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Sport aus Kelheim
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Aufgalopp

Der Jäger hat die Fährte aufgenommen

TSV Abensberg startet erfolgreich in die Judo-Bundesliga. Aufsteiger Erlangen wird deutlich in die Schranken verwiesen.
Von Alexander Roloff

Abensbergs neuer Teamkapitän Robert Dumke (weißer Kampfanzug) möchte mit seinem Team in der Bundesliga dem Titelverteidiger Hamburger JT die Stirn bieten und erneut ins Final Four einziehen. Archivfoto: Hendrik Schmidt/dpa
Abensbergs neuer Teamkapitän Robert Dumke (weißer Kampfanzug) möchte mit seinem Team in der Bundesliga dem Titelverteidiger Hamburger JT die Stirn bieten und erneut ins Final Four einziehen. Archivfoto: Hendrik Schmidt/dpa

Abensberg.Der Auftakt in die Jubiläumssaison der Judo-Bundesliga hätte für Rekordmeister TSV Abensberg nicht besser verlaufen können: Mit 11:3 (75:21) setzte sich die Truppe von Cheftrainer Jürgen Öchsner im bayerischen Derby der Bundesliga Süd beim TV Erlangen durch.

Den erfolgreichen Start in die 50. Bundesliga-Kampfzeit haben die Babonen einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Auch die Nachwuchskräfte und Neuzugänge erfüllten ihre Aufgaben eindrucksvoll. Mit 5:2 wurde die erste Kampfrunde in Erlangen beendet. Der zweite Durchgang ging mit 6:1 an die Babonen.

Die Judoka vom TSV Abensberg präsentierten sich zum ersten Kampftag beim TV Erlangen mit einem feinen Kader. Foto: Michael Reinhold
Die Judoka vom TSV Abensberg präsentierten sich zum ersten Kampftag beim TV Erlangen mit einem feinen Kader. Foto: Michael Reinhold

„Ein 6:1 im ersten Durchgang wäre noch etwas komfortabler gewesen. Dann hätten wir vielleicht weitere Wechsel vorgenommen. Aber auch so sind wir mit Leistung und Ergebnis absolut zufrieden. Alle Neuzugänge und auch die jungen Athleten haben klasse Kämpfe abgeliefert“, sagt Cheftrainer Jürgen Öchsner. „Das ist der Sport, den wir unseren Fans zeigen wollen. Die Mannschaft hat deutlich gezeigt, wo sie hin möchtet“, betont der Coach. Freilich habe man mit einem Sieg spekuliert. Dass dieser aber derart deutlich ausfiel, damit sei nicht zu rechnen gewesen. „Das ist eben auch der Verdienst der Mannschaft, die sich top auf den Gegner eingestellt hatte.“

Kampf gegen die „graue Wand“

Zur Begrüßung baute Außenseiter und Aufsteiger TV Erlangen eine „graue Wand“ von 30 Topsportlern aus der Region Mittelfranken auf. Der 16-köpfige Kader der Babonen wirkte im Vergleich übersichtlich. „Aber unser Kader hatte es in sich“, so Öchsner. Als erster Kämpfer musste Krämer (73 kg) auf die Matte und punktete gegen Asodullo Tokhirov eindrucksvoll. In der Klasse bis 100 kg steuerte Dominik Gerzer im ersten und zweiten Durchgang jeweils mit überzeugenden Leistungen die Punkte bei. Daniel Scheller (60 kg) bekam es mit Dominik Röder zu tun.

Scheller verliert knapp

Der TSV-Judoka setzte anfangs gute Akzente, musste sich aber im Golden Score mit einer kleinen Wertung geschlagen geben. Benjamin Münnich (81 kg) tastete sich gegen Konstantin Ustinov in den Fight, um dann den Sack zuzumachen. Bis 66 kg musste sich Newcomer Fabian Ennerst dem erfahrenen Tim Himmelspach beugen. Der neue Teamkapitän Robert Dumke (90 kg) lieferte sich mit Friedeman Schneider einen spannenden Schlagabtausch, den Dumke für sich entschied. Im Schwergewicht diktierte Marc Odenthal gegen Kai Brandes nach einem starken Einstieg das Geschehen. Mit guten Aktionen und taktischem Griffkampf punktete Odenthal schließlich kontrolliert zum 5:2.

Start in die Saison

  • Nach dem ersten Kampftag

    führt der TSV Abensberg die mit neun Teams bestückte Bundesliga Süd an. Im Norden hat Titelverteidiger Hamburger JT mit 14:0 gegen UJKC Potsdam ebenfalls erfolgreich losgelegt.

  • Die beiden jeweils erstplatzierten

    Mannschaften beider Staffeln sind am Saisonende für das Endturnier qualifiziert. Der TSV Abensberg bestreit am 14. April den ersten Heimkampf gegen Samurai Offenbach (Kampfbeginn: 17 Uhr).

Im zweiten Durchgang wurden einige Wechsel vollzogen. So gab Philip Ohrt (73 kg) sein Ligadebüt. Der Babone hielt gegen Alexander Bauhofer lange mit, war aber am Ende unterlegen. Anschließend folgte Gerzers zweiter Streich. Dann legte mit dem 17-jährigen Falk Biedermann der jüngste Abensberger bei seinem Debüt nach.

Den nächsten Zähler strich Münnich ein. Schließlich revanchierte sich Ennerst mit einem Umdreher für die Niederlage in Runde eins. „Eine starke Leistung von Fabian, der sich nach einem Fehlstart zurückgekämpft und voll nachgelegt hat“, lobt Öchsner. Mannschaftsführer Dumke hatte den eingewechselten Nikolaus Milaev nach zweieinhalb Minuten mit drei Bestrafungen zur Niederlage gezwungen. Im letzten Kampf markierte Debütant Simon „Glocki“ Glockner (100 kg) den 11:3-Endstand.

Fabian Ennerst wurde als „Mann des Tages“ ausgezeichnet. Foto: Öchsner
Fabian Ennerst wurde als „Mann des Tages“ ausgezeichnet. Foto: Öchsner

Fabian Ennerst wurde beim anschließenden Mannschaftsessen von Dominik Gerzer zum verdienten „Man of the Day“ gekürt.

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