mz_logo

Sport aus Kelheim
Montag, 23. April 2018 27° 2

Stippvisite

Weinzierl und Ex-FCB-Profi gehen an Bord

Der Star-Trainer und UEFA-Pokalsieger Dieter Frey besuchen Kelheim – und plaudern über ihre Karriere und den SSV Jahn.
Von Thomas Kreidemeier

Markus Weinzierl trainierte zuletzt den FC Schalke. Foto: Imago/Archiv

Kelheim.Pralles Fußballer-Leben war da versammelt an der Donau-Schiffsanlegestelle in Kelheim: 128 Bundesligaspiele, Deutscher Meister 1994 und UEFA-Pokalsieger 1996 mit dem FC Bayern sowie DFB-Pokalsieger 1999 mit SV Werder Bremen – so liest sich die beeindruckende Bilanz von Ex-Profi Dieter Frey. Ähnlich erfolgreich war Markus Weinzierl als Trainer: 2012 stieg er mit dem SSV Jahn Regensburg in die 2. Bundesliga auf, nach seinem Wechsel zum FC Augsburg gelang ihm dort 2013 der Klassenerhalt, 2015 qualifizierte sich sein Team sogar für die UEFA-Europa-League und später übernahm er den FC Schalke 04.

In Kelheim zeigte sich Weinzierl mit gepflegtem Bartwuchs. Foto: Kreidemeier

Am Dienstagabend waren die beiden Fußball-Ikonen zur Teamware-Präsentation von Sport2000 in Kelheim zu Gast. In die Wege geleitet hatte den Besuch Harry Gfreiter, der mit Weinzierl zusammen beim Jahn und mit Frey gemeinsam in Augsburg gekickt hatte.

Zwei Allgäuer Kumpels

„Wir kommen beide aus dem Allgäu, haben uns in der Jugend des FC Augsburg kennengelernt und sind seitdem Freunde. Da ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe, dachte ich, ich nutze diese Gelegenheit, um Harry mal wieder zu treffen“, erklärte Frey.

„Schalke war eine Erfahrung. Das bringt einen weiter.“

Markus Weinzierl

Bis auf ihre Bekanntschaft mit Gfreiter haben die beiden prominenten Herren keine besonders enge Verbindung mit dem Landkreis Kelheim. „Ich schaue mir die Fußballergebnisse aus der Gegend schon in der Zeitung an, aber live habe ich mir hier noch kein Spiel angeguckt“, sagt Weinzierl. Doch die Spiele des SSV Jahn verfolgen beide sehr interessiert. „Klar bin ich mit dem SSV noch emotional verbunden, ich war schließlich dort lange Trainer und habe einige der Spieler noch selbst trainiert. Ich bin auch oft beim Jahn im Stadion“, berichtete Weinzierl.

Dieter Frey zog eine langjährige Freundschaft mit Harry Gfreiter nach Kelheim. Foto: Kreidemeier

Und Frey sieht für den Regensburger Club sogar gute Chancen für den Aufstieg in die Bundesliga: „Der Jahn ist psychologisch im Vorteil, da er nichts zu verlieren hat und nur gewinnen kann. Denn niemand erwartet von Regensburg den Aufstieg“, argumentierte der 45-Jährige.

Angesprochen auf die Veränderungen im Profifußball seit dem Ende seiner Karriere, meinte er: „Die Jugendarbeit und vor allem der Trainingsumfang der Jugendlichen bei Profiklubs haben sich stark verändert. Ich habe damals noch drei Mal pro Woche trainiert, mittlerweile trainieren Nachwuchsmannschaften fast jeden Tag.“

Parat für die nächste Saison

Von seiner Bekanntheit hat der jetzige Mathe- und Wirtschaftslehrer an der Bertholt-Brecht-Schule in Nürnberg seit seinem Karriereende vor knapp 15 Jahren nichts eingebüßt. „Das kommt schon mal vor, dass mich Schüler um ein Autogramm bitten. Meine Klasse spricht mich immer auf meine Karriere an, wenn sie keine Lust auf Mathe hat“, schmunzelte Frey.

„Ich könnte mir einen Einstieg ins Trainergeschäft durchaus vorstellen.“

Dieter Frey

Während Frey nicht mehr im Profigeschäft aktiv ist, liegt Weinzierls letzte Station als Trainer auf Schalke gerade einmal ein halbes Jahr zurück. Auf die Frage, ob sein Wechsel zu Schalke ein Fehler war, entgegnete Weinzierl: „Man lebt von solchen Erfahrungen. Sowas bringt einen weiter.“

Ein Niederbayer

  • Markus Weinzierl

    stammt aus Straubing. Zweitliga-Kicker war er bei den Stuttgarter Kickers und der SpVgg Unterhaching. Beim SSV Jahn klang seine Karriere 2005 aus.

  • Sein Aufstieg

    in die zweite Liga mit dem Jahn als Trainer im Jahr 2012 beförderte seine Laufbahn. Er heuerte bei FC Augsburg und 2016 beim FC Schalke 04 an.

Nun macht Weinzierl erst einmal Pause, signalisiert aber Bereitschaft für eine nächste Station: „Ich nutze auf jeden Fall die Zeit, die ich jetzt habe“, versicherte er. Zu möglichen Angeboten, die vorliegen, wollte sich der 43-Jährige nicht äußern.

Frey dagegen erklärte, er könne sich durchaus eine Rückkehr in den Spitzenfußball als Trainer vorstellen. „Ich trainiere als Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg in der Jugend mit und bin Lehrer an einem Sportgymnasium. Da sind die Anforderungen ähnlich wie die an einen Trainer.“

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht