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Judo

Abensberg kämpft sich an die Spitze

Der TSV gewinnt in der Bundesliga Süd gegen den Erzrivalen aus Großhadern. David Krämer sichert den entscheidenden Punkt.
Von Dieter Krelle

David Krämer holte den entscheidenden Punkt. Foto: Rutrecht
David Krämer holte den entscheidenden Punkt. Foto: Rutrecht

Abensberg.Der TSV Abensberg steht wieder an der Spitze der Judo-Bundesliga Süd. Der deutsche Rekordmeister fertigte den bayerischen Erz-Rivalen TSV Großhadern in einem höchst spannenden Match mit 8:6 (74:51) ab und steht als einziges Team der Neuner-Liga ohne Punktverlust da.

Der von den im Rahmen des Kampftages offiziell verabschiedeten Christoph Völk und Sven Marek so gewürdigte Teamgeist, war auch in diesem Vergleich wieder entscheidend. Die Münchner, die nach 3:7-Rückstand eigentlich eine furiose Aufholjagd starteten, mussten am Ende dann doch dem nach einer perfekten Außensichel frenetisch gefeierten David Krämer (73 kg) Tribut zollen.

Nur zwei Minuten brauchte Manu Scheibel, um sich Janno Brodnig im wahrsten Sinne des Wortes per Hüftwurf und Festhalte zurechtzulegen. Und dann zwang Dominik Gerzer den Halbschwergewichts-Vizeweltmeister Karl-Richard Frey in die Verlängerung, in der der Gast nach 13 Sekunden per Hüftwurf siegte. Die erneute Abensberger Führung besorgte Benjamin Münnich mit einem unwiderstehlichen Uchi Mata. Um einiges länger musste sich Marc Odenthal mit Hugo Murphy abgeben, ehe ein spektakulärer Schenkelwurf die 3:1-Führung bedeutete. Und dann erteilte der ehemalige deutsche Meister Philip Graf dem aktuellen Titelträger Maximilian Heyder eine wahre Lektion mit Hüftwurf und Fußwurf.

Im Schwergewichts-Superduell zwischen dem erstmals für Abensberg antretenden 100-kg-Europameister Toma Nikiforov und Johannes Frey fiel die Entscheidung im Golden Score, weil der Belgier wegen einer vom Großhaderner Frey verursachten Verletzung nach dem Trennkommando aufgeben musste. Und auch der in die 73-kg-Klasse aufgestiegene WM-Starter Sebi Seidl brauchte den Golden Score zum Sieg über Julian Kolein und damit zur 5:2-Halbzeitführung.

Manuel Scheibel bewies danach seine gewachsene internationale Erfahrung auch gegen Christoph Köberlin. Zwei Hüftwurf-Techniken bedeuteten nach 1:55 das Aus. Robert Dumke dagegen musste dem Armhebel von Laurin Böhler Tribut zollen. Und auch Benny Münnich musste gegen Niklas Blöchl schwer arbeiten, um in der Schlusssekunde die entscheidende Wertung zu erzielen. Marc Odenthal sorgte mit einem verunglückten Selbstfaller gegen Timo Carvelius zum 7:4-Zwischenstand für neue Spannung.

Die sollte sich durch den glücklichen Revanche-Sieg des kurz vor der Disqualifikation stehenden Heyder gegen Graf weiter erhöhen. Weil danach Johannes Frey gegen Simon Glöckner gewann, spitzte sich alles auf den Kampf zwischen David Krämer und Julian Kolein zu. Kolein ging früh in Führung und stachelte den Abensberger an. Der neue TSV-Star sorgte mit Ippon für eine spektakuläre große Außensichel nach 2:02 Minuten dann aber für den verdienten Erfolg.

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