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ATSV Kelheim bricht den Fluch im Derby

Nach neun sieglosen Spielen schlägt Kelheim den TSV Langquaid im Flutlicht mit 5:1. Abensberg empfängt den Tabellendritten.
Von Martin Rutrecht und Alexander Roloff

Der ATSV Kelheim (in grün) hatte im Kelheimer Flutlicht den besseren Durchblick als der TSV Langquaid (blau). Fotos: Rutrecht
Der ATSV Kelheim (in grün) hatte im Kelheimer Flutlicht den besseren Durchblick als der TSV Langquaid (blau). Fotos: Rutrecht

Kelheim.Nach neun Partien ohne Sieg, in denen sieben Niederlagen quittiert wurden, überwand der ATSV Kelheim am Freitagabend seine Negativserie in der Fußball-Bezirksliga West ausgerechnet in einem Derby. Die Kreisstädter besiegten den TSV Langquaid zu Hause mit 5:1 (2:1). Der TSV Abensberg läuft am Sonntag zu einem Heimspiel auf.

„Das ist fast unbeschreiblich – nach drei Monaten endlich wieder ein Sieg.“

Sebastian Böhm

ATSV-Co-Trainer Sebastian Böhm war beglückt: „Es ist fast unbeschreiblich, nach fast drei Monaten ohne Sieg endlich wieder ein Dreier. Wir haben heute die Chancen reingemacht, die wir in den letzten Wochen oft ausließen.“ Von einem „verdienten Erfolg“ sprach nicht nur er – sondern auch TSV-Sprecher Dietmar Listl, der schonungslos bilanzierte: „Das war blamabel von uns, wir haben alles vermissen lassen. Der ATSV war bissig, laufstark, zweikampffreudig.“

Frühe Führung hemmt Laabertaler

Mit dem Anpfiff stürmte Kelheim aufs Gästetor und hatte nach Torwartfehler gleich eine Möglichkeit. Die Führung gebührte aber Langquaid: Über Alexander Röhrl, der Benjamin Huber bediente, ging es zügig nach vorne. Huber legte ins Zentrum ab, wo Martin Kokrda (6.) völlig allein gelassen einschieben konnte.

Der ATSV Kelheim schwörte sich auf den Sieg ein.
Der ATSV Kelheim schwörte sich auf den Sieg ein.

Den ATSV-Trainern schwante Übles, doch TSV-Sprecher Listl mahnte: „Ein früher Treffer macht manchmal nachlässig.“ Genau das passierte. Die Laabertaler verwalteten, Kelheim kämpfte sich mit viel Laufbereitschaft ins Spiel. Jonas Ziegler (12.) zog knapp vorbei, die nächste Situation brachte den verdienten Ausgleich. Die Hausherren setzten nach einem Freistoß nach, der Ball landete bei Dominik Schandri (29.) und der verwertete platziert ins lange Eck.

Elfmeter bringt die Wende

Noch besser kam’s für den ATSV drei Minuten vor der Pause. Jonas Haas drehte sich mit einer starken Einzelaktion um seinen Gegenspieler, vernaschte im Strafraum den TSV-Keeper Fabian Fuchs und war nur durch ein Foul am Torschuss zu hindern: Elfmeter. Schandri (42.) setzte den Strafstoß eiskalt in den Kasten.

Aus dieser Situation heraus erzwang Jonas Haas (l.) mit einer starken Aktion den Elfmeter.
Aus dieser Situation heraus erzwang Jonas Haas (l.) mit einer starken Aktion den Elfmeter.

Langquaid blieb auch nach Wiederanpfiff vieles schuldig. Die vom verletzten TSV-Kicker Patrick Slodarz beschriebene „Qualität in der Mannschaft“ war nicht zu erkennen. Die weiterhin lauffreudige Heimelf nutzte das statische Spiel der Gäste in der 65. Minute zum 3:1. Julian Schmidt setzte nach einem geblockten Schuss erfolgreich nach. In der Folge hätte Schandri noch zwei weitere Male erhöhen können. Die Deklassierung der Langquaider machten schließlich Marcus Slonek (82.) und der eingewechselte Erdi Yasasin (90.) perfekt.

Endlich befreit

  • Tief:

    Der ATSV konnte vor dem Freitagabendspiel seit dem 15. August keinen Dreier mehr für sich verbuchen. Die folgenden neun Spiele brachten sieben Niederlagen und zwei Remis.

  • Vorbild:

    Vielleicht können die Kelheimer nun an ihren guten Saisonstart anknüpfen. Die junge Truppe von Trainer Tobias Schlauderer verzeichnete in den ersten sechs Partie vier Siege.

Der dritte Bezirksligist aus dem Kelheimer Landkreis ist am Sonntag im Einsatz: Um 14 Uhr gibt der Tabellendritte SSV Eggenfelden seine Visitenkarte beim TSV Abensberg ab. Die Babonen bekommen es mit dem aktuell „heißesten Eisen“ der Liga zu tun. Eggenfelden holte 15 Zähler aus den letzten fünf Partien und kassierte vier Mal in Folge keinen Gegentreffer. Zu den herausragenden Kräften in der Offensive des SSV zählen Torjäger Daniel Ungur (11 Treffer) und Daniel Muteba (4 Treffer, 9 Vorlagen). Im Hinspiel sicherten sich die Abensberger in letzter Minute einen Punktgewinn (2:2).

TSV Abensberg geht am Stock

Während sich Eggenfelden Zug um Zug in die Spitzengruppe arbeitete, steht für den Tabellenneunten Abensberg weiterhin der Kampf um den Klassenerhalt im Fokus. „Mittlerweile rufen die Gäste einen Großteil ihres Potenzials ab und stehen zurecht so weit vorne“, würdigt TSV-Coach Andrè Kleinknecht die Leistungen der Gäste. „Wir haben mit dem Klassenerhalt andere Ziele, wollen aber einen positiven Start in die Rückrunde hinlegen.“

Die Babonen sind geschwächt, müssen ohne Jonas Kuffer, Shkelzen Syla, Daniel Nutz, Samuel Lahky, Matthias Blomberger, Vincent Limpens und Max Zott (alle verletzt) und Johannes Stöckl (Urlaub) überraschen.

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