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Kampfsport

ATSV-Ringer kämpfen auf Messers Schneide

Die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim legen am Samstag in Nürnberg los. Aktive und auch die Fans sind heiß auf die Saison.
Von Alexander Roloff

  • Felix Henneberger (rot) nimmt mit dem ATSV Kelheim die neue Saison in Angriff. Foto: Alfred Huber
  • Bence Juhasz (rot) gestaltete seine zwölf Oberliga-Kämpfe für den ATSV Kelheim im Vorjahr siegreich. Foto: Alfred Huber

Kelheim.Für die Ringer beginnt am Samstag die zweite Saison im Abenteuer Ringer-Oberliga Bayern Nord. Die zweithöchste Ringerliga hat, wie auch die Süd-Staffel, ihre Kampfzeit bereits vor einer Woche eröffnet. Da harrten die Kelheimer in der mit sieben Teams bestückten Oberliga Nord noch in den Startblöcken aus und verschafften sich einen Eindruck von der Stärke ihres Auftaktgegners SC 04 Nürnberg.

„Die Franken sind sicherlich ein harter Brocken für uns“, meint Stephan Hacker, Pressewart der ATSV-Ringer, mit Blick auf das für Samstag angesetzte Kräftemessen beim Aufsteiger. „Der SC 04 hat uns zu Landesligazeiten einen Kampf auf Messers Schneide geliefert. Dies wird in dieser Saison vermutlich wieder so sein.“

„Unser Publikum hat einen sehr großen Anteil am Gelingen des Abenteuers Ringer-Oberliga.“

Stephan Hacker

Zum Auftakt mussten sich die Franken dem RSV Schonungen mit 11:14 geschlagen geben. Für die Kelheimer könnte der erste Kampf bereits wegweisenden Charakter haben, denn das Ziel für diese Saison hat Cheftrainer Helmut Wild mit „einem Platz im vorderen Mittelfeld“ definiert. Da sich die Ringeroberliga in dieser Saison aber nur aus sieben Mannschaften, nicht wie im Vorjahr aus acht Teams, zusammensetzt, werde diese Vorgabe nach Hackers Einschätzung „entsprechend schwerer“ zu erreichen sein. Mit Platz vier in der Endabrechnung der Staffel Nord qualifizieren sich die Kelheimer für ein weiteres Jahr in der Oberliga, die zur kommenden Spielzeit eingleisig sein soll.

ATSV-Trainer Helmut Wild und ATSV-Kämpfer Andreas Schmidt bereiten sich auf eine intensive Kampfzeit vor. Ziel ist ein Platz im vorderen Tabellenmittelfeld der Oberliga Bayern Nord. Foto: Kugler
ATSV-Trainer Helmut Wild und ATSV-Kämpfer Andreas Schmidt bereiten sich auf eine intensive Kampfzeit vor. Ziel ist ein Platz im vorderen Tabellenmittelfeld der Oberliga Bayern Nord. Foto: Kugler

Aus Sicht des ATSV-Pressewarts würde eine Regeländerung die Ambitionen der Kelheimer Ringer zusätzlich erschweren: Ausländische Ringer sind bereits nach vier Jahren anstatt bisher sechs Jahren Aufenthalt in Deutschland voll startberechtigt. „Daher dürfen einige finanziell gut aufgestellte Mannschaften sicherlich noch stärker eingeschätzt werden“, meint Hacker. Unabhängig von den Voraussetzungen anderer Vereine freut man sich beim ATSV Kelheim auf eine besondere Saison der Ringer. Der Verein startet nach vielen Jahren erstmals wieder mit zwei Mannschaften in den Wettkampfbetrieb. „Bedingt durch einige nachrückende Athleten und auch durch Neuverpflichtungen ist der Kader so weit ausgebaut, dass auch eine zweite Mannschaft ins Rennen geschickt werden kann“, erklärt Hacker.

Reserve als wichtiger Unterbau

Für Abteilungsleiter Stephan Niklas ist die Entwicklung erfreulich: „Hier zeigt sich unsere gute Nachwuchsarbeit. Außerdem benötigen wir eine zweite Mannschaft, da die Reserveringer nur so die nötige Kampferroutine erhalten, um bei Bedarf fit für einen Einsatz in der ersten Mannschaft zu sein.“ Für ein Oberliga-Team sei eine Reserve „fast schon ein Muss.“ Die zweite Mannschaft eröffnet ihre Saison in der Gruppenliga Nord-Ost am Samstag beim TSV Zirndorf.

„Unser Publikum hat einen sehr großen Anteil am Gelingen des Abenteuers Ringer-Oberliga“, sagt ATSV-Pressewart Stephan Hacker. Der erste Heimkampf in der Turnhalle Kelheimwinzer findet am 21. September gegen RSV Schonungen statt. Foto: Kugler
„Unser Publikum hat einen sehr großen Anteil am Gelingen des Abenteuers Ringer-Oberliga“, sagt ATSV-Pressewart Stephan Hacker. Der erste Heimkampf in der Turnhalle Kelheimwinzer findet am 21. September gegen RSV Schonungen statt. Foto: Kugler

„Alle Ringer sowie unsere Fans sind heiß auf die kommende Saison“, schildert Hacker die positive Grundstimmung im ATSV-Lager. Als klaren Oberliga-Favorit nennt Hacker die zweite Mannschaft der Grizzlys aus Nürnberg. „Die erste Mannschaft vom SV Johannis Nürnberg kämpft in der Bundesliga. Die Nürnberger haben einen extrem starken Kader und können sogar Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer in der zweiten Mannschaft aufstellen.“

Johannes Mayer (blau) holte als U21-Kämpfer im Frühjahr den deutschen Vizemeistertitel bei den Herren. Foto: Alfred Huber
Johannes Mayer (blau) holte als U21-Kämpfer im Frühjahr den deutschen Vizemeistertitel bei den Herren. Foto: Alfred Huber

Die Kelheimer haben sich unter der Regie von Coach Helmut Wild sowie den Kämpfern Johannes Mayerhofer (75 kg), Bence Juhasz (57 kg) und Csongor Knipli (66 kg) auf die Fights gegen die beiden Nürnberger Vereine und den Rest der Liga mit SC Oberölsbach, ASV Hof, RSV Schonungen und TSV Burgebrach vorbereitet. „Bis auf ein kleines Sommertief“ verlief die Vorbereitung laut Hacker sehr gut. Trainiert wurde auch mit Gastringern aus Regensburg. Von Verletzungspech hofft man, wie im Vorjahr, verschont zu bleiben.

Kader ist breit aufgestellt

Neben Mayerhofer, Juhasz und Knipli gehören Ben Böswald, Nico und Darius Kleinschmager (alle 57 kg), Marcos Theodoridis und Dietmar Malkin (beide 71 kg), Andreas Schmidt, Felix Henneberger (beide 75 kg), Mike Fischer, Martin Wittmann (beide jeweils 80 oder 85 kg), Korbinian Knauf und Johannes Mayer Johannes (beide 98 kg) sowie Daniel Ritter (130 kg) an.

Die beiden Neuzugänge Wittmann (Cham-Willmering) und Theodoridis (SC Isar Unterföhring) haben sich laut Hacker bestens integriert. Das Duo nimmt für die regelmäßige Teilnahme am Mannschaftstraining jeweils einstündige Anfahrtszeiten aus Cham und München in Kauf. Die jungen Kämpfer im Kader entwickeln sich aus Hackers Sicht Zug um Zug. „Sie zeigen im Verhältnis zum letzten Jahr klare Fortschritte. Jeder Kampf steigert ihre Erfahrung und ihre Routine“, so Hacker. Mit Darius Kleinschmager steht ein junger Mann zur Verfügung, der erst im Oktober das Alterslimit erreicht.

Mit Teamwork ans Ziel

  • Plan:

    Coach Helmut Wild und Ringer Andreas Schmidt wollen im vorderen Mittelfeld der Oberliga Nord landen.

  • Heimkampf:

    Am 21. September treten die ATSV-Ringer in Kelheimwinzer gegen RSV Schonungen an.

Die ATSV-Ringer zählen bei der Umsetzung ihrer Ziele neben dem Mix aus Erfahrung und Routine auch auf ihre Fans. „Gerade unser Publikum hat einen sehr großen Anteil am Gelingen des Abenteuers Ringeroberliga“, sagt Pressewart Hacker. „Jeder, der letztes Jahr einen Kampf live miterlebt hat, kann das nachvollziehen.“

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