MyMz

Judo

Raffaela Igl fährt als Favoritin zur EM

17-jährige Judo-Dame des TSV Abensberg ist die U18-Weltbeste und will das in Sarajevo zeigen. Bundesliga-Team kämpft daheim.

Raffaela Igl (r.) geht als Nummer eins der Welt in die EM. Foto: Igl/Archiv
Raffaela Igl (r.) geht als Nummer eins der Welt in die EM. Foto: Igl/Archiv

Abensberg.Wer schon WM-Dritte war, gilt bei einer Europameisterschaft als Medaillenanwärterin: In dieser Rolle sieht sich Raffaela Igl vom TSV Abensberg bei der U18-EM im Judo in Sarajevo. Parallel zu ihrem Auftritt gehen die Bundesliga-Mannen in ihren letzten Kampf vor der Sommerpause: Am Samstag um 17 Uhr gastiert der JSV Speyer an der Abens.

„Die Favoritenrolle ist auch eine gewisse Bürde.“

Raffaela Igl

Am Donnerstag hat sich Raffaela Igl aufgemacht nach Sarajewo, wo sie am Samstag im Einzel und am Sonntag im Mixed-Team auf die Matte gehen wird. Nach WM-Bronze im August des Vorjahres in Chile und überzeugenden Turniereinsätze in der laufenden Saison gebührt der 17-Jährigen aus Rottenburg die Favoritenrolle. „Das ist auch eine gewisse Bürde“, sagt die Athletin vor ihrer Abreise. Als Nummer eins der Welt in der U18 bis 70 kg sollte der Weg zu Gold über sie führen. „Raffaela ist ziemlich nachdenklich, aber hoch konzentriert“, erklärt ihre Mama Andrea Igl, die ihre Tochter nach Sarajevo begleitet.

Rekordmeister zeigt bisher keine Schwächen

Mit Landestrainerin Claudia Straub hat sich Igl auf die Kontinentaltitelkämpfe bestmöglich vorbereitet. Am Samstag um 10 Uhr beginnen die Kämpfe in ihrer Kategorie, um 17 Uhr ist der Finalblock in der Sporthalle „Juan Antonio Samaranch“ angesetzt.

Bundesliga-Routinier Dominik Gerzer (in blau) steuert wegen eines attraktiven Jobangebots auf sein Karriereende zu. Foto: Steffl
Bundesliga-Routinier Dominik Gerzer (in blau) steuert wegen eines attraktiven Jobangebots auf sein Karriereende zu. Foto: Steffl

Genau zum Zeitpunkt der Entscheidung in Sarajevo nimmt es das Abensberger Bundesliga-Team in der Josef-Stanglmeier-Halle mit Aufsteiger Speyer auf. „Wir sind als Erster der Gruppe Süd Favorit und wollen auch weiterhin ohne Punktverlust bleiben“, sagt TSV-Chefcoach Jürgen Öchsner. Der Rekordmeister liegt nach fünf Siegen klar auf Kurs Richtung Finalrunde.

Deutsches Gipfelduell bis 66 kg

Der Tabellensechste aus Speyer wies die Mitaufsteiger Erlangen und Offenbach in die Schranken und verblüffte mit einem Remis gegen Esslingen. Neben starken georgischen Kämpfern stechen Franz Hättich und der Deutsche Meister Michel Adam heraus. Letzterer könnte bis 66 kg auf die TSV-Asse Sebastian Seidl oder Manuel Scheibel treffen. Trainer Öchsner kann auf ein vollzähliges Aufgebot setzen, einzig Niko Menzl fällt nach Knie-OP noch aus. Der Gastgeber will mit einem Sieg aufs Abensberger Bürgerfest ziehen. (mar)

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Ein Routinier steht vor dem Abschied

  • Dauerbrenner:

    Mit Dominik Gerzer verfügt Abensberg seit Jahren über eine Bundesliga-Stütze. Der 30-Jährige denkt aber nun wegen eines Jobangebots über einen Abschied nach.

  • Ausklang:

    Am Samstag wird der Physiotherapeut definitiv kämpfen. Der Verein hofft auch, dass Gerzer bei der Finalrunde am 3. November ein letztes Mal antritt – und mit dem Titel geht.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht