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Höhepunkt

WM-Quali im Speedway steigt in Abensberg

Der Grand Prix ist die Formel 1 der Kurvencracks. Kampf um die Tickets beginnt an der Abens – auch für Martin Smolinski.

Martin Smolinski (links) will bei seinem Heimrennen in Abensberg die Final-Quali für die „Formel 1“ des Speedway schaffen. Foto: Reichmann
Martin Smolinski (links) will bei seinem Heimrennen in Abensberg die Final-Quali für die „Formel 1“ des Speedway schaffen. Foto: Reichmann

Abensberg.Zum 90. Geburtstag hat sich der MSC Abensberg für das Pfingstwochenende heuer ein echtes Mammutprogramm überlegt. Neben dem ADAC-Bayerncup und einer großen Ausstellung zum „90er“ ist der vierte Qualifikationslauf zum Grand Prix 2019 das große Highlight.

Seite vielen Jahren richtet der MSC Abensberg am Pfingstmontag einen Qualilauf für den Speedway-Grand Prix aus. Der Grand Prix ist der Traum eines jeden Speedway-Piloten und besteht aus einer Serie von Rennen, die um den ganzen Erdball verteilt sind, ähnlich der Formel 1. Vor vier Jahren war Deutschlands bester Speedwayfahrer, Martin Smolinski, als erster und einziger Deutscher dabei und konnte den Auftakt in Neuseeland sogar gewinnen – seine Qualifikation begann damals in Abensberg.

Martin Smolinski möchte in Abensberg jubeln. Foto: Michael Eder
Martin Smolinski möchte in Abensberg jubeln. Foto: Michael Eder

Auch am 21. Mai wird Smolinski im Babonen-Oval an den Start rollen, schließlich ist er Vereinsmitglied beim MSC und Abensberg für ihn ein Heimrennen. Zudem ist auch Max Dilger dabei und als Reserve werden Valentin Grobauer und Mark Riss bereitstehen.

Damit ist das Team Deutschland laut Rennleiter Sascha Dörner sehr gut aufgestellt. Die Reservefahrer können sich immer berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Viele der Fahrer aus insgesamt elf Nationen, die in Abensberg mit dabei sind, starten am selben Wochenende noch in den europäischen Top-Ligen in England, Schweden oder Polen. Da könne immer viel passieren.

Direkt ins Finale in Landshut

Noch ist nicht klar, wer nach Abensberg kommen wird. Bisher ist nur der Schwede Peter Ljung (35) bestätigt. Er war Teamweltmeister 2003 und Grand-Prix-Teilnehmer 2012. Laut Dörner sollen dem Vernehmen nach mit Peter Kildemand und Hans Andersen aus Dänemark zwei Fahrer kommen, die im vergangenen Jahr in Abensberg die Plätze eins und drei belegten.

Wer zudem noch antritt, steht nicht fest. Klar ist aber, dass eine Qualifikation für die nächste Runde für die deutschen Starter alles andere als einfach wird. Dafür sorgt auch der neue Modus. Das Halbfinale der Quali fällt weg. Es gibt vier Qualirunden, die letzte findet am Pfingstmontag in Abensberg statt. Bereits am 19. Mai werden zeitgleich die anderen drei in Zarnovica (Slowakei), Slangerup (Dänemark) und Lonigo (Italien) gestartet. Nur die besten Drei kommen weiter und sichern sich einen Platz in der „Challenge“, dem Finale der Qualifikation, das heuer am 28. Juli in Landshut ausgetragen wird. Zu den zwölf Qualifikanten kommen noch vier Wild-Card-Starter. Eine Wild-Card ging bereits an den Deutschen Kai Huckenbeck.

Prominenter Zaungast wird Rallye-Legende Walter Röhrl sein. Foto: Matthias Balk/dpa
Prominenter Zaungast wird Rallye-Legende Walter Röhrl sein. Foto: Matthias Balk/dpa

Nach dem Qualifikationsreigen vergibt der internationale Motorradsportverband FIM noch drei weitere und der DMSB, der Deutsche Motorsportverband, kann sich laut Dörner auch noch einmal dafür bewerben. Martin Smolinski würde es natürlich am liebsten gleich über die Qualifikation beim Heimrennen in Abensberg in das Finale in Landshut schaffen, startet er doch in der Bundesliga für die Devils des AC Landshut. Die drei Besten des Landshuter Showdowns dürfen dann 2019 im Grand Prix starten.

Das Programm

  • Samstag, 19. Mai, 14 Uhr:

    ADAC-Bayerncup für Nachwuchspiloten, zweiter Lauf zur Serie

  • Montag, 21. Mai, 14 Uhr:

    Vierter Qualifikationslauf zum Speedway-Grand Prix 2019

Doch nicht nur die „Großen“ fahren am Pfingstwochenende in Abensberg. Bereits am Samstag, 19. Mai, findet der zweite Lauf der ADAC-Bayerncup-Serie statt. In dieser Nachwuchsserie misst sich das Team des MSC Abensberg mit den Konkurrenten aus Landshut, Olching und Haunstetten. Die Mannschaft um die Abensbergerin Alexandra Schauer wurde im vergangen Jahr Dritter. Heuer tritt man mit fast demselben Team an. Lediglich Dustin Schultz aus Herxheim kommt als Neuzugang in der 500er-Klasse mit dazu, er ersetzt den Österreicher Marcel Bicher, der nicht mehr antritt.

Walter Röhrl schaut vorbei

Im Rahmenprogramm zum 90. Geburtstag des MSC Abensberg hat auch der zweimalige Rallyeweltmeister Walter Röhrl seinen Auftritt. Er wird auf der Bahn zu sehen sein. Dazu stellen die Eisspeedwayfahrer Hans Weber und Franky Zorn ihre Maschinen aus, auch die Motorradsportdamen von „Women in Motorcycling“ sind wie im vergangenen Jahr dabei. Am Sonntag, 20. Mai, gibt es vor dem offiziellen GP-Training Schweinebraten, der Eintritt zum Training ist frei. (zar)

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