichischen Mittersill zurück, wo über 1000 Athleten miteinander arbeiteten. „Die Weltelite war mit dabei, besser geht’s nicht“, so Scheibel. Wenn das Abensberger Duo in Stuttgart eine Top-Platzierung schafft, winkt eine große Aufgabe: Das alljährliche Spitzenturnier in Düsseldorf (23. bis 25. Februar) wurde von der Internationalen Judo-Föderation nun als „Grand Slam“ geadelt und zählt damit zur wichtigsten Wettkampfserie der Welt.

David Krämer (l.) könnte bis 73 kg für eine Überraschung gut sein. Foto: Rutrecht
David Krämer (l.) könnte bis 73 kg für eine Überraschung gut sein. Foto: Rutrecht

Einen gefährlichen Underdog stellen die Babonen mit David Krämer in der Kategorie bis 73 kg. Im Vorjahr war er von Verletzungspech gebeutelt, konnte in der Bundesliga aber immer wieder in schwierigen Duellen punkten. „Mit David muss man rechnen, er kann Topleute schlagen. Viel hängt von der Auslosung und der Tagesform ab“, sagt Öchsner. Im Schwergewicht versucht sich der 21-jährige Marco Reber aus Offenstetten. In der Jugend krallte er sich schon mal deutsches Edelmetall. Der TSV will ihn für den Bundesliga-Kader aufbauen, sofern er bei Trainingsfleiß und Engagement mitzieht.

TSV-Chefcoach fährt mit

Cheftrainer Jürgen Öchsner reist am Freitag mit seinen Athleten nach Stuttgart. Vor Ort trifft der Tross auf den Abensberger Bundesliga-Kämpfer Marc Odenthal aus Köln. Der Rio-Olympionike greift bis 90 kg nach einer Medaille. (mar)

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