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Triumph

ATSV-Ringer packen den Klassenerhalt

Die Kelheimer Oberliga-Ringer zwingen den RSV Schonungen in die Knie und machen den Ligaverbleib vorzeitig perfekt.
Von Alexander Roloff

Ebrahim Salmeh (in rot) trägt mit seinem Überraschungssieg gegen Alexandru-Vasile Mandica zum Sieg des ATSV Kelheim bei. Foto: Alfred Huber
Ebrahim Salmeh (in rot) trägt mit seinem Überraschungssieg gegen Alexandru-Vasile Mandica zum Sieg des ATSV Kelheim bei. Foto: Alfred Huber

Kelheim.Der ATSV Kelheim bleibt dem zweithöchsten deutschen Ringer-Haus, der Oberliga, erhalten. Die Truppe von Trainer Helmut Wild setzte sich nach zuletzt sieben sieglosen Partien am Stück mit 22:12 gegen den RSV Schonungen durch. Als Belohnung für das Meisterstück in der Oberliga Nord durfte die Ringer-Garde den Klassenerhalt vor heimischer Kulisse in der Sporthalle Kelheimwinzer feiern.

Unterstützt von über 250 Ringerbegeisterten war die Halle voll besetzt. „Die Mannschaft um Trainer Wild war fest entschlossen, den Gegner vom RSV Schonungen 07 zu besiegen und sich den vorzeitigen Klassenerhalt zu sichern“, schildert Stephan Hacker, Pressewart der ATSV-Ringer, die Stimmung im Team. „Unser klares Ziel war der Klassenerhalt. Das haben wir durch den super Einsatz unserer Kämpfer geschafft, aber auch unsere Fans haben einen wichtigen Teil dazu beigetragen“, meint Hacker. Trainer Helmut Wild lobte seine Truppe: „Man muss schon sagen, dass an diesem Abend jeder gut gekämpft hat.“

Der Einstieg wurde den Kelheimern leicht gemacht. Ben Böswald (gr.-röm., 57 kg) erntete vier Mannschaftspunkte kampflos, da Schonungen keinen Kämpfer in dieser Klasse stellte. Der erste Kampf wurde den Zuschauern im Vergleich von Kelheims Daniel Ritter (Freistil, 130 kg) mit Adrian Michel geboten.

Ritter kämpft tadellos

Der ATSV-Recke war seinem Gegenüber körperlich überlegen und ging mit einer Schleuder früh mit zwei Zählern in Führung. Ritter baute seinen Vorsprung im weiteren Verlauf aus, ehe er mit 10:1 drei weitere Teampunkte auf das Konto der Kelheimer packte.

Es folgte der erste Saisonauftritt von Ebrahim Salmeh (Freistil, 61kg), dem zur Premiere der starke Bulgare Alexandru-Vasile Mandica gegenüberstand. Doch Salmeh ließ dem Klassik-Spezialisten Mandica im freien Stil keine Chance. Bei blitzschnellen Beinangriffen war Salmeh die Freude über seine Rückkehr auf die Ringermatte anzusehen. Letztlich feierte er einen 17:2-Punktsieg, der den Vorsprung der Gastgeber auf 11:0 anwachsen ließ.

Johannes Mayer (gr.-röm., 98 kg) heimste gegen Florian Doile drei weitere Mannschaftszähler ein. Mit einer Energieleistung sammelte Mayer bis zur Pause eine 5:0-Führung. Nach dem Wiederanpfiff kam Mayer durch einen Schlüpfer auf den Rücken von Doile und wuchtete mit der nächsten Aktion den Unterfranken per Suplex auf die Matte. Nach Ablauf der Kampfzeit war ein 13:0 für den Kelheimer notiert. Beim Gesamtstand von 14:0 war der Klassenerhalt schon nach vier Kämpfern zum Greifen nahe.

Csongor Knipli (gr.-röm., 66 kg) erhöhte gegen Rudolf Schwanke, der aus der 71-Kilo-Klasse in die leichtere Klasse wechseln wollte, die Gewichtsvorgabe aber nicht erfüllte, auf 18:0. Beide Widersacher boten den Zuschauern dennoch einen Kampf, den Knipli mit 18:0 deutlich für sich entschied. Nach der Pause holten die Schonunger zum Gegenangriff aus. Korbinian Knauf (Freistil, 86 kg) wollte gegen Andreas Hümpfer den Verlust von vier Mannschaftspunkten verhindern, doch Hümpfer war stark und punktete voll.

Mike Fischer tütet den Sieg ein
Andreas Schmidt (Freistil, 71kg) hatte mit Machs Gelaschanov ein hartes Los gezogen, biss sich aber durch und gab nur drei Mannschaftspunkte ab. Beim Zwischenstand von 18:7 war Mike Fischer (gr.-röm., 80 kg) gegen Felix Full für den entscheidenden Schlag zuständig. Fischer beschäftigte seinen Gegner, bis dessen Kräfte nachließen. Dann hebelte er Full aus und schickte den Schonunger vorzeitig von der Matte.

„Mit diesen Kampf hat Mike den Mannschaftserfolg und den Klassenerhalt besiegelt“, so Hacker. Die beiden letzten Kämpfe hatten keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Partie. Felix Henneberger (gr.-röm., 75 kg) gab drei Punkte an Tobias Hofmann ab. Hofmann revanchierte sich mit 13:0 für die Niederlage in der Hinrunde. Auch Johannes Mayerhofer (Freistil, 75 kg) legte sich zum Abschluss gegen Gabriel Gamsat voll ins Zeug. Beide Kämpfer zeigten, dass sie zu den besten ihrer Gewichtsklasse gehören. Gamsat setzte sich mit 5:1 durch.

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Heimkampf mit Party

  • Aufgaben:

    Am Samstag tritt der drittplatzierte TSV Burgebrach in der Sporthalle Kelheimwinzer an. (Kampfbeginn: 19.30 Uhr). Die letzte Herausforderung ist bei Spitzenreiter AC Lichtenfels (8. Dezember) zu bewältigen.

  • Ausklang:

    „Nach dem Burgebrach-Kampf wird in der Halle der Klassenerhalt gefeiert“, Stephan Hacker an. „Wir hoffen, dass zahlreiche Fans mitfeiern.“

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