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Armin Wolfs Läufer radeln mit

Wolfs Laufteam sattelt beim 24-Stunden-Rennen in Kelheim auf Räder um. Tretroller-Fahrerin Regina Philips macht mit. Auch ein MZ-Mitarbeiter tritt an.
Von Martin Rutrecht, MZ

Auf Massagen kann sich der Kelheimer Matthias Baumgartner vom Armin-Wolf-Laufteam – hier geknetet von Andrea Brandhofer beim 100-km-Staffellauf – auch als Teilnehmer am 24-Stunden-Rennen freuen. Foto: mar

Kelheim.Ungeahnte Anziehungskraft sagt man dem 24-Stunden-Rennen von Kelheim nach. Genussradler werden ebenso angelockt wie Spitzenstrampler, Athleten anderer Sportarten wie Fußball, Schwimmen oder Biathlon verlassen ihr Metier und satteln auf den Drahtesel um. Zur Auflage 2014 am Wochenende hat der „Virus“ nun ein prominentes Laufteam befallen. Ebenso ist eine Tretroller-Fahrerin in den Bannstrahl des Race24 geraten. Und selbst ein junger Mann aus der schreibenden MZ-Zunft kurbelt mit.

Fast einer kleinen Revolte glich die Forderung aus der Crew von Armin Wolfs Laufteam: „Wir wollen nicht nur laufen – wir wollen auch Radfahren“, unterbreiteten die Sportler dem Moderator und Teamchef. „Mit diesem Wunsch sind sie bei mir auf offene Ohren gestoßen.“ Und wenn schon Radfahren, dann beim 24-Stunden-Rennen, wo Wolf seit 16 Jahren als Moderator dabei ist. Nun rückt die Laufmeute mit zwei Equipen an.

Die Truppe von Armin Wolf ist bekannt für ihre caritativen Einsätze, die bislang knapp 22 000 Euro (!) für verschiedenste Einrichtungen in der Region erbrachten. So unterstützen die Wölfe jedes Jahr fleißig den 100-km-Staffellauf von run & bike. „Immer wenn wir als Team antreten, spenden wir Geld“, so der Reporter. Beim Race24 haben die Gäste heuer 1000 Euro für den guten Zweck des Rennens dabei. Wer bedacht wird, entscheidet Veranstalter RSC Kelheim.

Einzelsieger von 2008 springt ein

Die zwei Wolf-Auswahlen können unter anderem auf den Luxus von zwei Masseuren zurückgreifen. Ein Herren- und ein Mixed-Team werden am Samstag um 14 Uhr auf die 16,375-km-Schleife über den Befreiungshalle-Berg gehen. Unter den Startern sind hochkarätige Athleten. So hat Bernhard Steinberger aus Cham kurzfristig zugesagt – er gewann 2008 als Einzelfahrer das 24-Stunden-Rennen. Dem Extremradsportler ist das Strampelterrain als Ultraradmarathon-Weltmeister seiner Altersklasse wahrlich nicht fremd. Eigentlich hatte er andere Pläne fürs Wochenende. Aber als Armin Wolf (an)rief, „habe ich sofort zugesagt, weil ich die Idee toll finde“. Fast entschuldigend ergänzt Wolf: „Er ist der einzige Externe.“

Andere Mitstreiter sind auch nicht ohne. Mit Sebastian Neef steht ein ostbayerischer Profi-Triathlet im Herrenteam. Zum Einstimmen holte er sich jüngst einen vierten Platz bei einem 70.3-Triathlon (halber Ironman) in Norwegen. Kelheimer Lokalmatador ist Matthias Baumgartner, ebenfalls Triathlet, der auch den Teamkapitän gibt. „Von unseren zehn Startern haben erst vier beim 24-Stunden-Rennen mitgemacht“, verweist Wolf auf die Feuertaufe. „Aber alle sind die Strecke schon abgefahren und freuen sich auf die unglaubliche Stimmung.“ Die Betreuung übernimmt die Ehefrau des Moderators. Eines war dem Sportchef im Funkhaus Regensburg wichtig: „Wir nennen uns AW-Team. Ich muss nicht als Sprecher meinen eigenen Namen rufen, wenn unsere Fahrer ins Wechselzelt einbiegen.“

Live-Bericht aus Fahrerperspektive

Premiere beim Race24 feiert auch eine eine andere interessante Athletin: die Tretroller-Fahrerin Regina Philips aus Abensberg. „Footbike“ nennt sich ihre Sportart, in der sie mehrfache Deutsche Meisterin sowie EM-Medaillen-Gewinnerin ist. Früher war Philips eine herausragende Judo-Dame, die Olympia-Bronze gewann, als der Mattenkampf allerdings noch Demonstrations-Wettbewerb war (1988 in Seoul). Die Babonin (53) wird am Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr auf die Piste gehen und mit ihrem Footbike Runden drehen. So viel sei versprochen: Viele Zuschauer werden staunen, welches Tempo diese Tretroller drauf haben. Für Philips wird der Col de Stausacker eine Herausforderung.

Dieser Aufgabe stellt sich auch ein freier Mitarbeiter der MZ Kelheim. Alexander Wochinger (25) aus Saal, für unser Blatt oft im Fußballgeschehen auf dem Platz, gehört dem Team „Fibres Zellwolle-Express“ an. Unser Mann an der Nabe ist gestählt, trainiert im Winter beim Laufen oder auf der Rolle und fährt mit seinen Kollegen in den Wochen vor den Rennen an die 250 Kilometer. Da war es ein Leichtes, grünes Licht zu geben, als er sagte: „Ich will nicht nur schreiben – ich will auch Radfahren.“ Beim Rennen wird der MZ-Mitarbeiter übrigens live aus Fahrerperspektive berichten:

www.mittelbayerische.de/race24

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