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Akrobatisch

Abensberg war Mekka der Einrad-Cracks

Auch wenn der große Triumph für die Hockey Tigers ausblieb. Sie hefteten sich der bayerischen Konkurrenz an die Fersen.

Hochsprung auf dem Rad: Sebastian Niedner knackt die 67- Zentimeter-Marke.

Abensberg.Aus allen Himmelsrichtungen pilgerten am Wochenende Einradfahrer nach Abensberg, um sich bei der Bayerischen Meisterschaft zu messen. Unter den 225 Sportlern traten auch 23 „Hausherren“ vom Organisator Hockey Tigers des SV Schwaig im 100, 400 beziehungsweise 800 Meter Sprint, in der Staffel sowie beim Einbein, Wheelwalk, Hoch- und Weitsprung und im Obstacle an.

Der Höhepunkt der Meisterschaft waren die Staffelläufe. Dabei gingen die Hockey-Tigers mit fünf Teams – 2x junior, 3x senior – ins Rennen. Mit einer guten Zeit von 1:07,78 min., die an die Meisterzeit vom Vorjahr heranreicht, landeten Josef Gabler, Monika Sedlmayer, Sophia Reiter und Katja Mayer auf Platz 3 in der Senior-Wertung. Ebenfalls Bronze gab es für Lea Priller, Kristin Mayer, Hannah Hauber und Theresa Thoma bei den Junior-Staffeln. Erfreulich aus Hockey-Tigers-Sicht war auch Josef Gablers Erreichen aller fünf Männer-Finalläufe. Dort kämpften die jeweils sechs Zeitschnellsten aus den Altersklassenrennen. Hier landete er auf Platz vier über 100m, 400m, 50m Einbein und 30m Radlauf. Über 800m wurde er Fünfter.

Nach Wettkampfende am Sonntag zeichnete sich in vielen Gesichtern ein Sonnenbrand ab. Und die Gewissheit, dass es bei den Gesamtsiegern, das sind die Besten der Disziplinen 100m, 400m, 800m, Einbein, Radlauf und Obstacle, für Schwaig nicht aufs Treppchen gereicht hatte. Dennoch waren die Organisatoren zufrieden mit ihrem Einsatz und den Ergebnissen. Bei den Damen gewann Meike Brattinger (Pocking), gefolgt von Carlotta Linden (München) und Melanie Betz (Pförring). Bei den Herren platzierten sich Andreas Richter (Pocking), Sebastian Niedner (München) und Simon Rodler (Landsberg). Josef Gabler aus Schwaig wurde Vierter. Auf dem Podest der Niederbayern landeten drei Mädchen vom SV Pocking. Sophia Reiter von den Gastgebern wurde Sechste, Katja Mayer Siebente. Bei den männlichen Startern gewann Andreas Richter vor Josef Gabler und seinem Vereinskollegen Josef Härringer. Einbeinig Einrad fahren, geht das überhaupt? Natürlich geht das, das bewiesen die Teilnehmer am Sonntag eindrucksvoll. Die ersten fünf Meter durften noch beide Beine benutzt werden, die restliche Strecke musste mit nur einem bewältigt werden. Während der ein oder andere das Gleichgewicht nicht zu lange halten konnte, schien die Disziplin Einrad-Profi Simon Rodler aus Landsberg keine Schwierigkeiten zu bereiten.

Auch der „Wheelwalk“, der sogenannte Radlauf, wurde in Abensberg gezeigt. Hoch- und Weitsprung am Einrad kennt man vom Schulsport, die Cracks auf den Einrädern hüpften mit Sportgerät über die Latte. Während einige „nur“ 20 Zentimeter schafften, knackten andere die 65 Zentimeter-Marke. Das Einrad muss dabei festgehalten werden, damit es beim Sprung nicht hops geht. Als absolute Lieblingsdisziplin der jungen Sportler galt das „Obstacle“, der Hindernislauf. Dabei war ein Parcours mit mehreren Pylonen aufgestellt, der in der richtigen Reihenfolge und ohne Kollision mit den Hütchen zu bewältigen war. Mit moderner Lichtschranken-Messtechnik wurde die Zeit gemessen.

Wer denkt, Einrad sei nur für kleine Mädchen, täuscht sich gewaltig. Etwa 15 Teilnehmer starteten in der Kategorie 30+, zahlreiche waren über 18. Auch Buben und Männer finden das Einradfahren faszinierend. Wobei Organisatorin Jutta Kröpfl eingestehen musste, dass die weiblichen U11 und U 13 Klassen sehr stark besetzt war. In der U11 hatten es die Hockey Tigers mit mehr als 70 Gegnerinnen zu tun. In der U13 war die Konkurrenz nicht viel geringer. „Bei diesem breiten Starterfeld ist es für die Mädchen nicht einfach, sich durchzusetzen“, erklärte Kröpfl. Über 30 Teilnehmer aus dem Landkreis Kelheim waren bei der Bayerischen dabei. Darunter auch Sophia Reiter (U19), die zu den Hockeytigers Schwaig gehört. Vom 100m-Sprint bis zum Einbein, die 15-Jährige war bei fast allen Disziplinen dabei. Für die Bayerische übte sie besonders, schließlich war diese heuer in der Heimat.

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