MyMz

Debakel

ATSV-Ringern geht auswärts der Dampf aus

Kelheimer Oberliga-Team sieht im Verfolgerduell beim Tabellenzweiten kein Land. Fürs Saisonfinale muss Kraft getankt werden.
Von Alexander Roloff

Csongor Knipli (blau) ist ein Punktegrarant für die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim. In Burgerach ging er aber leer aus. Foto: Brüssel/Archiv
Csongor Knipli (blau) ist ein Punktegrarant für die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim. In Burgerach ging er aber leer aus. Foto: Brüssel/Archiv

Kelheim.Die Oberliga-Ringer vom ATSV Kelheim erwischten beim TSV Burgebrach einen rabenschwarzen Tag: Die Gastgeber betonten mit dem deutlichen 25:4-Heimsieg den Unterschied zwischen Platz zwei und drei in der Liga. „Es war damit zu rechnen, dass wir die Punkte in Burgebrach lassen, die Niederlage fiel aber leider ein wenig zu deutlich aus“, berichtet Stephan Hacker, Pressewart vom ATSV Kelheim.

Der Blick ist bereits nach vorne gerichtet: Um Platz drei zu verteidigen sollten die Heimkämpfe gegen den Tabellenvorletzten ASV Hof (23. November) und den viertgereihten SC Oberölsbach (7. Dezember) erfolgreich gestaltet werden.

„Die Saison hat ihren Tribut gefordert.“

Stephan Hacker

„Wir müssen bereits gegen Hof auf der Hut sein. Die Saison hat ihren Tribut gefordert“, so Hacker. Gegen den Tabellenzweiten Burgebrach ging den Kelheimern kaum etwas auf. „Einige Ringer waren gesundheitlich angeschlagen und konnten nicht an ihre starken Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen“, erklärt Hacker. Csongor Knipli, Markos Theodoridis und Johannes Mayer stellten allerdings ihre Klasse unter Beweis. Die ersten vier Mannschaftspunkte (gr.-röm., 57 kg) gingen aber kampflos an die Hausherren.

Johannes Mayer zeigt seine Qulitäten

Anschließend trafen mit Johannes Mayer (Freistil, 130 kg) und Jens Brosowski zwei bisher unbesiegte Kämpfer aufeinander. Mayer beschäftigte den um 30 kg schwereren Gegner im Stand und siegte nach sechsminütiger Kampfzeit knapp. Damit hatten die Kelheimer auf 1:4 verkürzt. Ben Böswald ersetzte den gesundheitlich angeschlagenen Ebrahim Salmeh (Freistil, 61 kg). Gegen den starken Christopher Rippl landete Böswald nach zwei Minuten auf den Schultern. Beim Stand von 8:1 trat Allrounder Martin Wittmann (gr.-röm., 98 kg) gegen Markus Zürl in den Ring. Zürl zog mit drei Zählern davon, doch Wittmann glich mit einer Energieleistung aus. Beim Endstand von 3:3 holte Wittmann aufgrund der letzten Wertung den zweiten Teampunkt für Kelheim.

Gruppenliga Nord-Ost

  • Auswärtssieg:

    Die zweite Mannschaft des ATSV Kelheim behauptete sich mit dem 24:27-Auswärtssieg bei WKG Bindlach/Bayreuth auf Rang eins. Topscorer war Joshua-David Roland mit acht Punkten. Nico Kleinschmager holte vier Zähler.

  • Verstärkung:

    Johannes Mayerhofer und Daniel Ritter aus dem Stammkader der ersten Mannschaft steuerten 13 der 27 Mannschaftspunkte für Kelheim bei. Korbinian Knauf zeichnete sich für zwei Zähler verantwortlich.

Die beiden Ungarn Csongor Knipli (gr.-röm., 66 kg) und Istvan Vancza lieferten sich laut Hacker einen der besten Kämpfe der bisherigen Saison. Der Kelheimer Knipli ging gegen den Dritten der Welt- und Europameisterschaften des Vorjahres in Führung. Gegen das erhöhte Tempo von Vancza agierte Knipli passiv. Ein Strafpunkt und Bodenlage waren die Folge. Der Burgebracher nutzte die Situation zu einem Ausheber und entschied das Kräftemessen mit 3:1 für sich. Die Gastgeber bauten ihre Führung auf 9:2 aus. Auch in den folgenden vier Kämpfen war nichts für die Kelheimer drin. Keith-Martin Roland (Freistil, 86 kg) unterlag Michael Giehl: Der ATSV-Ringer ging gegen Burgebrachs Trainer zweimal in Führung, wurde aber nach einem Beinangriff ausgekontert und von Giehl geschultert.

Markos Theodoridis überzeugt

Mit dem 13:2 hatte Burgebrach die Weichen auf Sieg gestellt. Kelheims Dietmar Malkin (Freistil, 71kg) war den schnellen Beinangriffen von Josef Giehl ausgeliefert. Mike Fischer (gr.-röm., 80 kg) führte gegen Felix Pflauger mit 5:0, ehe dem gesundheitlich angeschlagenen Kelheimer die Körner ausgingen. Pflauger stellte mit technischer Überlegenheit auf 21:2.

ATSV-Ringer Markos Theodoridies (rot) hatte in der Hinrunde gegen den Burgebracher Yunier Castillo Silveira (blau) das Nachsehen. Im Rückkampf fügte Theodoridis seinem Gegner die erste Niederlage seit zwei Jahren zu. Foto: Alfred Huber
ATSV-Ringer Markos Theodoridies (rot) hatte in der Hinrunde gegen den Burgebracher Yunier Castillo Silveira (blau) das Nachsehen. Im Rückkampf fügte Theodoridis seinem Gegner die erste Niederlage seit zwei Jahren zu. Foto: Alfred Huber

Auch Felix Henneberger (gr.-röm., 75 kg) musste nach fünf Minuten die technische Überlegenheit von Dominik Winkler akzeptieren. Bei 25:2 für Burgebrach lieferten sich der griechische Vizemeister Markos Theodoridis (Freistil, 75 kg) und der mehrfache spanische Meister Castillo-Silveira Yunier einen spannenden Fight, den der Kelheimer Theodoridis mit 9:6 gewann. Die beiden Mannschaftspunkte hübschten das Endergebnis mit 25:4 auf.

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht