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Abschluss

ATSV-Ringer halten dagegen

Ligaprimus AC Lichtenfels ist eine Nummer zu groß für die Kelheimer. Der ATSV-Wunschzettel ist aber bereits abgehakt.
Von Alexander Roloff

Korbinian Knauf (in rot) belohnte sich für seinen mannschaftsdienlichen Einsatz mit einem Sieg im Schwergewicht. Foto/Archiv: Alfred Huber
Korbinian Knauf (in rot) belohnte sich für seinen mannschaftsdienlichen Einsatz mit einem Sieg im Schwergewicht. Foto/Archiv: Alfred Huber

Kelheim.Mit einem guten Gefühl konnten sich die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim ihrer letzten Herausforderung der Saison beim AC Lichtenfels stellen: Bereits vor zwei Kampftagen hatten die Aufsteiger ihr mit Klassenerhalt gestecktes Ziel erreicht. Entsprechend befreit durfte daher die Herkulesaufgabe beim verlustpunktfreien Spitzenreiter in Angriff genommen werden. Die Kelheimer leisteten heftigen Widerstand, mussten sich aber letztlich mit 14:24 beugen und schlossen die Oberliga-Kampfzeit in der Gruppe Nord auf Rang sechs ab.

Für ATSV-Abteilungsleiter Stephan Niklas war das Ergebnis kein Grund zum Verstecken: „Wir sind trotz der Niederlage nicht enttäuscht, denn wir haben als Aufsteiger eine tolle Saison gekämpft und uns auch am letzten Kampftag teuer verkauft.“ Meister AC Lichtenfels setzte alles daran, seine bis zur finalen Runde weiße Kampfweste in unbefleckter Form zu behalten und trat vor heimischer Kulisse in starker Besetzung an. „Der Vergleich mit dem unangefochtenen Spitzenreiter war natürlich ein weiteres Highlight für uns“, betonte Stephan Hacker, Pressewart der ATSV-Ringerabteilung, die Bedeutung des abschließenden Kampfes für Kelheim.

„‚Lichtenfels wollte sich gegen uns zu Hause nicht die Blöße geben und stellte uns nochmals ihre stärkste Mannschaft entgegen.“

Knaufs Teamspirit wird belohnt

Zum Auftakt hatte Ben Böswald (gr.-röm., 57 kg) einen schweren Stand gegen Joszef Andrasi. Der WM-Teilnehmer bewies mit spektakulären Techniken, dass er in Ungarn zurecht zur ersten Ringer-Riege zählt. Noch in der ersten Kampfhälfte siegte Andrasi aufgrund von technischer Überlegenheit.

Korbinian Knauf (Freistil, 130 kg) verkürzte für Kelheim gegen Tobias Wagner auf 3:4. Beide Kämpfer traten als Ersatz im Schwergewicht an. Knauf punktete mit beherzten Beinangriffen und zog über eine 8:2 Pausenführung zum 16:6-Punktsieg.

„Mich freut dieser Sieg für Korbi besonders“, erklärt Abteilungsleiter Niklas. Knauf, der sich immer wieder mannschaftsdienlich zur Verfügung stellte, habe sich letztlich selbst für seinen Einsatz belohnt. Bence Juhasz (Freistil, 61kg) zündete gegen Marion Petrov ein Feuerwerk an Techniken. Der ehemalige Lichtenfelser begeisterte und erntete vier verdiente Punkte zur 7:4-Führung für den ATSV.

Lehrgeld musste Johannes Mayer (gr.-röm., 98 kg) gegen den amtierenden deutschen Meister im klassischen Stil bezahlen. Hannes Wagner ließ dem Freistil-Spezialisten Mayer keine Chance und brachte Lichtenfels mit 8:7 in Front.

Blick auf die Tabelle

  • Oberliga Nord:

    Mit Platz acht hat sich Aufsteiger ATSV Kelheim den Wunsch Klassenerhalt erfüllt. Nach 14 Saisonkämpfen stehen drei Siege, zwei Remis und neun Niederlagen (8:20 Punkte) zu Buche.

  • Lokalrivale:

    Mitaufsteiger AC Regensburg belegt mit 2:26 Zählern den letzten Tabellenplatz und damit den einzigen Abstiegsrang. Der AC Lichtenfels marschierte mit 28:0 Punkten zum Titelgewinn.

Vergeblich hoffte Csongor Knipli (gr.-röm., 66 kg) auf Revanche für die knappe Freistil-Niederlage gegen Krum Chuchorov in der Hinrunde. „Die Lichtenfelser hatten ihren Superstar sicherlich in der Hinterhand, wollten ihm jedoch die Niederlage im klassischen Stil gegen Csongor antun“, mutmaßt Hacker. Vier kampflose Mannschaftspunkte bescherten den Kelheimern die 11:8-Pausenführung.

Anschließend landete ATSV-Ringer Andreas Schmidt (Freistil, 71 kg) nach einem wendungsreichen Fight gegen Dominik Sohn auf den Schultern. Lichtenfels führte wieder und baute den Vorsprung fortan konsequent aus.

Mayerhofer dreht den Spieß um

Mike Fischer (gr.-röm., 86 kg) brachte Johannes Lurz an den Rand einer Niederlage, aber der Favorit befreite sich und feierte den 7:3-Punktsieg.

Dietmar Malkin (Freistil, 86 kg) war Achim Thumshirn bereits nach kurzer Kampfzeit unterlegen. Mit 11:18 im Rückstand war die Lager der Kelheimer vor den beiden letzten Kämpfen annähernd aussichtslos.

Felix Henneberger (gr.-röm., 75, kg) musste anschließend die technische Überlegenheit von Rumen Savchev akzeptieren. Abschließend betrieb Johannes Mayerhofer (Freistil, 75 kg) Ergebnisskorrektur. In der umkämpften Gewichtsklasse demonstrierte Mayerhofer gegen Alexander Ender sein Können. Der Fight wurde hart geführt. Nach einem Rückstand trumpfte Mayerhofer auf, prägte den restlichen Kampfverlauf und holte drei Mannschaftspunkte für den ATSV Kelheim.

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