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ATP-Tennisprofi schlägt gegen Kelheimer Spieler auf

Marc Sieber, die Nummer 415 der Welt, tritt in Abensberg in einem Schaukampf gegen den Bayernliga-Akteur Christian Lichtenegger an.

Marc Sieber ist als Tennisprofi auf Tour und gastiert am Freitag in Abensberg. Foto: privat

abensberg. Momentan schlägt er bei der „Franken Challenge“ auf, einem mit 50000 US-Dollar dotierten Turnier. Den Franzosen Vincent Millot, Nummer 285 der Welt, hat Marc Sieber bereits rausgeworfen. Am Montag fertigte er den im ATP-Ranking an 189 gereihten Denis Gremelmayr mit 6:4 und 6:1 ab. Auch wenn Stefan Schell, Vorsitzender des TC Abensberg, dem Straubinger Tennisprofi Sieber Erfolge gönnt, so sollte der 24-Jährige in Fürth vielleicht nicht in diesem Stil weitermachen. Denn am Freitagabend ist Sieber für einen Schaukampf in Abensberg gebucht. Er tritt gegen den Kelheimer Christian Lichtenegger (25) an, der beim TC Rot-Blau Regensburg in der Bayernliga spielt.

Die Tennis-Einlage in der Babonenstadt hat mittlerweile Tradition. Der Vergleich leitet die alljährliche TC-Party ein. Und Jahr für Jahr holen die Macher prominente Cracks. Heuer ist ihnen ein Coup gelungen: Mit Marc Sieber kommt erstmals ein deutscher Top 30-Spieler und die aktuelle Nummer 415 in der Weltrangliste der Association of Tennis Professionals (ATP). Sein Gegner Lichtenegger stellte den Kontakt zum Berufstennisspieler her. Der Kelheimer macht zum dritten Mal beim Abensberger Schaukampf mit.

Siege bei 10000-Dollar-Turnieren

„Vor vielen Zuschauern spielen auch diese Leute eher selten. Das ist mit ein Grund, warum sie unentgeltlich bei uns auftreten. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, und wir sind stolz, so einen Hochkaräter in der Region präsentieren zu können“, sagt TC-Vorsitzender Schell. Sieber ist seit 2007 als Profi auf Tour. Seine beste Saison erlebte er bislang im Vorjahr, als er die mit 10 000 US-Dollar dotierten Turniere in Porec, Trier und Kenn gewann. Der größte Erfolg datiert aus dem Jahr davor: 2010 siegte der 24-Jährige bei den PCA Open in Manila. Zu den Philippinen hat er eine besondere Beziehung: Seine Mutter stammt von dieser Inselgruppe.

Sieber selbst ist ein waschechter Niederbayer und wurde beim TC Rot-Weiß Straubing groß. In der Jugend war er dreimal Deutscher Einzel- und zweimal Doppel-Meister. Für TC-Boss Schell passt der Linkshänder auch optisch ideal zur Abensberger Tennisparty: „Wir haben heuer das Motto Griechenland. Und Marc hat durchaus eine Ähnlichkeit mit dem jungen Anthony Quinn, der den bekanntesten Filmgriechen, Alexis Sorbas, gespielt hat.“

Kreisstädter spielt starke Saison

Der Kelheimer Lichtenegger will den großen Griechen auf alle Fälle fordern. Die Nummer 87 der deutschen Rangliste spielt eine bärenstarke Bayernliga-Saison und hat noch keine Partie verloren. Es ist also angerichtet für ein interessantes Match. Nun müsste Sieber nur noch rechtzeitig die „Franken Challenge“ verlassen – obwohl man’s ihm nicht wünschen will. (mar)

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