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Rückzug

Bad Abbach verliert Sportlichen Leiter

Dietmar Beyer erlebte Höhen und Tiefen mit Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach. Gesundheitliche Gründe zwingen zum Rücktritt.
Von Alexander Roloff

Dietmar Beyer (links) hört zum Jahresende als Sportlicher Leiter bei Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach auf. Foto: Roloff
Dietmar Beyer (links) hört zum Jahresende als Sportlicher Leiter bei Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach auf. Foto: Roloff

Bad Abbach.Dietmar Beyer zählte in den letzten acht Spielzeiten zu den erfolgreichen Machern bei Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach. Als Torwart-Trainer und als Sportlicher Leiter prägte er die sportlich überzeugende Bilanz von Landesliga-Dino Bad Abbach mit. Gesundheitliche Gründe zwingen den 54-Jährigen, seinen Posten als Sportlicher Leiter zum Jahresende abzugeben.

Nur allzu gerne hätte Beyer seinen Plan weiterverfolgt und in der neuen Saison nachrückende Jugendspieler aus der Talentschmiede in den Landesligakader eingebaut.

„Meine Entscheidung hat nichts mit der sportlichen Situation zu tun.“

Dietmar Beyer

Auf ärztliches Anraten hin hat sich der Logistikleiter eines Regensburger Unternehmens zum Rücktritt entschlossen. „Meine Entscheidung hat nichts mit der sportlichen Situation zu tun“, betont Beyer. Aktuell rangieren die Kicker von der Freizeitinsel mit 25 Zählern um eine Position und einen Punkt vor der Abstiegsrelegation. Der Noch-Funktionär ist davon überzeugt, dass Mannschaft und Trainer die Situation in den drei Partien vor der Winterpause verbessern und im Frühjahr das Ticket für die elfte Abbacher Landesliga-Saison in Folge buchen werden.

Eine Konstante im System des TSV Bad Abbach

Zur Saison 2012/13 wurde Beyer als Torwart-Trainer auf die Freizeitinsel gelotst. Drei Spielzeiten später schlüpfte er erstmals in die Rolle des Teammanagers. Nach zwei Jahren, in denen er am Ende der Spielzeit 2015/16 auch kurzfristig als Interimstrainer einsprang, wendete er sich wieder seiner ursprünglichen Mission als Torwart-Trainer zu, ehe er vor der Saison 2018/19 erneut mit dem Posten des Sportlichen Leiters betraut wurde. „In meiner Zeit beim TSV Bad Abbach habe ich mit Helmut Wirth, Stefan Wagner und Torsten Holm drei außergewöhnlich gute Trainer kennen gelernt“, so Beyer.

Seit der Spielzeit 2018/19 kümmern sich Trainer Torsten Holm (links) und Dietmar Beyer (rechts) um die sportlichen Geschicke von Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach. Die Vorsaison schloss Bad Abbach auf Platz sieben ab, aktuell steckt die Mannschaft auf Rang 13 im Kampf um den Klassenerhalt. Foto: Roloff
Seit der Spielzeit 2018/19 kümmern sich Trainer Torsten Holm (links) und Dietmar Beyer (rechts) um die sportlichen Geschicke von Fußball-Landesligist TSV Bad Abbach. Die Vorsaison schloss Bad Abbach auf Platz sieben ab, aktuell steckt die Mannschaft auf Rang 13 im Kampf um den Klassenerhalt. Foto: Roloff

Beyer, seit 1993 selbst Inhaber der Trainer-B-Lizenz, habe in Sachen „Methodik, Spielbesprechung und -aufarbeitung“ viel von dem Trio gelernt. „Generell hatte ich Glück, mit diesen drei überragenden Coaches zusammenzuarbeiten. Alle drei haben voll mitgezogen und mir frei Hand gelassen.“ Sein Einstieg beim TSV Bad Abbach als Torwartförderer sei ihm durch die anfängliche Arbeit mit Torwart-Routinier Andreas Neumeier sowie den beiden Talenten Fabian Fuchs und Tobias Amann enorm erleichtert worden. „Aus meiner Sicht waren die drei Jungs das beste Torwart-Dreigespann der damals dreigleisigen Landesliga“, so Beyer. Fuchs habe sich in den folgenden Jahren als einer der besten Torhüter der Staffel Mitte etabliert.

Die Wirth-Entlassung fiel schwer

Als seine persönlich schwerste Entscheidung nennt Beyer die Entlassung von Trainer Helmut Wirth. In der Spielzeit 2015/16 wähnten sich die Abbacher vor den letzten sechs Spieltagen in Abstiegsgefahr und trennten sich trotz komfortablem Vorsprung auf die Relegation von Trainer Wirth. Sportlicher Leiter Beyer übernahm als Interimscoach und brachte die Saison nach zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen mit Platz elf zu Ende.

Sieben Neuzugängen stellte Bad Abbachs Sportlicher Leiter Dietmar Beyer (hinten rechts) neu für die aktuelle Landesliga-Saison auf. Peter Auchter, Christopher Prester, Tobias Doblinger (stehend von links), Maximilian Beer, Marcel Bauer und Niklas Scheuerer. Alexander Bucher ist nicht im Bild. Foto: Beyer
Sieben Neuzugängen stellte Bad Abbachs Sportlicher Leiter Dietmar Beyer (hinten rechts) neu für die aktuelle Landesliga-Saison auf. Peter Auchter, Christopher Prester, Tobias Doblinger (stehend von links), Maximilian Beer, Marcel Bauer und Niklas Scheuerer. Alexander Bucher ist nicht im Bild. Foto: Beyer

Mit Beginn seiner zweiten Amtszeit als Sportlicher Leiter forcierte Beyer die Rückkehr ehemaliger Kicker auf die Freizeitinsel sowie den verstärkten Einsatz von Talenten aus der JFG Donautal Bad Abbach. „Es ist unser Wunsch, auf Dauer eine Mannschaft bestehend aus eigenen Spielern aufzubauen.“ Da sich dieser Wunsch trotz guter Jugendarbeit nicht zu einhundert Prozent erfüllen werde, sei Bad Abbach auch künftig auf einen Sportlichen Leiter angewiesen. „Der sollte sich gut in der Landesliga auskennen und gut mit Spielern vernetzt sein“, rät Beyer. Ihm selbst habe gerade der regelmäßige Kontakt mit anderen Sportlichen Leitern Spaß gemacht. „Man erfährt eben nicht nur sportlich, sondern auch menschlich viel über die anderen.“

Teamwork

  • Dank:

    Dietmar Beyer betonte die gute Zusammenarbeit mit Landesliga-Leiter Werner Mages und Ligasprecher Werner Besenhard sowie dem derzeit kommissarischen Abteilungsleiter Fußball, Markus Härtl.

  • Nachfolge:

    „Die sportliche Leitung soll kurzfristig nicht nachbesetzt werden“, sagt kommissarischer Abteilungsleiter Markus Härtl. Im kommenden Jahr soll bei den Fußball die Gesamtleitung neu bestezt werden. Auch die Posten im Jugendbereich genießen Vorrang.

Bis zum Ende seiner Dienstzeit am 31. Dezember möchte Beyer mit dem TSV Bad Abbach noch wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt holen. Zudem seien noch drei offene Termine für Freundschaftsspiele Ende Februar und Anfang März zu füllen. Eine Rückkehr als aktiver Betreuer auf den Fußballplatz schließt Beyer für die Zukunft nicht aus. „Sag niemals nie“, lautet sein Motto – die Gesundheit müsse aber mitspielen.

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