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Ausdauer

Auch ohne Regen war der Duathlon knackig

Schlechte Wetterprognose, wenig Anmeldungen: Brandler Veranstalter bangten. Letztendlich blieb es trocken – und spannend.
Von Emily Buchner

Die 24. Auflage des Ihrlersteiner Wald-Cross-Duathlons wurde vom Regen verschont. Ingo Ulmer (Startnummer 402) siegte. Fotos: Buchner
Die 24. Auflage des Ihrlersteiner Wald-Cross-Duathlons wurde vom Regen verschont. Ingo Ulmer (Startnummer 402) siegte. Fotos: Buchner

Ihrlerstein.Selten haben die Veranstalter vor dem Brandler Wald-Cross-Duathlon (BWCD) so um ihren Wettkampf gebangt wie dieses Jahr. Das Wetter wurde für Sonntag als durchwachsen und regnerisch angesagt – und für diesen Lauf mitten durch den Wald über Schotterwege und Trampelpfade wäre das durchaus schlecht.

„Glücklicherweise sind wir mit einem blauen Auge weggekommen“, sagt Josef Schmid, Organisator des BWCD: Der Vormittag blieb trocken und die Läufer freuten sich sogar über „perfektes“ Wetter. „Fürs Laufen ist das heute super. Nicht zu warm, nicht zu kalt, besser kann man sich’s gar nicht wünschen“, meinte Duathlon-Teilnehmerin Kathrin Gabler.

Philippinisches Duo gewinnt bei Damen

Trotzdem schlugen sich die schlechten Wetterprognosen in der Teilnehmerzahl nieder: Im Vergleich zu den letzten Jahren fanden sich dieses Jahr weitaus weniger Männer und Frauen im Startgebiet ein. So wurde nur 55 Teilnehmer registriert, im Vorjahr waren es 83 gewesen.

Die Kinder waren beim Duathlon und beim Bambini-Lauf stark vertreten.
Die Kinder waren beim Duathlon und beim Bambini-Lauf stark vertreten.

Der Spannung tat das keinen Abbruch. So lieferten sich die Erwachsenen bei einem Lauf über 5,2 Kilometer, einer anschließenden Radstrecke von 21 und einem Abschlusslauf von 3,4 Kilometern ein aufregendes Rennen. Die Damen-Siegerin Sharisse Laurente und die zweitplatzierte Sunday Fruth – zwei Schwestern mit philippinischen Wurzeln – ließen mit hervorragenden Zeiten sogar einige Männer hinter sich. Bei den Herren setzte sich Lokalmatador Ingo Ulmer durch und kam bis auf knapp drei Minuten an den Streckenrekord von Profi-Triathlet Sebastian Neef heran.

Kinder retten die Quote

Die Duathlon-light-Version, bei der die Distanzen etwa halbiert sind, hielt ebenfalls die Spannung aufrecht. Beide Versionen konnten als Einzelstarter oder in der Zweierstaffel (männlich, weiblich, mixed) absolviert werden.

Die Kinder hoben dieses Jahr die Quote. „Im Gegensatz zu den anderen Startfeldern, waren bei den Bambini sogar mehr gemeldet als in den letzten Jahren.“ 34 Kinder liefen die kurze Strecke – teilweise allein, teils mit Unterstützung der Eltern – und holten anschließend ihre Medaillen und Sachpreise ab. Auch die Schüler- und Jugend-Duathlons waren gut besetzt.

„Die Strecke ist super, uneben und mit vielen Steigungen.“

Martin Bretl

Egal in welchem Startfeld – viele kamen schon zum wiederholen Mal für den BWCD nach Ihrlerstein. Laut Veranstalter vor allem deshalb, weil der Streckenverlauf und die zu überwindenden Steigungen ein Alleinstellungsmerkmal in der Region seien.

Fast 50 Helfer im Einsatz

Auch neue Teilnehmer stimmten dem zu: „Die Strecke ist super. Sie ist ziemlich abwechslungsreich und wie es sich für einen Cross-Lauf gehört, auch mal uneben und mit vielen Steigungen“, sagte Martin Bretl, der zum ersten Mal mitmachte.

Die Sieger 2019

  • Herren:

    Tages-Gesamtsieger Ingo Ulmer legte eine starke Zeit (1:11:53 Stunde) hin. Zweiter wurde nach großem Kampf Andi Zwerger (1:13:01); beide starteten für run & bike Kelheim. Den dritten Platz belegte Alexander Klimek aus Augsburg (1:15:02).

  • Frauen:

    Sharisse Laurente und Sunday Fruth trauten sich als einzige Damen auf die lange Distanz. Laurente gewann in 1:43:45 und war gute eine Minute schneller als ihre Schwester. Beide Frauen haben philippinische Wurzeln.

Damit auf der langen Distanz durch den Wald auch die Sicherheit gewährleistet ist, waren Helfer des Brandler-Sport-Clubs (BSC), der Freiwilligen Feuerwehr Ihrlerstein und des Bayerischen Roten Kreuz anwesend, die den Weg wiesen oder bei Problemen Hilfe leisteten. 46 Ehrenamtliche waren an dem Tag selbst und im Vorfeld im Einsatz, damit alles rund läuft. „Die Vorbereitung ist immer viel Aufwand, aber wenn dann alles so gut funktioniert, hat sich das gelohnt“, sagte Mitorganisatorin Ella Schmid.

Erlös wird gespendet

Und diese professionelle Organisation schätzen die Teilnehmer. Kathrin Gabler beispielsweise ist aus dieser guten Erfahrung bei ihrer Teilnahme im vorigen Jahr, heuer wieder gekommen.

In den vergangenen Jahren wurde der Erlös des Wettkampfs an Vereine wie der Freiwilligen Feuerwehr oder dem BRK übergeben. Dieses Jahr gehen rund 800 Euro an eine junge Kelheimerin, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Somit war die Veranstaltung am Ende nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern diente darüber hinaus auch noch dem guten Zweck.

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