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Sport aus Kelheim
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Schachturnier

Alle sieben Gegner mattgesetzt

Topfavorit bahnt sich eindrucksvoll den Weg zum Titel. Lokalmatador Stephan Gießmann zieht auf Platz drei vor.
Von Thomas Kreidemeier

Leon Mons (rechts) marschierte ohne Punktverlust zum Turniersieg beim sechsten Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open. Foto: ekt

Kelheim.Über vier Stunden dauerte die Schachpartie zwischen Leon Mons von Bundesligist MSA Zugzwang München und Richard Müller, dann stand Mons als Gewinner des Spiels und somit als Turniersieger fest. Platz zwei ging an Philipp Wenninger vom SC Erlangen. Platz drei sicherte sich Lokalmatador Stephan Gießmann vom SK Kelheim nach einem überzeugenden Schlussspurt.

Mons gewann die sechste Ausgabe der „Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open“, die der Schachklub Kelheim 1920 auch in diesem Jahr im Dormero-Hotel in Kelheim ausgerichtet hat und erntete dadurch das ausgelobte Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Von Mittwoch bis Samstag bekämpften sich knapp 120 Spieler auf den Schachbrettern im Hauptturnier. Weitere 22 Strategen gingen im Begleitturnier für Spieler mit einer niedrigeren Leistungszahl an den Start. Der künftige Schach-Großmeister Mons, der bereits als Topfavorit ins Turnier gestartet war, bestach dabei mit einer makellosen Bilanz von sieben Siegen aus sieben Spielen.

Champion bleibt auf dem Boden

Trotz seiner großen Erfolge im Schach, verzichtet der 22-jährige Mathematikstudent (vorerst) auf eine Profi-Karriere. „Vielleicht könnte das Schachspielen sogar zum Leben reichen, aber das hätte keinen Sinn. Für mich bleibt Schach ein Hobby. Ich studiere und arbeite wie jeder andere und trainiere Schach, wie es die Zeit eben hergibt“, berichtete er.

Von weit her waren Schachbegeisterte angereist, um am internationalen Turnier in Kelheim teilzunehmen. Zdenek Bartonicek aus Tschechien erklärte: „Das Turnier war sehr gut, schön zu spielen.“ Doch auch lokale Schachspieler waren bei dem Schach-Open erfolgreich. Stephan Gießmann, der nach den ersten fünf Begegnungen mit einem Remis und einer Niederlage noch nicht ganz vorne dabei war, schaffte nach zwei Siegen zum Abschluss noch den Sprung aufs Treppchen und belegte Platz drei.

Die Veranstalter ernten viel Lob

Er war damit der am besten platzierte Spieler des Gastgebers Kelheim. „Ich habe mich da so ein bisschen durch die Hintertür aufs Podest geschlichen, denn aufgrund meiner frühen Punktverluste bekam ich durch das Schweizer System am Ende leichtere Gegner als die Konkurrenz und konnte Punkte gutmachen.“ Auch die Sportler, die mit ihren Leistungen nicht vollständig zufrieden waren, zeigten sich erfreut von der guten Organisation des Turniers.

Die Sieger der sechsten Wittelsbacher Weihnachts-Schach-Open mit Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann, Festkönigin Lena Pritschet, Sponsor Reinhard Listl, Hotel-Direktorin Janina Böcherer und BLSV-Kreisvorsitzenden Erich Schneider. Foto: ekt

Oskar Hirn erklärte, das Ambiente bei der Veranstaltung sei toll gewesen.

Johannes Pfadenhauer, der am Ende auf Rang sechs des Hauptturnieres landete, führte die positiven Aspekte des Turniers noch weiter aus: „Es war super, dass wir beim Spielen so viel Platz hatten, jedes Duell hatte einen eigenen Tisch. Das erlebt man nicht so oft bei Schachwettbewerben.“ Nicht nur Erwachsene, auch jüngere Schachfans nahmen am Kelheimer Schach-Open teil. „Was mir am Schach Spaß macht, ist, sich den bestmöglichen Zug zu überlegen und Probleme zu lösen“, erklärt der 17-jährige Tobias Schindler vom SK Kelheim. Nach ihren Spielen stand den Akteuren auch noch ein „Analyseraum“ zur Verfügung.

„Da kann man mit dem Gegner die Partie noch mal durchsprechen, beispielsweise was man hätte anders machen können“, legte Turnierchef und FIDE-Schiedsrichter Simon Pernpeintner den Zweck des Raumes dar.

Nach dreieinhalb Tagen am Brett und sieben Spielen für jeden, stand am Samstag die Siegerehrung auf dem Programm. Im Begleitturnier, an dem Schachspieler mit einer Wertungszahl unter 1300 teilnehmen durften und als solche vor allem Nachwuchskräfte, triumphierte Sven Weise (TSV Haunstetten) vor Naum Aumüller (RT Regensburg) und Benedikt Huber (SK Abensberg). Platz vier im Hauptturnier teilten sich Lukas Böttger und Ferdinand Xiong. Beide wiesen die gleiche Punktzahl, die gleiche Buchholzwertung und die gleiche Anzahl an Siegen auf.

Den Preis für die beste Dame erhielt Kristin Braun, die auf dem 45. Platz landete. Den Mannschaftspreis räumte der Schachklub Kelheim mit Stephan Gießmann, Prof. Dr. Martin Kreuzer, Constantin Blodig und Holger Seidenschwarz ab.

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