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Sport aus Kelheim
Dienstag, 17. Juli 2018 30° 3

Herausforderung

Rygol-Cup setzt auf die harte Tour

Eine Gaspipeline zwang Mountainbiker in Painten im Vorjahr auf eine andere Strecke. Weil sie gut ankam, wird sie beibehalten.

Der Rygol-Cup ist durch die Streckenveränderung technisch anspruchsvoller geworden. Den meisten Fahrern gefällt das. Foto: Uwe Rosner
Der Rygol-Cup ist durch die Streckenveränderung technisch anspruchsvoller geworden. Den meisten Fahrern gefällt das. Foto: Uwe Rosner

Painten.Die Mountainbiker der SG Painten warf es fast aus dem Sattel. Kurz bevor im vergangenen Jahr der traditionelle Rygol-Cup starten sollte, wurde der Radsportabteilung erklärt: „Euren Kurs könnt ihr vergessen – da wird eine Gaspipeline gebaut.“ Nach dem ersten Schock zimmerten die Ausrichter des Rennens, das zum Jura-Cup zählt, eine neue Strecke fest. Die kürzere, aber knackigere Runde gefiel den weit über 100 Startern. Auch heuer am 15. April wird das Feld über diesen Kurs jagen.

„Die neue Strecke ist technisch anspruchsvoller.“

Jürgen Lehmann

Derzeit hängen die Biker der SG Painten über ihrer Lieblingsbeschäftigung, vorrangig bei den MTB-Kindern: „Radl putzen, Luft aufpumpen, Kette pflegen, Bremsen checken und so weiter“, lacht Abteilungsleiter Jürgen Lehmann. Sollte es doch noch Frühling werden, wollen die jungen Cracks am Freitag um 15.30 Uhr am Schulsportplatz ins Training starten. „Jeder Neuling ab einem Alter von sechs Jahren ist willkommen“, so Lehmann.

Zuschauer-Brennpunkt in Doline

Im Trainingskalender stehen Fahrtechnik und Bike-Beherrschung an erster Stelle. Dafür werden einerseits verschiedenste Utensilien wie Paletten, Rampen, Bretter oder Hütchen genutzt. Andererseits wartet ein vereinseigener Pumptrack (Rundkurs) zum Rumdüsen. Darüber hinaus werden Touren, Konditionstraining, aber auch Pflege und Wartung angeboten. Das Wichtigste ist, „dass die Kinder Spaß an der Bewegung in der Natur haben“, sagt der Abteilungschef.

Abteilungsleiter Jürgen Lehmann führt den Nachwuchs selbst an die Hindernisse heran. Foto: Archiv
Abteilungsleiter Jürgen Lehmann führt den Nachwuchs selbst an die Hindernisse heran. Foto: Archiv

Bis zur 24. Auflage des Rygol-Cups wollen die Lokalmatadore spätestens in die Gänge kommen. Am 15. April eröffnet das Rennen als erste von sechs Stationen den „Jura-Mountainbike-Cup“. Lehmann erinnert sich ans Vorjahr: „Da musste die Strecke wegen des Baus einer Gaspipeline massiv umgestaltet werden. Der Kurs wurde technisch deutlich anspruchsvoller.“ Das hat die fast 140 Teilnehmer nicht abgeschreckt, im Gegenteil. „Die Runde hat uns und den Startern so gut gefallen, dass wir sie dieses Jahr weitgehend unverändert lassen“, erklärt Lehmann.

Insbesondere im Stauwiesnhölzl warten interessante Streckenabschnitte auf die Biker. „Zuschauer-Hotspot“ dürfte wieder die Dolinen-Durchfahrt, wo die Teilnehmer hoch und runter kurbeln. Bis zum besagten Stauwiesn- hölzl verläuft die Piste auf einem Kilometer mäßig ansteigend. Nach der Waldpassage folgt ein kurzes Stück mit „Gegenverkehr“, ehe es wieder zurück in Richtung Vereinsgelände geht. Dort warten noch einmal diverse Hindernisse sowie der Pumptrack. Auf 4,5 Kilometer und 60 Höhenmeter kommen die Fahrer in einer Runde.

Neue Fun-Klasse für Hobbyfahrer

Ab der Altersklasse U13 müssen alle auf die „große“ Schleife. Die U15 muss zweimal, die U17 dreimal rum. Die Herren drehen fünf Runden, Damen und die U 19 jeweils vier Runden. Der Namensgeber des Rennens lobt erneut ein attraktives Preisgeld von 500 Euro aus, das bei den Männern unter den Rängen eins bis fünf verteilt wird. Auch die ersten drei Frauen dürfen sich über insgesamt 100 Eure freuen. Die Bambini ab Jahrgang 2010 toben sich am Vereinsgelände über zwei Runden zu je 500 Meter aus. Das Rennen der U11 geht über drei Runden zu je 800 Meter.

Zweimal wöchentlich im Sattel

  • Das Training

    bei Paintens Mountainbikern findet immer dienstags von 17 bis 18 Uhr (Treffpunkt Schulsportplatz) sowie freitags mit längeren Touren von 15.30 bis 17 Uhr (Treffpunkt Musikstadl) statt.

  • Ein offizieller Saisonauftakt

    ist auch geplant, nur der Termin muss noch gefunden werden, heißt es aus der Abteilung. Los legen will man diesen Freitag um 15.30 Uhr mit dem Training am Schulsportplatz.

Neu ist in diesem Jahr die Fun-Klasse. Dieser Einsteiger-Wettbewerb soll Hobbyfahrern die Möglichkeit bieten, bei deutlich verkürzter Streckenlänge auch einmal Rennluft zu schnuppern. Mitfahren kann jeder ab Jahrgang 2000 und älter. Die große Runde muss nur zweimal absolviert werden. Erstmalig werden die Zeiten elektronisch gemessen. „Dazu haben wir einen professionellen Dienstleister engagiert“, erklärt Lehmann stolz.

Der Jura-Cup, der in Painten eingeläutet wird, ist mittlerweile eine halbe Landkreis-Serie. Drei der sechs Rennen werden in der Region Kelheim bestritten: Schon am 1. Mai geht es in Abensberg mit dem Obi-Cup weiter, das „Stoabruchrace“ in Sandharlanden am 16. September markiert die fünfte Etappe. Dazwischen locken Altenstadt und Windischeschenbach, das Finale steigt beim Cyclocross Plößberg. (mar)

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