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Der TSV Abensberg stürmt an die Tabellenspitze

Ettlingen tritt gegen den Rekordmeister mit der besten Aufstellung an, doch die Eigengewächse der Babonen zeigen, dass sie mehr als Lückenbüßer sind.

Gerhard Zeitler (blaue Hose) verlor zwar seinen Kampf gegen Philipp Dahn, der TSV siegte aber klar mit 10:2 in Ettlingen. Foto: Archiv

Ettlingen/Abensberg. Es war eigentlich wie immer – Ettlingen bringt gegen den Klassenprimus TSV Abensberg die maximale Aufstellung auf die Matte – am Ende setzen sich aber die Babonen klar durch: 10:2. Nationalkämpfer wie Dennis Huck, Phillip Dahn, Yves Behr, Dino Pfeiffer, Soshin Katsumi, und Garlef Eder demonstrieren schon beim Aufwärmen, dass der Gastgeber im Breisgau heute der Herr im eigenen Haus bleiben will. Ergänzt werden sie an diesem Kampftag von Roman Moustopolous aus Griechenland und dem Russen Sergej Ryaplov – Ettlingen schöpft das Ausländerkontingent also voll aus.

In der Eliteklasse angekommen

Der angereiste Rekordmeister aus Abensberg, durch das internationale Trainingscamp in Antalya nicht im Vollbesitz seiner Möglichkeiten, muss zudem verletzungsbedingt auf Sven Maresch und Olympia-Bronzemedaillengewinner Dimitri Peters verzichten. Doch die Abensberger Eigengewäsche springen wieder einmal in die Bresche und zeigen überdies, dass sie nicht mehr nur für die etablierten Stars einspringen, sondern selbst schon in der deutschen Eliteklasse angekommen sind.

In Ettlingen kommen mit Sebastian Seidl, Phillip Graf, Manuel Scheibel, David Krämer, Gerhard Zeitler, Fabian Seidlmeier und Dominik Gerzer,sieben Eigengewächse zum Einsatz. Kampf-Bilanz: 10:2 Siege. Von den sieben Youngsters verlor nur einer seinen Kampf.

Damit steht der TSV Abensberg nach seinem 10:4-Sieg gegen den TSV Großhadern und dem 10:2-Sieg in Ettlingen wieder dort, wo er sich am wohlsten fühlt – an der Tabellenspitze.

Blick geht schon Richtung Leipzig

Neu, aber nicht unerwartet ist der Aufstieg des JC Leipzig als Tabellennachbar. Ebenfalls ungeschlagen nach einem 10:4 Sieg am ersten Kampftag zu Hause gegen Ettlingen und einem Auswärtssieg in Speyer werden sie ihren lautstarken Ankündigungen, ganz nach oben zu wollen, gerecht.

Neu ist auch, dass die Leipziger, durch neue Geldquellen ihrem Prinzip, nur Kämpfer aus Deutschland einzusetzen, untreu geworden sind. So gesellen sich heuer zu der großen Auswahl des Bundesstützpunkts Leipzig und den gewechselten Kämpfern des Absteigers Rodewisch der Schweizer Spitzenkämpfer Charmmartan und zwei Spitzenleute aus Rumänien zum Aufgebot – welche drei der sieben Gewichtsklassen abdecken können.

Die Abensberger sehen darin kein Problem, im Gegenteil, wie Otto Kneitinger betont: „Ich finde es einen ganz normalen Prozess, nach den Regeln des Bundesligastatus seine Mannschaft optimal zusammen zu stellen. Die Leipziger haben sich mit ihrem Fleiß, Einfallsreichtum wie Gründung eines Fördervereins und einer tollen Eventorganisation durch eigene Arbeit belohnt – was auch der Bundesliga gut tut.“ Er wünsche sich nur dass die Leipziger nun aufhören die Gegner in arm und reich einzustufen und nicht mehr, wie in der Vergangenheit, den TSV Abensberg zum Feindbild abzustempeln. „Da wir mit den Leipzigern noch nie Streit hatten, war mir deren Verhalten in der Vergangenheit unverständlich. Aber vielleicht wird nun alles ein wenig entspannten, sagte Otto Kneitinger.

Drahtseilakt gegen Leipzig

Für den TSV Abensberg wird der nächste Kampftag am 1. Juni gegen eben jenen JC Leipzig dank der neuen Bundesligavereinbarung ein Drahtseilakt. Von der Mannschaft, die in Ettlingen bravourös kämpfte werden dann wegen internationaler Einsätze wieder eine Menge Sportler abgezogen. So kämpft Sebastian Seidl beim Worldcup in Rom, ebenso Christopher Völk. Manuel Scheibel wurde vom Bundestrainer U21 nach Brasilien zum Trainingslager abgerufen und David Krämer, der nächste Senkrechtstarter, wird beim Europacup in Leipnitz seinen Mann stehen müssen – er wurde vom Landestrainer nominiert. Dafür können die Babonen mit größter Wahrscheinlichkeit wieder auf die Langzeitverletzten Dimitri Peters und Stefan Kneitinger zurückgreifen.

Der Spitzenkampf gegen Leipzig findet am 1. Juni in der Josef Stanglmeier Halle statt. Kampfbeginn ist um 17 Uhr. (nb)

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