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Hallenspektakel

ATSV Kelheim lädt zum Budenzauber

Die Vorrunde vom Kelheimer Hallenturnier bietet feurige Derbys. Lukas Schinn kehrt an alte Wirkungsstätte zurück.
Von Wolfgang Wutzer

Kay Baitz (blaues Trikot) läuft jetzt für den FC Mindelstetten auf. Roloff
Kay Baitz (blaues Trikot) läuft jetzt für den FC Mindelstetten auf. Roloff

Kelheim.Auch in diesem Jahr bittet der Gastgeber ATSV Kelheim Teams und Zuschauer zu einer neuen Auflage des Herren-Hallenturniers in der Dreifachturnhalle. Bei nahezu ausverkauftem Haus und hitziger Atmosphäre sind besonders in der Vorrunde Überraschungen möglich, wenn Turnierfavoriten stolpern. Wie schnell dies gehen kann, erfuhren die Bezirksligisten TSV Abensberg und ATSV Kelheim in den beiden Jahren zuvor.

Der ATSV startet bereits am Samstag wie gewohnt mit zwei Teams ins Turnier. In der Gruppe eins stehen sich Titelverteidiger ATSV Kelheim I, FC Kelheim, SC Kelheim und der letztjährige Endrundenteilnehmer SG Painten gegenüber.

In der Kelheimer Dreifachhalle herrscht traditionell eine prickelnde Atmosphäre. Foto: Kahler
In der Kelheimer Dreifachhalle herrscht traditionell eine prickelnde Atmosphäre. Foto: Kahler

Thomas Wutzlhofer, Abteilungsleiter des ATSV Kelheim gibt die Marschroute vor: „Für Team I muss das Minimalziel das Weiterkommen in der Gruppenphase sein; Das Erreichen des Halbfinals wäre wünschenswert“, mahnt aber gleichzeitig: „Der FC Kelheim ist schwer einzuschätzen und könnte zum Stolperstein werden. Der Spielertrainer der SG Painten, Thomas Nierer, schlägt in die gleiche Kerbe: „Unser erstes Spiel gegen den FC Kelheim wird entscheidend. Wir wissen um deren starke Hallenspieler. Trotz der Gruppe mit Favorit ATSV und dem FC Kelheim „sind wir motiviert und wollen wie letztes Jahr die Endrunde erreichen,“ führt Thomas Nierer aus. Der SC Kelheim kann als Außenseiter der Gruppe überraschen.

Das Spiel mit der Bande kommt beim ATSV-Turnier besonders gut an. Foto: Kahler
Das Spiel mit der Bande kommt beim ATSV-Turnier besonders gut an. Foto: Kahler

Auch die Gruppe zwei verspricht mit dem Vorjahresfinalist SV Lengfeld, den Rivalen SV Saal und SV Kelheimwinzer und der Zweitvertretung des ATSV Kelheim einiges an Spannung. Von etwa „der schwierigsten Gruppe“ spricht Lengfelds Spielertrainer Stefan Galli, der die Erwartungshaltung zur Finalteilnahme des Vorjahres etwas bremst: „Erreichen wir in die Zwischenrunde, dann bin ich zufrieden.“

ATSV II mit junger Truppe

Sebastian Böhm, Coach des ATSV II, möchte sich bestmöglich mit seinem Team präsentieren und verrät: „Wir spielen mit einer sehr jungen Mannschaft, die zur Hälfte aus A-Jugendspielern besteht.“ Roland Nothhaft, Trainer von Gruppengegner SV Saal, sieht eine „ausgeglichene Gruppe, in der alles möglich ist“ und gibt als Ziel das Erreichen der Zwischenrunde vor. „Ich wünsche mir ein tolles Turnier mit vielen Emotionen“, fügt Nothhaft eben auch den regionalen Charakter des Turniers an.

Ich wünsche mir ein tolles Turnier mit vielen Emotionen.

Roland Nothhaft

Beim SV Kelheimwinzer, der sicherlich als Mitfavorit der Gruppe B gilt, hat man laut der Aussage von Pressewart Lukas Sendtner die Qual der Wahl bei der Nominierung des Kaders: „Wir haben regelmäßig in der Kelheimwinzerer Halle mit jeweils knapp 20 Spielern trainiert und wollen den Zuschauern einen schönen Hallenkick zeigen. Am Ende entscheidet die Tagesform.“

Den zweiten Vorrundentag eröffnet der TSV Neustadt aus der Gruppe drei mit der Partie gegen die SpVgg Weltenburg. Für den Neustädter Abteilungsleiter Daniel Neubaur ist es zunächst wichtig, „eine schlagkräftige Truppe zu stellen“. In einer Gruppe mit den Hallenspezialisten vom SV Ihrlerstein, den zuletzt stark aufspielenden Kickern von der SpVgg Weltenburg und dem FC Mindelstetten wolle man „so erfolgreich wie möglich abschneiden.“

Prickelnde Stimmung und tolle Aktionen

  • Atmosphäre:

    Vollbesetzte Ränge zeichnen das ATSV-Hallenturnier mit traditionell vielen Derbys aus.

  • Topspieler:

    Im Vorjahr wurden Fabian Gruner (ATSV Kelheim) und Stefan Schmid (TV Riedenburg) gewählt.

  • Bandenkick:

    Spieler und Zuschauer freuen sich über die Organisation des Turniers mit dem Kick über Bande.

  • Spannungsbogen:

    Im Vorjahr holte sich Gastgeber ATSV Kelheim im Neunmeterschießen gegen SV Lengfeld den Titel.

Die SpVgg Weltenburg möchte den Schwung der Futsal-Hallenkreismeisterschaft mitnehmen und den vermeintlichen Favoriten der Gruppe ein Bein stellen. „Mit ein bisschen Glück schaffen wir es an einem guten Tag in solch einer schweren Gruppe in die nächste Runde“, gibt Abteilungsleiter Maximilian Gratzer zu Protokoll. Der SV Ihrlerstein, der neben dem Budenzauber in Kelheim auch die Endrunde der Futsal-Kreismeisterschaft zu bewältigen hat, weiß in Person von Abteilungsleiter Ralf Graßl um seine Stärken. „Wie jedes Jahr wollen wir so weit wie möglich kommen und treten auch deshalb in Bestbesetzung an. Mit dem TSV Neustadt ist immer zu rechnen, aber auch die SpVgg Weltenburg macht es uns nicht leicht. Außerdem gibt der FC Mindelstetten sein Debüt beim Kelheimer Hallenturnier.

Abensberg ist heiß auf Revanche

Die Gruppe vier hat es mit dem TV Riedenburg, Bezirksligist TSV Abensberg, den Sportfreunden Essing und dem TSV Offenstetten ebenfalls in sich. „Unser Ziel ist die Endrunde“, gibt sich Riedenburgs Abteilungsleiter Florian Schöberl selbstbewusst. „Einige Leistungsträger fehlen uns am ersten Tag leider verletzungsbedingt.“

Der TSV Abensberg, im letzten Jahr krachend in der Vorrunde gescheitert, will Wiedergutmachung betreiben. „Wir stellen ein wettkampftaugliches Team, um in der herausfordernden Gruppe zu bestehen und einen positiven Eindruck zu hinterlassen“, lässt Abensberg Trainer André Kleinknecht verlauten.

Lukas Schinn holte sich 2014 die Torjägerkrone. Foto: Reichmann
Lukas Schinn holte sich 2014 die Torjägerkrone. Foto: Reichmann

Der TSV Offenstetten möchte laut Abteilungsleiter Benjamin Stöckl „die Favoriten aus Abensberg und Riedenburg ärgern“. Neu-Trainer Alfons Sedlmayer soll die Mannschaft gleich auf Wettkampfniveau testen.

Ex-ATSV Kicker Lukas Schinn kann mit den Spfr. Essing zur Stolperfalle werden. „Wir wollen uns ordentlich präsentieren und können vielleicht überraschen“, sagt Schinn.

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