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Fussball

Die Bezirksliga startet ins Frühjahr

TV Aiglsbach, TSV Langquaid, TSV Abensberg und ATSV Kelheim eröffnen den Endspurt mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Von Wolfgang Wutzer und Alexander Roloff

TSV Abensberg (links) und ATSV Kelheim (rechts) kämpfen um den Klassenerhalt.  Foto: Roloff
TSV Abensberg (links) und ATSV Kelheim (rechts) kämpfen um den Klassenerhalt. Foto: Roloff

Kelheim.Das Quartett aus dem Kelheimer Fußballgäu ist heiß auf die ersten Punktspiele im fußballerischen Frühjahr. Während der Tabellendritte Aiglsbach als Verfolger den beiden Topteams der Liga auf den Fersen bleiben möchte, steckt man sich anderenorts bescheidenere Ziele. Der sechstplatzierte TSV Langquaid möchte nach einer Schwächephase im Herbst zudem wieder Fahrt aufnehmen. Vorrangig ist für die Langquaider, dass man nicht weiter nach unten abrutscht. Die neunt- und zehntgereihten TSV Abensberg und ATSV Kelheim wollen sich mit einem möglichst erfolgreichen Auftakt weiter von der gefährdeten Zone distanzieren.

Der TV Aiglsbach ist bereit für den Sprung nach vorne

Wer als Tabellendritter in direkter Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen in die Winterpause geht, versucht das Rennen natürlich so lange wie möglich offen zu gestalten. „Wir wollen auf jeden Fall mit unserer jungen Truppe oben dranbleiben“, stellt Aiglsbachs Coach Benjamin Flicker klar. Er spricht von „zehn Endspielen“ für seine Mannschaft und dürfte damit ein größeres Ziel im Sinn haben.

„Wir wollen auf jeden Fall mit unserer jungen Truppe oben dranbleiben.“

Benjamin Flicker

Die erste Partie mit finalem Charakter steigt am Sonntag um 14.30 Uhr in der Sommerau gegen den FC Bonbruck/Bodenkirchen. Die Zielsetzung fürs Heimspiel lautet „Heimsieg“, wie Flicker verdeutlicht. Dass es gegen den abstiegsbedrohten Gast um Torjäger Jonas Brams (13 Saisontore) alles andere als einfach wird, hat die 2:3 Hinspielniederlage gezeigt. Das erste Resultat gegen den Aufsteiger ist den Hallertauern Warnung genug. „Wir werden das Rückspiel körperbetonter angehen und wissen um die schnellen Leute in der Offensivabteilung der Gäste. Diese Akteure gilt es aus dem Spiel zu nehmen. Es muss alles in die Waagschale geworfen und selbstbewusst aufgetreten werden“, fordert Flicker von seinem Team.

Der TV Aiglsbach verbesserte sich vor der Winterpause mit einem Erfolgslauf von fünf Siegen am Stück auf den dritten Tabellenplatz. Der zweitgereihte FC Dingolfing ist einen Zähler, Spitzenreiter VfB Straubing fünf Punkte voraus. Foto: Neumaier
Der TV Aiglsbach verbesserte sich vor der Winterpause mit einem Erfolgslauf von fünf Siegen am Stück auf den dritten Tabellenplatz. Der zweitgereihte FC Dingolfing ist einen Zähler, Spitzenreiter VfB Straubing fünf Punkte voraus. Foto: Neumaier

Hinter den Einsätzen von Fabian Rasch, Matthias Ehrenreich, Paul Belousow und Lukas Bergermeier stehen dicke Fragezeichen. Definitiv nicht mit an Bord ist Stefan Liebler, der seit Saisonbeginn an einem Kreuzbandriss laboriert.

Sicherheit ist für den TSV Langquaid das nächste Etappenziel

Bevor der bisherige Co-Spielertrainer Andreas Pollakowski zum Saisonende seine Zelte beim TSV Langquaid nach drei Jahren abbricht, stellen er und Cheftrainer Patrick Rauner die Mannschaft auf Klassenerhalt ein. „Wir müssen die nötigen Punkte früh einfahren, damit die letzten Wochen nicht zur Zitterpartie werden“, sagt Pollakowski.

„Wir müssen die nötigen Punkte früh einfahren, damit die letzten Wochen nicht zur Zitterpartie werden.“

Andreas Pollakowski

Die Laabertaler hatten zu Saisonbeginn mit nur zwei Niederlagen aus den ersten zehn Partien einen guten Lauf und waren einige Spieltage in der Spitzengruppe vertreten. Dass der Anschluss nach vorne verloren wurde und die Mannschaften des hinteren Tabellendrittels aufholten, war dem Leistungsabfall in den Monaten Oktober und November geschuldet, in denen nur noch drei Punkte eingefahren wurden.

Dennoch sieht Pollakowski keinen Grund, der Truppe eine „gute Entwicklung“ abzusprechen.

Cheftrainer Rauner erkennt ebenfalls eine positive Tendenz, zumal die letzten drei Testspiele der Wintervorbereitung erfolgreich gestaltet wurden.

