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Endspiel

Babonen-AH holt sich den Bezirkstitel

Die Ü32 des TSV Abensberg schießt den TV Geisenhausen mit 8:3 ab. Das Niederbayern-Finale war eine Hitzeschlacht.
von Benjamin Neumaier

Der TSV Abensberg krönte sich nach 2015 zum zweiten Mal zum niederbayerischen Meister.  Foto: Thomas Steffl
Der TSV Abensberg krönte sich nach 2015 zum zweiten Mal zum niederbayerischen Meister. Foto: Thomas Steffl

Abensberg.Nach vier Jahren Wartezeit und drei verlorenen Finals in Folge sind die Alten Herren des TSV Abensberg wieder niederbayerische Meister. Und das zum genau richtigen Zeitpunkt – schließlich feierten die TSV-Fußballer just ihr 100-jähriges Gründungsfest. Mit 8:3 besiegten die Ü-32 Senioren A, wie sie laut Verband offiziell heißen, den TV Geisenhausen.

Das Spiel war bei 35 Grad „heiß„ umkämpft.  Foto: Anton Scheruebl
Das Spiel war bei 35 Grad „heiß„ umkämpft. Foto: Anton Scheruebl

In einer wahren Hitzeschlacht legten die Abensberg forsch los. Nach drei Minuten verpasste Dominik Treitinger alleine vor Torhüter Christian Finkenzeller noch das 1:0, aber die nachfolgende Ecke brachte das 1:0 (4.). Ein nach halblinks aus dem Strafraum geklärter ball fiel Christoph Pickard vor die Füße – und der setzte den Ball per Gewaltschuss aus 20 Metern in den rechten Winkel. Nur drei Minuten später sorgte Ralf Huber für das 2:0. Der ehemalige Jahn-Kicker ließ einen Verteidiger und einen Torhüter aussteigen und schob ein.

In der 12. Minute schien die Vorentscheidung gefallen: Dominik Treitinger wurde im Strafraum gefoult – Elfmeter. Den setzte Tobias Weiler allerdings knapp links neben das Tor. Er ärgerte sich nicht nur über seinen Fehlschuss, sondern wurde von seinen Teamkollegen auch gleich nach dem Spiel auf den fälligen Kasten Bier hingewiesen – „wer verschießt, der zahlt“, so die interne Regel der AH-Kicker.

TSV lässt Hochkaräter liegen

Die Babonen ließen Geisenhausen aber weiter keine zeit zum verschnaufen. Nach zwei vergebenen Großchancen legte Ralf Huber das 3:0 nach (21.). Bis zur Halbzeit ließen die Abensberger drei, vier weitere Hochkaräter liegen, trafen zudem die Latte.

Nach der Halbzeit kam, was kommen musste: Geisenhausen traf nach einem Freistoß durch Daniel Steil per Kopf zum 1:3 (50.). Das war der Auftakt zu einer hektischen Phase. Die Babonen, die in der Halbzeit mehrfach gewechselt hatten, schienen anfangs nicht nervös zu werden und stellten durch Dominik Treitinger auf 4:1. Er traf per Drehschuss aus etwa fünf Metern (54.). Nur wenige Minuten später traf geisenhausen zuerst den Pfosten und dann zum 2:4. Vielmehr legten sich die Abensberg den Ball selbst ins Netz (61.).

Geisenhausen roch nun wieder Lunte, erstickte die Möglichkeit einer Aufholjagd aber selbst im keim. In der 64. Minute sprang Christian Huber dem Abensberger Dominik Treitinger an der Mittellinie regelrecht mit zwei gestreckten in die Parade. Die Knapp 150 Zuschauer auf der Tribüne stockte kurzzeitig der Atem. Schiedsrichter Thomas Popp zögerte keine Sekunde und zeigte Rot. In der Folge merkte man dem Gast aus Geisenhausen deutlich an, dass er nicht mehr an ein Wunder glaubte. Die Babonen ihrerseits machten dann schnell den Sack zu. Florian Eder stand nach einem Pass durch die Schnittstelle der Abwehr alleine vor Keeper Finkenzeller und netzte eiskalt ein (70.) Sechs Minuten später erhöhte Ralf Huber mit seinem Dritten Treffer – er hatte schon beim Erfolg im Jahr 2015 dreifach getroffen – auf 6:2.

Gäste setzen den Schlusspunkt

In der 78. Minute war es wieder an Florian Eder zu treffen. Sein Schlenzer vom rechten Sechzehnereck war für Finkenzeller unerreichbar – 7:2. Fünf Minuten vor dem Ende war es der frühere Spitzen-Judoka Helmut Dietz, der nach einem Gestochere im Fünfmeterraum auf 8:2 für Abensberg erhöhte. Den Schlusspunkt überließ der TSV dann den Gästen: Daniel Steil sorgte quasi mit dem Schlusspfiff für das 3:8.

Danach lagen sich die Abensberger Alten Herren in den Armen und feierten ihren zweiten Niederbayerntitel direkt auf dem Platz – wie man es auch von Profis kennt mit überdimensionalen Weizenstutzen. Die erste Füllung wurde aber nicht getrunken, die bekam Coach Hans Zirzlmeier ab. Der hatte schon damit gerechnet. „Logisch, das gehört doch dazu“, sagte er und fügte nicht mehr viele Worte hinzu. „Eine richtig starke Leistung. Jetzt wird gefeiert.“

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