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Sport aus Kelheim
Samstag, 22. September 2018 19° 4

Nachwuchshoffnungen

Babonen-Trio erreicht deutsche Endrunde

Die U18-Judoka Leon Zitzelsberger, Kevin Abeltshauser und Michael Weber bestätigen mit Medaillen ihren Ruf als TSV-Talente.
Von Wolfgang Abeltshauser

Leon Zitzelsberger (rechts) holte sich bei der süddeutschen Meisterschaft einen zweiten Platz. Fotos: Abeltshauser
Leon Zitzelsberger (rechts) holte sich bei der süddeutschen Meisterschaft einen zweiten Platz. Fotos: Abeltshauser

Abensberg.Unter dem Strich brachten die süddeutschen Judomeisterschaften in Heilbronn für die U18 der Judoka des TSV Abensberg das erhoffte Ergebnis. Kevin Abeltshauser, Michael Weber und Leon Zitzelsberger qualifizierten sich für die deutsche Entscheidung am 3. März in Herne. Allerdings gibt es noch Luft nach oben für die Aushängeschilder des TSV-Nachwuchses. Mut machen die Auftritte von Simon Thurner und Dionysos Siokas, die erstmals ein Turnier auf dieser Qualitätsebene bestritten.

„Es ist einfach ärgerlich, kurz vor dem Ende zu verlieren.“

Leon Zitzelsberger

Trainer Jürgen Öchsner gab die Marschroute vor Beginn aus: Seine drei Zugpferde müssen sich qualifizieren. Dann sei das Turnier ein erfolgreiches. Was gelang – aber mit Hindernissen. Die hochwertigste Medaille holte sich Leon Zitzelsberger, der bis 50 Kilogramm Silber errang. Trotzdem war er etwas niedergeschlagen. „Es ist einfach ärgerlich“, sagte er nach dem knapp verlorenen Finale gegen Daniel Hermony vom BAC Hockenheim. Lange Zeit zeigte er sich dort als der Aktivere. Schaffte jedoch nichts Zählbares. Und dann war er wenige Sekunden vor dem Ende einmal unaufmerksam. Schon nutzte der Gegner das, holte sich eine Wertung und den Sieg.

Lichtblicke für die Zukunft

Zuvor zeigte sich Zitzelsberger souverän, ließ sich in der zweiten Runde auch nicht von Vereinskamerad Simon Thurner aufhalten. Der kämpfte jedoch verbissen, so dass Zitzelsberger bis in die letzte Kampfminute Einsatz zeigen musste.

Für Thurner, der immerhin eine Runde überstand, war das ein Achtungserfolg. Genau so wie für Siokas, der in der Klasse über 90 Kilogramm ebenso einen Sieg holte. „Das ist für die beiden absolut in Ordnung“, befand Öchsner. Vor allem Siokas sagt er gute Möglichkeiten voraus.

Kevin Abeltshauser (oben) steckte den Schreck einer Niederlage weg und kam über die Trostrunde zu Rang drei.
Kevin Abeltshauser (oben) steckte den Schreck einer Niederlage weg und kam über die Trostrunde zu Rang drei.

Wie Zitzelsberger galt Abeltshauser (60 kg) als Favorit auf einen Titel. Doch dann war es bereits im Viertelfinale erst einmal zu Ende. Völlig überraschend – vor allem für ihn selbst – unterlag er gegen Etienne Zeiger vom JSV Villingen. Für den es der erste Erfolg gegen Abeltshauser war. Der ohne gute Vorbereitung einen Angriff wagte – und gekontert wurde. „Ich war zu ungeduldig“, räumte er ein.

„Kleinere Rückschläge zeigen, dass Siege nicht selbstverständlich sind.“

Jürgen Öchsner

Dann zeigte die Abensberger Nachwuchshoffnung in der Trostrunde aber eine tolle mentale Leistung. Er ließ sich nicht hängen – im Wissen, dass ein weiterer Fehler die fest eingeplante „Quali“ für die deutsche Meisterschaft zunichte machen würde. Nach deutlichen Siegen jeweils weit vor der Zeit gegen Elis Bonitz vom TSB Ravensburg und Niclas Schmid vom PSV Königsbrunn stand er im kleinen Finale. Dort wartete der um ein Jahr ältere Linus Harsch vom VfL Sindelfingen. Er war kein Hindernis. Abeltshauser erreichte den dritten Rang, der noch für die Qualifikation für Herne reicht.

Starke Rückkehr

Öchsner kommt es durchaus gelegen, dass für beide Kämpfer nicht alles ganz nach Plan lief. Denn ein zu glatter Verlauf würde sie vielleicht leichtsinnig werden lassen. Nun würden sie wissen, dass man stets konzentriert sein müsse. Siege seien nicht selbstverständlich.

Michael Weber (r.) sicherte sich im Schwergewicht Bronze.
Michael Weber (r.) sicherte sich im Schwergewicht Bronze.

Ein wenig anders sah es für Michael Weber (über 90 kg) aus. Der war längere Zeit verletzt und stieg erst in Heilbronn in die Meisterschaftsserie ein, nachdem ihn Landestrainer Radu Ivan gesetzt hatte. In der für ihn noch ungewohnten höheren Gewichtsklasse musste sich Weber erst zurechtfinden.

Letztendlich schaffte er das aber ganz gut. Er wurde Dritter. Er musste sich nur Daniel Udsilauri vom TSV Erbach geschlagen geben. Leider war er einmal kurz unaufmerksam. Eigentlich hatte er seinen Gegner schon in einer gefährlichen Bodenlage. Im weiteren Turnierverlauf ließ der Offenstettener nichts mehr anbrennen. Bei den Mädchen konnte Jasmin Lochen verletzungsbedingt nicht antreten.

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