Coach Patrick Rauner vom TSV Langquaid kam vor der Winterpause ins Grübeln: Die Laabertaler holten in den letzten acht Punktspielen lediglich einen Sieg. Auf Platz sechs sollen jetzt schnellstmöglich Punkte zur Sicherung des Klassenerhalts her. Die Vorbereitung stimmt zuversichtlich. Foto: Roloff
Coach Patrick Rauner vom TSV Langquaid kam vor der Winterpause ins Grübeln: Die Laabertaler holten in den letzten acht Punktspielen lediglich einen Sieg. Auf Platz sechs sollen jetzt schnellstmöglich Punkte zur Sicherung des Klassenerhalts her. Die Vorbereitung stimmt zuversichtlich. Foto: Roloff

„Die Trainingsbeteiligung war gut und die Jungs haben sich Woche für Woche gesteigert, was sich auch in den Testspielergebnissen wiedererkennen lässt.“ Die Generalprobe für das schwere Auswärtsspiel am Sonntag beim um acht Punkte besser gestellten Tabellennachbarn TSV Vilsbiburg (14.30 Uhr) ist jedenfalls geglückt, da der Nachbarrivale TV Schierling im Viertelfinale des Kreispokals mit 4:1 (1:0) bezwungen wurde. „Das Spiel gibt uns zusätzlichen Schub für den Auftakt in die Restrückrunde“, ist sich das Trainergespann sicher.

TSV Abensberg giert nach einem optimalen Start ins Frühjahr

Als „insgesamt zufriedenstellend“ fasst TSV Abensbergs Trainer Andrè Kleinknecht die Vorbereitung seit Anfang Februar zusammen. Für die letzten zehn Partien verlangt er von seiner Truppe, die nötige „Fokussierung und Intensität“ abzurufen.

„Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt.“

Andrè Kleinknecht

Diese Eigenschaften wurden bei der 1:4-Niederlage im letzten Testspiel gegen den 1. FC Schwarzenfeld aus der Bezirksliga Oberpfalz-Nord vermisst. „Unser Ziel bleibt weiterhin der Klassenerhalt.

Die Liga ist sehr ausgeglichen und wir müssen gut aus den Startlöchern kommen“, fordert Kleinknecht.

Zum Auftakt in die entscheidenden Wochen empfängt der TSV Abensberg am kommenden Sonntag die DJK-SV Altdorf, die sich mit nur fünf Punkten weniger auf der Habenseite noch in gefährlicher Reichweite befindet.

Der TSV Abensberg zeigte im Herbst immer wieder gute Leistungen. Allerdings fehlte die Konstanz. Vor der Winterpause schoss sich das Team von Trainer Andrè Kleinknecht mit drei Pflichtspielsiegen am Stück aus der Gefahrenzone und möchte sich über das Heimspiel gegen DJK-SV Altdorf weiter absichern. Foto: Rutrecht
Der TSV Abensberg zeigte im Herbst immer wieder gute Leistungen. Allerdings fehlte die Konstanz. Vor der Winterpause schoss sich das Team von Trainer Andrè Kleinknecht mit drei Pflichtspielsiegen am Stück aus der Gefahrenzone und möchte sich über das Heimspiel gegen DJK-SV Altdorf weiter absichern. Foto: Rutrecht

Das Hinspiel in Altdorf haben die Babonen nach einer uninspirierten Vorstellung mit 1:4 verloren. Dementsprechend mahnende Worte findet Abensbergs Coach: „Im Hinspiel haben wir gesehen, wie schwer es gegen Altdorf ist. Wir müssen unsere Stärken wieder komplett einbringen, um etwas zu holen.“ Shkelzen Syla fällt einige Wochen verletzt aus.

Trainer Ott führt den ATSV Kelheim mit Ruhe zum Klassenziel


Nur drei Punkte trennen den ATSV Kelheim von den Abstiegsrelationsplätzen. Vier Zähler sind Luft auf die direkte Abstiegszone. „Wir wollen einfach die Klasse halten. Weil die Teams, die sich in der zweiten Tabellenhälfte befinden, recht eng zusammen liegen, gestaltet sich dies aber alles andere als einfach“, weiß ATSV-Abteilungsleiter Thomas Wutzlhofer die Situation vor dem Punktspielauftakt einzuschätzen.

Mit dem 19-jährigen Stefan Holzapfel vom SV Kelheimwinzer und Daniel Ziegler (22) von den Spfr. Essing wurden zwei junge Kicker im Winter verpflichtet, um den Kader breiter aufzustellen.

Die Kicker vom ATSV Kelheim verpassten vor der Winterpause mit nur einem Zähler aus drei Partien gegen direkte Konkurrenten den Sprung in gesicherte Gefilde. Beim Tabellenzweiten FC Dingolfing kann das Team von Trainer Richard Ott verpasste Punkte gutmachen. Im Hinspiel behielt der ATSV mit 3:2 die Oberhand.  Foto: Roloff
Die Kicker vom ATSV Kelheim verpassten vor der Winterpause mit nur einem Zähler aus drei Partien gegen direkte Konkurrenten den Sprung in gesicherte Gefilde. Beim Tabellenzweiten FC Dingolfing kann das Team von Trainer Richard Ott verpasste Punkte gutmachen. Im Hinspiel behielt der ATSV mit 3:2 die Oberhand. Foto: Roloff

Grund zur Freude hat Trainer Richard Ott dennoch nicht. „Die Vorbereitung war sehr durchwachsen, obwohl wir gute Bedingungen gehabt hätten. Wir haben zwar den Kader vom Papier her breiter aufgestellt, aber auf dem Platz nicht.“

„Ruhe bewahren und das Saisonziel nicht aus den Augen verlieren.“

Richard Ott

Am kommenden Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel beim FC Dingolfing gleich eine Mammutaufgabe. Die Hausherren kämpfen als Tabellenzweiter noch um den Titel. Verzichten muss der ATSV auf Torjäger Dominik Berkmüller und Alexander Dinauer. Für Ott gilt grundsätzlich: „Ruhe bewahren und das Saisonziel nicht aus den Augen verlieren.“

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