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Teamgeist

ATSV-Ringer feiern umkämpften Heimsieg

Schlusslicht SC 04 Nürnberg bildete die erwartet schwere Hürde, tags zuvor war der Tabellenführer eine Nummer zu groß.
Von Alexander Roloff

ATSV-Ringer Ebrahim Salmeh (rot) begeisterte das Heimpublikum mit seinem Fight gegen Michael Welz (blau). Foto: Alfred Huber
ATSV-Ringer Ebrahim Salmeh (rot) begeisterte das Heimpublikum mit seinem Fight gegen Michael Welz (blau). Foto: Alfred Huber

Kelheim.Die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim kämpften sich mit dem doppelten Einsatz am verlängerten Wochenende in die Rückrunde. Der zu erwartenden Niederlage bei Spitzenreiter SV Johannis Nürnberg (10:23) ließen die Schützlinge von Trainer Helmut Wild den erhofften Heimtriumph über den Tabellenletzten SC 04 Nürnberg (18:14) folgen.

Angesichts der unterschiedlichen Herausforderungen taktierten die Kelheimer. Gegen den Ligaprimus wurden am Freitagabend Johannes Mayer, Johannes Mayerhofer, Felix Henneberger und Markos Theodoridis geschont. Dietmar Malkin, Keith-Martin Roland sowie Joshua David Roland sprangen in die Bresche. Die kalkulierte Abfuhr war nicht zu verhindern. Der Plan ging aber tags darauf mit dem 18:14 gegen Schlusslicht SC 04 Nürnberg auf.

„Mit dem Sieg gegen SC 04 Nürnberg hat die erste Mannschaft ihre Pflicht erfüllt.“

Stephan Hacker

„Mit diesem Sieg hat die erste Mannschaft ihre Pflicht erfüllt“, bilanziert Stephan Hacker, Pressewart der ATSV-Ringer. Gegen Tabellenführer Johannis Nürnberg sei nichts zu holen gewesen. Beim Auswärtsfight punkteten Csongor Knipli (gr.-röm., 66 kg) und Malkin (Freistil, 71 kg) jeweils vierfach, Mike Fischer (gr.-röm., 80 kg) schnappte zwei Zähler für Kelheim.

Der Heimkampf gegen SC 04 Nürnberg musste ebenfalls ohne Mayerhöfer und den erkrankten Mayer stattfinden. Vor 250 Zuschauern lieferten sich beide Seiten unter Kampfrichter Bernhard Sedlmeier (Hallbergmoos) eine spannenden Auseinandersetzung. „Es war eine riesen Stimmung in der Halle, da müssen wir uns auch gegenüber den Bundesligamannschaften nicht verstecken“, lobt Hacker die Unterstützung der Fans. Leichtfertige Punktverluste durften sich die Kelheimer nicht erlauben, da vier Zähler kampflos (gr.-röm., 57 kg) an die Nürnberger gingen.

Ebrahim Salmeh läutet die Wende ein

Daniel Ritter (Freistil: 130 kg) führte gegen Balazs Czimre, verletzte sich aber durch einen verbotenen Griff des Gegners am Knie. Ritter hielt bis zum 8:8 dagegen, landete aber nach einem Konter von Czimre auf der Schulter. Beim Zwischenstand von 0:8 griff Ebrahim Salmeh (Freistil, 61 kg) gegen Michael Welz an. Nach anfänglicher Führung rannte Salmeh ab der Pause dem 5:8-Rückstand hinterher.

Auf die Leistung von Felix Henneberger (rot) konnten sich die Kelheimer im entscheidenden Duell verlassen. Foto: Alfred Huber/Archiv
Auf die Leistung von Felix Henneberger (rot) konnten sich die Kelheimer im entscheidenden Duell verlassen. Foto: Alfred Huber/Archiv

Kurz vor Schluss glich Salmeh aus. Der passive Welz kassierte anschließend einen Strafpunkt und Salmeh brachte den wichtigen ersten Teamzähler für die Kelheimer aufs Tableau. Martin Wittmann (gr.-röm., 98 kg) führte die Aufholjagd gegen Lawrence Muoh fort. Der Kelheimer Neuzugang legte mit dem 12:0-Erfolg drei Teamzähler nach.

Anschließend wurde Csongor Knipli (gr.-röm., 66 kg) seiner Favoritenrolle gegen Jonas Edel eindrucksvoll gerecht. Nach 76 Sekunden war der technisch überlegene Punktsieg perfekt. Beim Zwischenstand von 8:8 waren die Kampfkünste des reaktivierten Keith-Martin Roland (Freistil, 86 kg) gegen Rashidkan Khizirev gefragt. Nach mehreren Jahren Ringerpause brachte Roland seine Qualitäten gegen den bisher unbesiegten Khizirev auf die Matte.

Routinier Peter Moll (rot) sorgte im Vorkampf des ATSV Kelheim II gegen TSV Zirndorf mit seinem Sieg gegen Thilo Selbitschka (blau) für Stimmung. Der Teamvergleich ging aber deutlich mit 4:48 verloren. Foto: Alfred Huber
Routinier Peter Moll (rot) sorgte im Vorkampf des ATSV Kelheim II gegen TSV Zirndorf mit seinem Sieg gegen Thilo Selbitschka (blau) für Stimmung. Der Teamvergleich ging aber deutlich mit 4:48 verloren. Foto: Alfred Huber

Mit 3:16 hielt er die Niederlage in Grenzen und überließ den Gästen lediglich drei Teamzähler. Weil Markos Theodoridis (Freistil, 71 kg) anschließend kampflos punktete, führte Kelheim mit 12:11 erstmals. Mike Fischer (gr.-röm., 80 kg) baute den Vorsprung gegen Ahoora Cheraghashar auf 14:11 aus. Fischer gab den Takt vor und siegte verdient.

Felix Henneberger macht den Sieg perfekt

Felix Henneberger (gr.-röm., 75 kg) tütete den Heimerfolg mit einer Vier gegen Andrej Kaltschew ein. Bei 18:11 konnte Joshua-David Roland (Freistil, 75 kg) befreit gegen Andre Bordin auftreten. Roland begrenzte die Niederlage auf drei Mannschaftspunkte für die Nürnberger.

Gruppenliga Nord-Ost

  • Spitzenduell:

    ATSV Kelheim II räumte mit der 4:48-Niederlage gegen Verfolger TSV Zirndorf den ersten Platz. Der Heimkampf war geprägt durch die Doppelbelastung der ersten Mannschaft in der Oberliga Bayern Nord. Der nächste Einsatz steht am 16. November bei WKG Bindlach/Bayreuth an.

  • Routine:

    Peter Moll holte gegen Zirndorf die vier Kelheimer Mannschaftspunkte. Moll erlente das Ringerhandwerk in Bad Reichenhall und und stellt sich als Neu-Kelheimer nach 20-jähriger Pause zur Verfügung. Der 14-jährige Dario Kleinschmager gab sein Debüt in der Herrenmannschaft.

Mit dem 18:14-Heimsieg verteidigte Kelheim Platz vier in der Oberliga Nord. Verfolger RSV Schonungen rangiert in Schlagdistanz. Das nächste Wochenende könnte eine Vorentscheidung im Ringen um den vierten Rang bringen. „Der Kampf beim Tabellenfünften steht an. Das wird ein heißes Eisen“, blickt Hacker voraus. Beide Teams sind aus Hackers Sicht in den mittelschweren Gewichtsklassen (66 bis 86 kg) ähnlich stark besetzt. Die Hinrunde ging mit 17:15 knapp an Kelheim.

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