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Das Vorspiel zur großen 50-Jahre-Gala

Abensbergs Judoka bestreiten am Samstag den Viertelfinal-Hinkampf in Witten. Eine Woche später feiert der TSV beim Heimauftritt seine Erfolgsstory.
Von Martin Rutrecht, MZ

Auch im Vorjahr traf Abensberg (r. Gerhard Zeitler) auf Witten-Annen und siegte ungefährdet. Archivfoto: ear

abensberg. Was 1963 mit ein paar Mitstreitern begann, wurden in den folgenden Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte. Sechs Europacup-Titel sowie 18 Bundesliga-Meistertrophäen zieren die Pokalvitrine der Judoka im TSV Abensberg nach exakt 50 Jahren des Bestehens. Am Samstag, 28. September, wird das Jubiläum groß gefeiert, mit „Donikkl“, Judo-Vorführungen, dem Bundesliga-Viertelfinale-Rückkampf (bei freiem Eintritt) sowie einem Gala-Abend. Das Vorspiel zu diesem Festtag bestreiten die Herren an diesem Samstag bei SUA Witten-Annen: Der Hinkampf zum Viertelfinale steht ab 18 Uhr an.

TSV-Cheftrainer Radu Ivan hat trotz aller Feierlaune die sportliche Arbeit im Blick. „Als Meister der Süd-Gruppe sind wir natürlich gegen den Vierten der Nord-Staffel Favorit.“ Doch der Coach erinnert an die identische Vorjahreskonstellation, wo Witten-Annen auf heimischer Matte in sechs von 14 Duellen ein Remis schaffte. Am deutlichen Erfolg des Rekordmeisters konnte der Gastgeber damals freilich nicht knabbern (1:7).

Nur heimische Kräfte im TSV-Team

Abensberg nimmt morgen ausschließlich deutsche Athleten mit. „Wir verzichten auf sämtliche Ausländer. Zudem ist unser Olympia-Dritter Dimitri Peters verhindert“, erklärt Ivan. Unbedingt geschwächt präsentiert sich das TSV-Aufgebot dadurch allerdings nicht. Die Team-WM-Dritten von Rio, Sebastian Seidl (66 kg), Sven Maresch (81 kg) und Schwergewichts-Ikone Andreas Tölzer, führen die Truppe an.

Gerhard Zeitler (66 kg), Christopher Völk (73 kg) – Bronze vor einer Woche beim Grand Prix in Rijeka –, Fabian Seidlmeier (81 kg), Robert Dumke (90 kg) und Dominik Gerzer (100 kg) werden wie Leichtgewicht Philip Graf (60 kg) die starke Mannschaft komplettieren. „Ich gehe nicht von einem Kantersieg aus. Möglicherweise wird es ein enger Fight“, so der Cheftrainer in aller Zurückhaltung. Die Spannung für den Rückkampf würde das erhöhen. Wirklich zittern wird der TSV aber nicht müssen.

Die Gastgeber stellen eine erfahrene und in vielen Teilen gut besetzte Truppe. „Da ist beispielsweise der Niederländer Remco van den Brink bis 100 kg, der in der Gruppenphase von Witten-Annen immer wieder eingesetzt wurde. Er hat auch schon unseren Olympioniken Peters besiegt.“ Unangenehm könnten in den unteren Gewichtsklassen auch die deutschen Judoka Nicki Graczyk und Marcel Haupt sowie der aktuelle U 18-WM-Siebte Martin Matijaas (81 kg) werden. Mischen die Hausherren mit dem EM-Dritten Jeroen Mooren (60 kg) oder Robby van Laarhoven (90 kg) noch einen weiteren Holländer bei, wäre das keine ganz einfache Hürde für den TSV. Am Erfolg in Summe aus Hin- und Rückkampf zweifelt im Abensberger Lager aber niemand ernsthaft.

Stelldichein früherer Judo-Größen

Der Einzug in die Finalerunde der Top Vier soll am Samstag in einer Woche perfekt gemacht werden. Die Bundesliga-Entscheidung 2013 wird beim Sieger des Viertelfinal-Duells JT Hamburg gegen TSV Großhadern ausgetragen – für die Babonen ginge es also an die Elbe oder an die Isar.

Für die 50-Jahr-Fete in einer Woche verspricht Ehrenabteilungsleiter Otto Kneitinger ein tolles Programm: „Donikkl“ wird ab 12.30 Uhr bei freiem Eintritt in der Josef-Stanglmeier-Halle auftreten, TSV-Nachwuchsschützlinge zeigen ihr Können und viele ehemalige Judo-Größen wie Patrick Reiter, Indrek Pertelson oder Jimmy Pedro haben ihr Kommen zugesagt. Am Abend wird mit geladenen Gästen im Weissbierstadl gefeiert. Und niemand möchte dabei über ein verlorenes Viertelfinale sprechen.

Termine

Viertelfinale (21./28. September): SUA Witten-Annen – TSV Abensberg, TSV Großhadern – JT Hamburg, JC Leipzig – UJKC Potsdam, JC 90 Frankfurt/Oder – KSV Esslingen

Finalturnier der Sieger: 19. Oktober, beim Viertelfinal-Gewinner aus Hamburg gegen Großhadern

Europacup: 21. Dezember, Paris.

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