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Mountainbike

Am Stoabruch zerbersten die Bestzeiten

Ein Weltcupsieger unterbietet die Topmarke beim Rennen in Sandharlanden. Lokalmatador Philipp Bertsch wird Zweiter.
Von Alexander Roloff

  • Stefan Paternoster siegte in der Herren-Konkurrenz. Foto: Jonas Handschuh

Sandharlanden.Beim Stoabruchrace in Sandharlanden haben sich auch in der dritten Auflage des Rennens die üblichen Verdächtigen einen harten Fight um die Treppchenplätze geliefert. Mit der besten Tagesform wartete Stefan Paternoster (Jahrgang 1979) vom Team Alptraum auf. Der Österreicher zeigte der Konkurrenz in der zweiten von sechs Runden die Sporen und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Auf Platz zwei landete Lokalmatador Philipp Bertsch aus Abensberg vor seinem Teamkollegen und -kapitän Michael Stieglbauer vom Stieglbauer Racing Team. Stieglbauer fuhr die schnellste Einzelrunde.

Die Teilnehmerzahl wies mit 128 Startern beim noch jungen Mountainbike-Event einen leichten Knick im Vergleich zum Vorjahr auf. 31 Biker fehlten, um die Bestmarke zu toppen. „Das Wetter hat gepasst, wir hatten viele gute Starter im Feld. Dass wir die Teilnehmerzahl aus 2017 nicht erreicht haben, hat mich anfangs gewurmt. Aber immerhin mussten wir mit dem Bayernliga-Finale in Obergessertshausen und der Bundesnachwuchssichtung sowie dem Marathon in Schneckenlohe konkurrieren. Daher können wir durchaus zufrieden sein“, berichtet Organisator Manfred Blümel vom Biketeam FSV Sandharlanden. Rennstrecke und Mountainbiker präsentierten sich definitiv in Bestform. Und so purzelten auch einige Rekorde.

Ein guter Tag für Bestzeiten

Während Titelverteidiger Lukas Kobes aus Tschechien nicht am Start war, drückte der Österreicher Paternoster aufs Tempo. Im Ziel verbuchte der Drittplatzierte aus dem Premierenjahr, der 2017 auf Platz fünf finishte, mit 56:48,75 Minuten einen neuen Streckenrekord. Lokalmatador Philipp Bertsch sicherte sich mit 67 Sekunden Rückstand den Vizetitel.

Der Champion von 2016 holte auf der Schlussrunde knapp fünf Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten Michael Stieglbauer heraus und bestätigte damit seinen zweiten Platz aus der zweiten Auflage des Rennens. Stieglbauer verwies Benedikt Diepold von run & bike Kelheim um zwei Sekunden auf den vierten Platz. „Wir hatten eine sehr sympathische Spitzengruppe“, sagt Blümel.

Auch die Starter der Alterskalsse U13 legten los wie die Feuerwehr. Foto: Lothar Stich
Auch die Starter der Alterskalsse U13 legten los wie die Feuerwehr. Foto: Lothar Stich

Paternoster habe bei der Siegerehrung erklärt, dass sein Start in Sandharlanden nicht absehbar gewesen ist. „Mit Familie und drei Kindern, weißt du eben nicht, ob du am nächsten Tag zum Biken kommst“, so Paternoster. Vom Triumph bei Stoabruchrace sei er zudem überrascht, da er eher aus dem Lager der Marathonfahrer stamme und ihm Ausdauerwettkämpfe eher liegen würden.

Der Gewinner hat einen Lauf

Bei aller Bescheidenheit gestand der Sieger aber ein, dass in dieser Saison alles aus seiner Sicht gepasst habe und er in Sandharlanden „super drauf“ gewesen sei. Als herausragendes Ergebnis ist heuer für Paternoster der Sieg beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic im Rahmen des UCI-Mountainbike Weltcups notiert. Die Konkurrenz beim Stoabruchrace bekam Paternosters Form bereits in der zweiten Runde zu spüren, als er eine kleine Lücke zu den Verfolgern riss, die er auf den folgenden Schleifen konsequent vergrößerte und sich souverän den Titel holte.

Der drittgereihte Stieglbauer lieferte mit 9:18,15 Minuten die Bestzeit für eine Einzelrunde ab.Organisator Blümel war von den Leistungen der Topfahrer überrascht: „Wir dachten nicht, dass Gesamtzeit von unter einer Stunde möglich sind. Weil die Fahrer aber mit neuen Topzeiten aufwarten, werden wir zur nächsten Auflage wohl eine Runde draufpacken müssen.“ Schwere Stürze oder gar Verletzungen habe es nicht gegeben. Allerdings zählte Maxi Maier zu den Pechvögeln: Der Vorjahresdritte konnte seinen Platz nicht verteidigen, weil ihm beim Start die Kette riss.

Treppchenfahrer aus dem Landkreis

  • Talente:

    Bei der U13 landeten Luis Festl (Jahrgang 2006) und Ben Festl (Jahrgang 2007) die Plätze eins und zwei für das Biketeam vom FSV Sandharlanden. Zehn Sekunden trennten die beiden im Ziel voneinander. Lukas Lehmann (SG Painten, Jahrgang 2007) wurde Vierter.

  • Könner:

    In der Altersklasse U17 stellte Leo Kreuzer (RSC Kelheim, Jahrgang 2002) sein Talent mit Platz eins unter Beweis. Er hängte seinen ärgsten Verfolger um 70 Sekunden ab. In der Kategorie Masters II erzielte Jürgen Lehmann (SG Painten, Jahrgang 1977) den dritten Platz.

Bei den Elite Damen zog Luisa Beck vom RSC Kelheim ihrer Konkurrentin Theresa Gaßner vom FSV Sandharlanden deutlich davon. An der ersten von vier Runden befand sich das Duo noch Seite an Seite, dann erhöhte Beck das Drehmoment und war im Ziel um 68 Sekunden voraus. Platz drei belegte Helena Pretzl (TV Burglengenfeld). Gaßner und Bertsch durften sich zumindest jeweils über erste Plätze im Rahmen der Abensberger Stadtmeisterschaften freuen.

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