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Abensberger schreiben Judoka-Geschichte

Der TSV Abensberg hat am Samstag in Paris erneut die europäische Meisterschaft gewonnen. Die Abensberger bezwang im Finale den Klub SC Levallois.
Von Dieter Krelle, MZ

Freude bei den Abensberger Judoka: Am Samstag hat der TSV Abensberg in Paris erneut die „Champions League“ im Judo gewonnen.

Paris.In jeder Hinsicht Europokal-Geschichte haben die Judokas des TSV Abensberg geschrieben. In Paris trugen sich die Mannen von Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger und Erfolgstrainer Radu Ivan mit dem 4:1 über Levallois SC (Sieger 2011 in Abensberg) bei ihrer Titelverteidigung zum siebten und letzten Mal als Sieger eines Wettbewerbs ein, der ab 2014 als European Golden League-Championship ausgetragen wird. Insofern war der letzte Auftritt von Schwergewichtler Andi Tölzer, der in seinen zwölf Abensberger Jahren ein Duzend Mannschaftstitel in Serie für seinen TSV erkämpfen half, der Abschluss einer sportlichen Epoche, die er für sich persönlich mit Platz drei bei Olympia in London und bei der WM in Rio gekrönt hatte.

„Einfach nur glücklich“

„Ich bin einfach nur glücklich“, kämpfte die Abensberger Galionsfigur, die sich trotz des Rücktritts von der internationalen Laufbahn und des offiziellen Amtsantritts im Oktober als stellvertretender Leiter der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Köln nochmals höchst seriös auf Paris vorbereitet und alle Kämpfe gewonnen hatte, mit den Emotionen. „Mich auf den allerletzten Kampf nochmals richtig zu konzentrieren, nachdem Ilias Iliadis schon den entscheidenden dritten Punkt geholt hatte, war gar nicht einfach.“

Da war die Anspannung von allen TSV-Verantwortlichen abgefallen, die sich im Finale kurz aufgebaut hatte, nachdem der WM-Dritten Georgii Zantaraia den 66-kg-Auftakt gegen einen sensationell starken Dimitri Dragin vermasselt hatte. Doch Christopher Völk, der 25-jährige angehende Mediziner aus Regensburg, brachte den TSV im Schlüsselkampf gegen Senkrechtstarter und Düsseldorf-Grand-Prix-Sieger Pierre Duprat (73 kg) zurück in die Spur. Beim 3:2-Halbfinal-Erfolg gegen Jawara-Neva mit dem Sensationserfolg gegen Olympiasieger Mansur Isaev noch gefeiert, fand Duprat im taktisch sehr klug und mit großer Konsequenz kämpfenden Oberpfälzer seinen Meister.

„Wir hatten das beste Team“

Und anders als gegen die Russen konnte Levallois den verletzungsbedingten Ausfall von Alain Schmitt (81 kg), der Sven Maresch zum kampflosen Sieg verhalf, nicht mehr kompensieren. Denn Ilias Iliadis (90 kg) brachte Alexandre Iddir ebenso die erste Niederlage bei wie dem Tölzer Cyrille Maret, der im Halbfinale noch Aslan Kambiev sensationell geworfen hatte. „Wir hatten das beste Team und die besten Austausch-Möglichkeiten“, resümierte Kneitinger für den Europacup-Rekordsieger. Paris gehörte für eine Nacht den Abensbergern, die auf dem Weg zum Triumph bei den Siegen gegen Carabinieri Rom (5:0), Adygea Maykop (5:0) und Dinamo Rno-Alania (4:1) nur die Niederlage des lange verletzten Christophe Lambert gegen Murat Gasiev quittieren mussten.

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