MyMz

Bezirksliga

Die richtige Antwort auf die Seuche

Abensberg landet einen Auswärtssieg, Langquaid gewinnt daheim. Kelheims blutjunges Team zeigt bei Niederlage Charakter.
Von Martin Rutrecht

Benjamin Bachhuber (am Ball) lenkte im Langquaider Mittelfeld das Spiel.  Foto: Roloff
Benjamin Bachhuber (am Ball) lenkte im Langquaider Mittelfeld das Spiel. Foto: Roloff

Kelheim.Der TSV Abensberg hat in der Fußball-Bezirksliga West in bester Manier auf den langen Verletzungsausfall von Spielmacher Daniel Nutz reagiert. Die Babonen siegten auswärts bei TSV Ergoldsbach mit 2:0. Der TSV Langquaid schrieb daheim mit 3:2 drei Zähler gegen SV Neufraunhofen gut. Der ATSV Kelheim unterlag bei der SpVgg Niederaichbach mit 0:2, war aber nicht die schlechtere Mannschaft.

„Wir werden wieder das Tor treffen und Siege landen.“

Tobias Schlauderer

„Wir sind mit sechs Kickern angetreten, die kürzlich noch U19 spielten oder nach wie vor spielen“, sagte ATSV-Trainer Tobias Schlauderer zur Ausgangssituation in Niederaichbach. Kelheim eröffnete mit einer Chance durch Jonas Haas (9.), der dem Keeper aber in die Arme schoss.

Knipser lässt sich nicht bitten

Der ausgefuchste Torjäger Florian Wischinski bestrafte danach zwei ATSV-Patzer gnadenlos – binnen drei Minuten (15./ 17.) hieß es 2:0 für die SpVgg. Bei den Gästen war weder Julian Schmidt noch Nico Pollmann, der später verletzt raus musste, das Abschlussglück hold.

Als Erdi Yasasin (ganz links) Gelb-Rot sah, legte der ATSV (grün) trotz Unterzahl noch mal zu, aber es half nichts. Foto: Roloff
Als Erdi Yasasin (ganz links) Gelb-Rot sah, legte der ATSV (grün) trotz Unterzahl noch mal zu, aber es half nichts. Foto: Roloff

Gelb-Rot für Erdi Yasasin wegen Reklamierens (53.) schien Kelheim jeder Chance zu berauben. „Aber die Mannschaft hat sich spielerisch gut präsentiert und erarbeitete sich einige Möglichkeiten“, lobte Schlauderer. Allein das alte Lied: „Es fehlt die Durchschlagskraft.“ Aber der ATSV-Coach ist sich gewiss: „Wir werden wieder das Tor treffen und unsere Siege landen.“

Sehenswerter Wutzer-Freistoß

Vielleicht nehmen sich die Kelheimer den Nachbarn aus Abensberg zum Vorbild. Dort geht auch die Personalnot um und doch schafften die Babonen in Ergoldsbach einen „Arbeitssieg“, wie es Abteilungsleiter Sebastian Kneitinger beschrieb. „Ein Spiel für Feinschmecker war es nicht“, gestand er. Zunächst bewahrte Keeper Marius Sturm seine Truppe mit starker Parade (33.) vor dem Rückstand.

Einen herrlichen Freistoß packte Abensbergs Wolfgang Wutzer (r.) aus. Foto: Roloff
Einen herrlichen Freistoß packte Abensbergs Wolfgang Wutzer (r.) aus. Foto: Roloff

Von Tom Scheuchenpflug ging in der 40. Minute die Führung aus. Er bediente Vinicius Orsi Canatella dos Reis, dessen Schuss der Torwart abprallen ließ, Scheuchenpflug setzte erfolgreich nach. Marke „sehenswert“ war das 2:0 von Wolfgang Wutzer. Von halb rechts zirkelte er einen direkten Freistoß aus über 25 Metern genau in den rechten Winkel. „Den Vorsprung haben wir letztlich gefahrlos über die Runden gebracht“, so Kneitinger, der die nächsten Angeschlagenen vermeldete: Matthias Blomberger sowie Samuel Lahky, der vermutlich länger fehlen wird.

Immer die passende Antwort

In Langquaid ballte Routinier Rudi Bartlick mit dem Abpfiff die Faust. Mit engagiertem Auftritt holten sich er und seine Kollegen die wichtigen drei Punkte gegen Neufraunhofen. Bartlick selbst leitete den Sieg ein. Als der Gästekeeper an einem Eckball vorbei griff, war der Ex-Abbacher mit dem Kopf zur Stelle (21.). Es sollte noch besser kommen: Daniel Beerschneider (45.) erhöhte mit klasse Einzelaktion nach Vorlage von Benjamin Bachhuber auf 2:0.

Volles Programm

  • Aufgalopp:

    Bereits am Freitagabend (19 Uhr) eröffnet Abensberg daheim den nächsten Spieltag, der eine englische Woche einleitet.

  • Feiertag:

    Neben den Wochenendspielen dürfen sich die Teams auch auf den 3. Oktober, einstellen. Am Tag der Einheit wird gekickt.

Gästespieler Michael Koller hatte zehn Minuten nach Wiederanpfiff zu viel Platz im TSV-Strafraum und verkürzte. Aber postwendend stellten die Laabertaler auf 3:1. Eine Hereingabe von der Seite lenkte Claus Kratzer (56.) ins eigene Gehäuse. Mit einem Elfmeter, verwandelt von Stefan Alschinger (77.), kam Neufraunhofen erneut heran. Die Schlussoffensive der Gäste blieb aber bis auf einen knapp verzogenen Abschluss überschaubar. „Das war die richtige Antwort auf die Niederlage der Vorwoche“, freute sich TSV-Trainer Andreas Müller.

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht