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Landesliga

Bad Abbach rupft die Fortuna-Truppe

Der TSV bezwingt den Tabellendritten auswärts mit 3:1. „Das war von vorne bis hinten ein toller Auftritt“, sagt der Coach.
Von Florian Würthele und Martin Rutrecht

Die Abbacher waren wie hier Calvin Zethmeier (l. in weiß-blau) immer eng an ihren Fortuna-Gegenspielern dran. Fotos: Würthele
Die Abbacher waren wie hier Calvin Zethmeier (l. in weiß-blau) immer eng an ihren Fortuna-Gegenspielern dran. Fotos: Würthele

Bad Abbach.Der TSV Bad Abbach hat sich mit einem 3:1 (2:0)-Derbysieg beim SV Fortuna Regensburg in der Fußball-Landesliga Mitte auf drei Punkte an den dritten Rang herangepirscht. Die gut 200 Zuschauer sahen ein packendes Duell, in dem die Fortunen von Trainer Helmut Zeiml schwach begannen und sich für ihr aufkommendes Engagement nicht belohnten. „Es ist bitter, wenn ein solches Spiel so ausgeht“, war Zeiml bedient. TSV-Coach Torsten Holm attestierte seiner Elf „von der Nummer eins bis zur Nummer 14 einen tollen Auftritt.“

Der Abbacher Trainer hatte seiner Elf eine offensive Ausrichtung verordnet, die drei Stürmer vorsah. „Der Plan war, die Fortuna früh unter Druck zu setzen, um sie im Spielaufbau zu stören.“ Die Taktik habe insofern gefruchtet, als die Hausherren auf weite Bälle auswichen. „Und unser Sechser Kai Roob hat diese Flanken vor der Abwehrreihe gekonnt abgefangen.“ Der Fortuna fehlte ihr angeschlagener Spielmacher Mahir Hadziresic.

Mit ihrer aggressiven und mutigen Spielweise stellten die TSV-Kicker ihren Gegner vor Probleme. Auch wenn Nizar Klica erst nur um Haaresbreite am Torerfolg vorbeischrammte (22.) und später ein Abseitstor erzielte (38.). Auf der Gegenseite sorgten vor allem Abbachs Sturmtank Florian Folger und der schnelle Rechtsaußen Paul Samangassou für ordentlich Wirbel.

Doppelschlag zur 2:0-Führung

Folger war in der 40. Minute per Kopf zur Stelle, als SV-Keeper Enrico Sommer eine Hereingabe nicht abfangen konnte. Wenig später sah Sommer wieder nicht gut aus. Diesmal verwertete der früh eingewechselte Florian Keck (45.) eine Flanke von Sigl zum 0:2. Die Gastgeber hatten sogar Glück, dass es angesichts von zwei weiteren Großchancen zur Pause nicht schlimmer um sie bestellt war.

Der schnelle Rechtsaußen Paul Samangassou (l. weiß-blau) sorgte für ordentlich Wirbel.
Der schnelle Rechtsaußen Paul Samangassou (l. weiß-blau) sorgte für ordentlich Wirbel.

Zeimls Pausenansprache schien allerdings zu fruchten. Sein Team zeigte nach Wiederbeginn ein anderes Gesicht, probierte nun, spielerisch Lösungen zu finden. Vom Anschlusstor angestachelt – Klica wurde an der Strafraumgrenze nicht angegriffen und traf ins linke Toreck (50.) – stemmten sich die Hausherren mit aller Kraft gegen die Niederlage. Jedoch fehlte es im Spiel nach vorne an zündenden Ideen und der letzten Konsequenz. „Wir waren im Abschluss zu schwach“, befand Zeiml. „Es war zu erwarten, dass die Fortuna nach der Pause nochmal kommt. Nach dem Anschlusstreffer hatte der Gastgeber sicher seine beste Phase“, erklärte sein Gegenüber Holm.

Doch die mangelnde Chancenverwertung der Regensburger sollte sich rächen: Bad Abbach spielte fünf Minuten vor Schluss einen Konter konsequent zu Ende. Simon Sigl vollendete ins leere Tor (86.). Ein bitterer Spielverlauf aus Sicht der Fortuna, die kurz vor dem 1:3 einen Foulelfmeter an Arlind Morina reklamierte. Zeiml war dementsprechend bedient. „Wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit aufgetreten ist, kann man ihr keinen Vorwurf machen. Du hast drei, vier maustote Chancen und kriegst einen Elfmeter nicht“, sagte er. Sportlicher Leiter Hans Meichel ergänzte: „Irgendwie ist heute alles zusammengekommen. Wir sind einfach zu brav.“

Kampfansage an den Spitzenreiter

Von einem verdienten Sieg sprach Torsten Holm: „Gerade in der ersten Halbzeit waren wir sehr präsent. Wir hatten sicher ein paar brenzlige Situationen dabei, wo der Fortuna das Quäntchen Glück gefehlt hat. Auf der anderen Seite hätten wir das 3:1 viel eher machen müssen, dann wäre das Spiel schon entschieden gewesen.“ Die im Training forcierte Spielvariante, schon aus dem Halbfeld zu flanken, habe sich als zielführend erwiesen.

Schöner Herbst-Gipfel

  • Derby:

    Am Ende des Landesliga-Jahres 2018 darf sich der TSV Bad Abbach noch mit dem Spitzenreiter messen. Der SV Donaustauf ist am Samstag, 14 Uhr, zu Gast auf der Freizeitinsel.

  • Kräftevergleich:

    Der Tabellensiebte empfängt den Primus. Was nach enger Konstellation klingen könnte, sind in der Realität zwei Welten. Donaustauf hat 16 Zähler mehr auf dem Konto als Bad Abbach.

Durch den TSV-Sieg hat sich unmittelbar hinter dem Tabellendritten Fortuna (39 Punkte) ein Grüppchen mit vier Teams gebildet, das diesen Platz auch ins Visier nimmt, am Ende Bad Abbach als Siebter und Abschlussklammer mit 36 Zählern. Nun sieht der Coach das „Bonusspiel“ gegen Spitzenreiter SV Donaustauf heraufziehen. „Die Jungs sollen sich darauf freuen, wir haben nichts zu verlieren. Wenn wir wieder so drauf sind, ist es für jedes Team schwer, gegen uns zu gewinnen.“

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