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Babonen-AH feiert den Titel-Hattrick

Die Alten Herren des TSV Abensberg sichern sich zum fünften mal in sechs Jahren den Bezirksligatitel – trotz Stotterstart.
Von Benjamin Neumaier

Die Alten Herren des TSV Abensberg (weiß) haben ein mehr als erfolgreiches Jahr hinter sich. Foto: Steffl
Die Alten Herren des TSV Abensberg (weiß) haben ein mehr als erfolgreiches Jahr hinter sich. Foto: Steffl

Abensberg.Die Meisterschale bei der kürzlich stattgefundenen Meister- bzw. Weihnachtsfeier in die Höhe zu recken, blieb den Abensberger Alt-Herren-Fußballern verwehrt. „Wir haben heuer leider noch keine bekommen“, sagt Trainer Hans Zirzlmeier. So weit aber kein Problem, denn die Kicker können sich aus dem Fundus bedienen: In den vergangenen sechs Jahren holten die Babonen fünfmal den Titel in der Bezirksliga.

Zu Beginn der Saison wieder als Titelfavorit ins Rennen gegangen, bekamen die Ambitionen der Abensberger Ü32 allerdings zwei herbe Dämpfer. Zwar startete der Serienmeister standesgemäß mit einem 8:0 gegen den ATSV Kelheim, verlor dann allerdings gegen den früheren Titelabonnenten FC Hausen mit 0:1 und kam gegen die bis dahin punktlose SG Offenstetten/Großmuß nicht über ein 1:1 hinaus.

2019 wurde die Abensberger AH zudem 2. Bayerischer Meister:

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Nur FC Bayern war zu stark für Babonen

Die Alten Herren des TSV Abensberg werden Bayerischer Vizemeister – und sind dennoch nicht ganz zufrieden.

Die Trendwende gelang im vorgezogenen Nachbarschaftsderby gegen den bis dahin stets siegreichen FSV Sandharlanden. Mit 8:0 fegten die Babonen über die „Sandhasen“ hinweg - und gaben dann bis zum Ende der Saison keinen Punkt mehr ab.

Die Liga dominiert

Letztlich stand der TSV nach zwölf Spieltagen mit zehn Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage und daraus resultierenden 31 Punkten vor dem FSV Sandharlanden an der Tabellenspitze. „Ich glaube, man kann durchaus sagen, dass wir die Liga dominiert haben. Auch wenn es anfangs nicht danach aussah“, sagt Spielführer und Ex-Regionalliga-Kicker Ralf Huber.

Vier Mann in Torjägerliste ganz oben

Das dokumentiert auch das Torverhältnis: 84 geschossene Tore ergeben einen Schnitt von sieben Treffern pro Spiel. Dem stehen lediglich neun Gegentreffern gegenüber. Ausdruck der Überlegenheit ist auch die Torjägerliste der Bezirksliga Donau/Abens. Vier Abensberger nehmen dort die Spitzenpositionen ein. Florian Eder erzielte 20 Treffer, Dominik Treitinger deren 19, Ralf Huber netzte 16 mal und Tobias Weiler 13 mal ein.

Nur eine gelbe Karte

Dazu glänzten die Abensberger auch in Sachen Fairness: Lediglich eine gelbe Karte handelten sich die Babonen über die Saison gesehen ein. Bis zur 85. Minute des letzten Spieltags wahrten die Abensberger verwarnungsmäßig sogar eine blütenweiße Weste. Erst dann kassierte „Übeltäter“ Max Glamsch den ersten und einzigen gelben Karton.

Die Abensberger AH-Truppe sicherte sich die Bezirksligameisterschaft. Foto: Steffl
Die Abensberger AH-Truppe sicherte sich die Bezirksligameisterschaft. Foto: Steffl

Zwar zierte der TSV in der Abschlusstabelle den ersten Platz, war jedoch noch nicht Meister. Der Bezirksligatitel wird seit dieser Saison nämlich in einer Art Play-Off-Modus ausgespielt. Die jeweils beiden Erstplatzierten der gleichberechtigten Bezirksligen Donau/Abens und Donau/Laaber spielen in Über-Kreuz-Duellen die Finalisten aus. Die küren den Champion in Hin- und Rückspiel. Der Sieger tritt dann gegen den Meister der Bezirksliga Isar/Vils um die niederbayerische Meisterschaft an.

2019 kürte sich Abensberg zudem zum niederbayerischen Meister:

Endspiel

Babonen-AH holt sich den Bezirkstitel

Die Ü32 des TSV Abensberg schießt den TV Geisenhausen mit 8:3 ab. Das Niederbayern-Finale war eine Hitzeschlacht.

Abensberg hatte es im Halbfinale mit einem alten Bekannten zu tun – der SG Pfaffenberg/Mallersdorf. Die spielten bis vor der Ligenreform vor der Saison in der Staffel mit Abensberg. „Sie waren immer ein harter Brocken – so auch diesmal im Halbfinale“, sagte Zirzlmeier. Dennoch setzte sich Abensberg durch Treffer von Ralf Huber (2) und Florian Eder mit 3:1 durch. Cornel Elsasser hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Finale nach Hinspiel quasi entschieden

Im Finale trafen die Babonen wiederum auf bekannte Gesichter, die Truppe des TSV Bayerbach. Bereits nach dem Hinspiel war die Meisterschaft quasi eingetütet. Mit 6:2 schickten die Abensberger den Gast wieder nach Hause. Die Tore erzielten die Torjäger vom Dienst: Ralf Huber (2), Dominik Treitinger (2), Florian Eder und Tobias Weiler. Auch das Rückspiel entschieden die Abensberger für sich. Beim 3:0 trafen Huber, Treitinger und Helmut Dietz.

Danach wurde in Abensberg bis in die Morgenstunden gefeiert. Allerdings ohne Meisterschale.

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