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Der Liga-Pokal als neuer Königsweg

Unabhängig vom Tabellenplatz können Bezirksliga-Teams aufsteigen. Am Mittwoch tagen Niederbayerns Klubs virtuell.

Selbst als Tabellenzwölfter könnte der ATSV Kelheim (grün) über den Liga-Pokal in die Landesliga aufsteigen. Sollte der ATSV auf einem Abstiegs(relegations)platz landen, würde der Pokal-Sieg den Klassenerhalt bedeuten.
Selbst als Tabellenzwölfter könnte der ATSV Kelheim (grün) über den Liga-Pokal in die Landesliga aufsteigen. Sollte der ATSV auf einem Abstiegs(relegations)platz landen, würde der Pokal-Sieg den Klassenerhalt bedeuten. Foto: Rutrecht

Kelheim.Die Fußball-Saison 2019/20 wird noch lange dauern, exakt bis hinein in den Frühsommer 2021. Denn die unterbrochene Spielzeit wird mit Blöcken in diesem Herbst und Frühling nächsten Jahres fortgeführt. Weil damit eine Fußball-Saison nicht gefüllt ist, gibt es einen Zusatzwettbewerb: den Liga-Pokal. Alle Bezirksligisten haben darüber die Chance, in die Landesliga aufzusteigen – egal auf welchem Platz sie in der Abschlusstabelle stehen.

Jeder der sieben Fußball-Bezirke in Bayern erhält einen Landesliga-Aufstiegsplatz. Zunächst sollten nur fünf zur Verfügung stehen. „Die Bezirksliga-LAG hat nicht locker gelassen und kann einen Erfolg verbuchen: Die aus Vereinsvertretern und Bezirks-Spielleitern bestehende Arbeitsgruppe hat durchgeboxt, dass jeder Bezirk im Liga-Pokal einen Aufsteiger bekommt. Das ist natürlich eine tolle Sache“, freut sich Niederbayerns Bezirks-Spielleiter Richard Sedlmaier aus Ihrlerstein. Die LAG ist die „Lösungsarbeitsgruppe“, die als Task Force das reduzierte Spielangebote ab Herbst mit neuen Wettbewerben aufhübschen soll.

Doppelte Chance für Teams wie ATSV Kelheim

Um den Pokal an einem Beispiel aufzuzeigen: Der ATSV Kelheim (in der Bezirksliga West derzeit auf Platz 12) würde beim Gewinn des Liga-Pokals in Niederbayern in die Landesliga aufsteigen, egal ob die Kreisstädter am Saisonende weiterhin nur Platz 12 innehaben. Es gibt aber eine Ausnahmeregel: Gewinnt ein Team den Liga-Pokal, das im Punktspielbetrieb (also in der Tabelle) abgestiegen wäre oder auf einem Abstiegsrelegationsplatz stünde, darf dieses in der Bezirksliga bleiben, wird aber nicht Landesligist.

Bezirks-Spielleiter Richard Sedlmaier aus Ihrlerstein stimmt am Mittwoch mit den Vereinen das weiter Vorgehen ab.
Bezirks-Spielleiter Richard Sedlmaier aus Ihrlerstein stimmt am Mittwoch mit den Vereinen das weiter Vorgehen ab. Foto: Rutrecht

Für Mittwoch, 1. Juli (19 Uhr), laden Bezirks-Spielleiter Sedlmaier und Bezirks-Vorsitzender Harald Haase die 32 Bezirksliga-Vereine zu einer Video-Konferenz. Der Ihrlersteiner will den Verantwortlichen dann seine Pläne vorstellen, wie die unterbrochene Saison fortgesetzt werden soll: „Wir haben uns in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht. Natürlich holen wir nun auch die Vereine ins Boot und wollen gemeinsame Lösungen besprechen und erarbeiten.“

Im Liga-Pokal sollen die Bezirksligen Ost und West (insgesamt 32 Teams) nicht vermischt werden. Die beiden Staffeln werden zudem jeweils nochmal in zwei regionale Töpfe unterteilt. Dann sollen pro Bezirksliga Gruppen zusammengelost werden. „Wir möchten in der Vorrunde attraktive Begegnungen und überschaubare Fahrten garantieren.“

Gruppenphase mit Hin- und Rückspielen

Sedlmaier hofft, dass in der Gruppenphase mit Hin-und Rückspiel gespielt werden kann. Im Bezirk Oberpfalz geht man etwa von Vierer-Gruppen aus, wonach jede Mannschaft in der Vorrunde sechs Partien hätte. „Die Vereine müssen ausreichend Pflichtspiele haben“, sagt Sedlmaier. „Am Mittwoch werden wir mit den beteiligten Vereinen die möglichen Szenarien besprechen. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen guten Konsens finden werden“, meint Sedlmaier.

Fakt ist, dass die beiden Liga-Pokalsieger Ost und West dann um den zusätzlichen Aufstiegsplatz rittern müssen. Gewinnt eine Mannschaft, die ohnehin über die reguläre Liga aufsteigt, greift eine Nachrücker-Regelung, die vom Verbandsvorstand erst final ausgearbeitet wird.

In den Planungen des früheren Trainers und späteren Abteilungsleiters des SV Ihrlerstein geht es auch um einen Zeitrahmen, der allerdings stark von den Vorgaben der Regierung abhängig ist: „Grundsätzlich wird es keine Pflichtspieltermine vor dem 1. September geben. Wir hoffen, dass wir Anfang September loslegen dürfen.“ (mar)

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