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Landesliga

Aiglsbach feiert versöhnlichen Abschluss

Durch den späten, aber verdienten Sieg in Burglengenfeld überwintert Aufsteiger TV Aiglsbach auf einem Nichtabstiegsplatz.
Von Florian Würthele

Der TV Aiglsbach (unten Fabian Rasch) belohnte sich für eine kampfstarke Leistung.  Foto: Würthele
Der TV Aiglsbach (unten Fabian Rasch) belohnte sich für eine kampfstarke Leistung. Foto: Würthele

Burglengenfeld.Die Geburt der kleinen Nina hat Glück gebracht: Samstagvormittag war die Tochter von Benjamin Federauer, dem Co-Trainer des Fußball-Landesligisten TV Aiglsbach, auf die Welt gekommen, tags darauf feierte die Mannschaft im letzten Spiel des Jahres den wichtigen 1:0 (0:0)-Auswärtssieg beim ASV Burglengenfeld. Manfred Gröber belohnte den Aufsteiger mit seinem Siegtreffer in der 87. Minute für eine kämpferisch einwandfreie Vorstellung.

Weil neben Federauer auch Aiglsbachs Chefcoach Benjamin Flicker (Urlaub) verhindert war, dirigierten in Burglengenfeld Heinrich Kaltenecker, der sportliche Leiter, und Florian Galster, Trainer der „Zweiten“, die Aiglsbacher Elf von der Seitenlinie aus.

„Es ist genau der Plan aufgegangen, den wir uns vorgenommen haben.“

Florian Galster

„Wir sind hochzufrieden. Es ist genau der Plan aufgegangen, den wir uns vorgenommen haben: Auf Konter lauern und erst einmal abwartend agieren“, fiel das Fazit von Galster durchweg positiv aus. Kaltenecker sprach von einer „sehr guten Mentalität“, gepaart mit „hoher Laufbereitschaft. Wir haben uns verdient die drei Punkte geholt.“

Torjäger scheitert beim Elfmeter

Trotz winterlicher Temperaturen entwickelte sich ein laufintensives und, als logische Konsequenz der Platzbedingungen, kampfbetontes Landesliga-Spiel. Burglengenfeld verschlief den Start ein wenig und überließ den Gästen zunächst mehr Spielanteile. Die Hereingaben ins Zentrum fanden erst einmal aber keinen Abnehmer. Natürlich suchten die Aiglsbacher mit weiten Bällen vor allem ihren Topstürmer Manfred Gröber. Er vertändelte den Ball zunächst nach einem Schmidt-Solo im vollem Lauf (24.), um keine zwei Minuten später aus halblinker Position zu vergeben.

Nach 32 Minuten holte Gröber, durch Alexander Fuchs im Anschluss an eine Ecke von den Beinen geholt, einen Elfmeter raus. Der Gefoulte trat selbst an – und scheiterte an ASV-Schlussmann Marco Epifani. Die Gastgeber konnten sich ohnehin bei ihrem Torwart bedanken, dass sie nicht schon früher in Rückstand gerieten. Kurz nach dem verschossenen Elfmeter ließ Aiglsbach durch Matthias Ehrenreich und Gröber eine Doppelchance liegen (36.), ehe der ASV zu seiner bis hierhin besten Möglichkeit kam. Fuchs‘ Schuss zischte in der 39. Minute haarscharf am linken Pfosten vorbei.

In der zweiten Halbzeit nahm die Zahl der Foulspiele stetig zu. Dem Spielfluss tat dies natürlich nicht gut. Am Bild von vor der Pause änderte sich wenig: Weiterhin ging es hin und her. Gut 20 Minuten vor dem Ende flog Burglengenfelds Jan Zempelin nach einem taktischen Foulspiel an Schmidt mit Gelb-Rot von Platz.

Goldener Treffer fällt kurz vor Schluss

Die zahlenmäßige Überzahl wussten die Gäste erstmal nicht zu nutzen. So haute Stefan Liebler den Ball aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz über die Querbalken (69.). „Wir haben uns inklusive Elfmeter sieben hochkarätige Chancen erspielt“, bemängelte Heinrich Kaltenecker die Chancenauswertung seines TV. Es blieb richtig spannend, ganz einfach, weil sich beide Mannschaften nicht mit einer Nullnummer abfinden wollten.

Ein gutes Gefühl

  • Tabellenlage:

    Durch diesen Auswärtssieg überwintert der TV Aiglsbach als Zwölfter und somit auf einem Nichtabstiegsrang. Der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz beträgt aber nur zwei Punkte.

  • Abstiegskampf:

    „Es ist ganz wichtig, dass wir Bad Abbach überholen konnten. Dass wir jetzt auf einem mehr oder weniger gesicherten Platz stehen, tut vom Gefühl her schon gut“, sagt Florian Galster.

Und beim torlosen Remis blieb es auch nicht. Denn der TV Aiglsbach hat ja noch seine „Lebensversicherung“ Manfred Gröber in seinen Reihen. Die 87. Minute: Markus Schmidt bediente den auf rechts lauernden Gröber und der versenkte den Ball mit einem Gewaltschuss aus spitzem Winkel zum Tor des Tages. Epifani war noch dran, konnte den Schuss aber nur noch ins eigene Netz ablenken. Fünf Minuten später waren die drei Punkte unter Dach und Fach.

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