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ATSV-Torjäger wechselt in vierte Liga

Fabian Neumayer geht zum VfB Eichstätt in die Regionalliga. Der Kontakt erfolgte über Kelheims Coach Tobias Schlauderer.
Von Wolfgang Wutzer

Mit 21 Bezirksliga-Treffern stellte Fabian Neumayer (r.) seinen Torriecher beim ATSV Kelheim unter Beweis. Foto: Roloff
Mit 21 Bezirksliga-Treffern stellte Fabian Neumayer (r.) seinen Torriecher beim ATSV Kelheim unter Beweis. Foto: Roloff

Kelheim. „Es ist ein riesen Schritt, aber auch eine Chance, die ich nutzen muss“, verrät Fabian Neumayer die Absicht seines Wechsels zum VfB Eichstätt. Die Karriere des 21-Jährigen verläuft schnellen Schrittes nach oben. Vor knapp zwei Jahren kickte Neumayer noch in der A-Klasse beim TSV Vohburg. Über die Bezirksligastation beim ATSV Kelheim folgt nun das Abenteuer Regionalliga Bayern. Der Wechsel wurde seitens des ATSV unterstützt.

„Ein junger Spieler braucht die Möglichkeit, sein Potenzial voll ausschöpfen zu können“, betont Tobias Schlauderer, der den ATSV ab der anstehenden Spielzeit coachen wird. Schlauderer verrät, dass er den Wechsel seines Topstürmers forciert hat.

„Ein junger Spieler braucht die Möglichkeit, sein Potenzial voll ausschöpfen zu können.“

Tobias Schlauderer

Torjäger Neumayer bestätigt, dass er „in regem Austausch“ mit Schlauderer gewesen sei. „Wenn ich sehe, dass ein junger Spieler das Zeug für höhere Aufgaben hat, dann bin ich der Letzte, der sich nicht für ihn einsetzt“, stellt Schlauderer klar. Fabian Neumayer selbst verrät, dass ihm der direkte Schritt in die Regionalliga nahegelegt wurde. „Nach den Gesprächen wurde deutlich, dass ich das Angebot aus Bayerns höchster Amateurklasse annehmen soll“, so Neumayer. Die Verbindungen nach Eichstätt erfolgten über Schlauderer, der VfB-Trainer Markus Mattes (43) kennt. Der Trainer lud den Torjäger mehrmals zum Training ein.

Topklubs standen Schlange

Der Stürmer gibt zu Protokoll, dass es an Angeboten aus verschiedensten Richtungen nicht gemangelt hat. „Ich hatte Anfragen von SpVgg Landshut, Fortuna Regensburg oder VfR Neuburg an der Donau, um nur ein paar zu nennen. Auch Vereine aus der Bezirksliga waren an mir interessiert.“ Schlussendlich entschied sich der Menninger (Landkreis Eichstätt) für den amtierenden Vizemeister der Regionalliga Bayern.

Eine steile Karriere

  • Tormaschine:

    Der 21-Jährige hat einen echten Torriecher. In den vergangenen drei Spielzeiten gelangen dem Stürmer 104 Tore und 30 Assists in der A- und B-Klasse sowie in der Bezirksliga.

  • Stationen:

    Der Einstieg in den Herrenbereich erfolgte beim SV Menning in der B-Klasse. Der steile Weg zum VfB Eichstätt in die Regionalliga führte ihn über TSV Vohburg und ATSV Kelheim.

Die Mannschaft von Übungsleiter Markus Mattes spielte lange um den Titel mit, gab sich aber FC Bayern München II geschlagen. Als bestes Amateurteam ausgezeichnet, ist der VfB Eichstätt für den DFB-Pokal qualifiziert. Ein Zuckerl, das in Neumayers Gedanken jetzt schon verankert ist. „Möglicherweise gegen einen Topverein aus der Bundesliga zu spielen ist eine traumhafte Vorstellung. Am liebsten wäre mir aber Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV oder FC St. Pauli“, fügt der Stürmer lächelnd an.

Bei seiner Ausbeute von 21 Bezirksliga-Treffern kamen bereits im Winter Spekulationen auf, ob der Topstürmer beim ATSV über die Saison hinaus zu halten sei. Neumayer hatte laut eigener Aussage bereits zugesagt, aber dann von Eichstätt erfahren. „Es ging auf einmal alles sehr schnell und ich habe mich mit der Abteilungsleitung offen und ehrlich besprochen“, erklärt der 21-Jährige. Er verdeutlicht, dass ihm der Verein keine Steine in den Weg gelegt habe.

Auch dank der Qualitäten von Angreifer Fabian Neumayer schaffte der ATSV Kelheim den Klassenerhalt in der Bezirksliga West. Foto: Kugler
Auch dank der Qualitäten von Angreifer Fabian Neumayer schaffte der ATSV Kelheim den Klassenerhalt in der Bezirksliga West. Foto: Kugler

„Ich möchte mich bei der Abteilungsleitung und vor allem bei Tobi Schlauderer bedanken, dass mir diese Chance ermöglicht wurde“, so Neumayer. Der junge Stürmer, der bei Audi in der Wechselschicht arbeitet, stellt seinen Berufsalltag um. „Mein restlicher Urlaub geht für die Trainings drauf. Ab Herbst bin ich in der Meisterschule, dann ist das etwas entspannter“, verrät Neumayer.

ATSV bündelt die Kräfte

Dass der Abgang den Verantwortlichen leichte Bauchschmerzen bereitet, ist nachvollziehbar. „Natürlich reißt solch ein Transfer eine Lücke und ein Eins-zu-Eins-Ersatz wird schwer“, sagt Tobias Schlauderer. Der 35-Jährige, der das Traineramt von Richard Ott übernimmt, zieht das Positive aus der Situation. „Wir werden die verschiedenen Abgänge auf mehrere Schultern verteilen und haben genug junge Spieler, die sich beweisen können.“

Fabian Neumayer (r.)  gab keinen Ball verloren. Foto: Roloff
Fabian Neumayer (r.) gab keinen Ball verloren. Foto: Roloff

Zudem wurde mit Jonas Haas vom SV Kelheimwinzer der diesjährige Torschützenkönig aus der Kreisklasse Kelheim verpflichtet. Mustafa Lafci und Dominik Berkmüller greifen nach Verletzungen wieder voll an. Schlauderer sieht den Wechsel als „Bestätigung für das gute Umfeld, das der ATSV entwicklungsfähigen Spielern bieten möchte“.

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