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Speedway

Ein Neuer Anlauf für Martin Smolinski

Abensbergs Publikumsliebling kämpft an Pfingstmontag in Abensberg um einen Startplatz beim Grand-Prix-Finale.
Von Alexander Reichmann

Martin Smolinski (Nummer 2) ist in der vierten Runde der Grand-Prix-Qualifikation in Abensberg am Start. Reichmann
Martin Smolinski (Nummer 2) ist in der vierten Runde der Grand-Prix-Qualifikation in Abensberg am Start. Reichmann

Abensberg.Noch ist Zeit bis zum Pfingstmontag, dem Tag, an dem sich in Abensberg traditionell alles um Speedway dreht. Doch der 10. Juni wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Sascha Dörner, Rennleiter beim MSC Abensberg, konnte bereits jetzt verkünden, dass die deutschen Starter für das Qualifikations-Rennen zum Speedway-Grand-Prix 2020 feststehen.

Zum einen kommt Tobias Busch. Der 30-Jährige ist ein sehr erfahrener Speedway-Pilot aus Stralsund. Der zweite deutsche Starter ist zugleich der einzige, der bisher eine Grand-Prix-Saison bestreiten konnte. Martin Smolinski (34) ist amtierender Langbahn-Weltmeister und auch Abensberger Vereinsmitglied. Viele Zuschauer kommen immer, um ihren Publikumsliebling zu sehen, und der will deshalb natürlich wieder eine Show liefern. Seit vielen Jahren richtet der MSC Abensberg am Pfingstmontag einen Qualifikationslauf für den Speedway-Grand-Prix aus. Der Grand Prix ist dabei der Traum eines jeden Speedway-Piloten und besteht aus einer Serie von Rennen, die um den ganzen Erdball verteilt sind, ähnlich der Formel 1. Vor vier Jahren war Deutschlands bester Speedwayfahrer, Martin Smolinski, als Erster und Einziger dabei und konnte den Auftakt in Neuseeland sogar gewinnen, seine Qualifikation begann seiner Zeit in Abensberg.

Grand-Prix-Luft geschnuppert

Der MSC Abensberg erwartet Fahrer aus insgesamt 14 Nationen, darunter Fahrer aus Großbritannien, Dänemark, Schweden, Finnland, Polen und Lettland. Neben den deutschen Startern steht aber bisher nur der Tscheche Vaclav Milik als Teilnehmer fest. Der 25-Jährige konnte schon in einigen Rennen Grand-Prix-Luft schnuppern. „Der ist sicher ein heißer Kandidat“, weiß Rennleiter Sascha Dörner. Zu weiteren Startern könne er noch nichts sagen, die Saison habe auch noch gar nicht richtig begonnen.

„Einen Ausfall kann man sich nicht erlauben, dann ist man weg.“

Sascha Dörner

Klar ist aber, dass eine Qualifikation für die nächste Runde für die deutschen Starter alles andere als einfach wird. Dafür sorgt auch der Modus, der heuer zum zweiten Mal so durchgeführt wird. Auf das Halbfinale der Quali wird seit 2018 komplett verzichtet. Es gibt vier Qualifikationsrunden, drei am 8. Juni, nämlich in Glasgow (Schottland), in Zarnovica (Slowakei) und in Lamothe (Frankreich). Die letzte Qualifikationsrunde findet dann am Pfingstmontag in Abensberg statt. „Nachdem nur noch vier Fahrer pro Qualirennen ins Finale kommen, gehen die Starter deutlich mehr Risiko als zuvor. Man muss eigentlich in jedem Lauf punkten, um eine Chance zu haben. Einen Ausfall kann man sich nicht erlauben, dann ist man weg“, erklärt Dörner. Nur vier Fahrer aus jedem der vier Erstrundenläufe werden also den Einzug ins Finale um die Grand-Prix-Qualifikation schaffen. Für das Rennen in Abensberg gilt sogar noch eine Sonderregelung. Hier startet ein Fahrer aus Kroatien.

Der Qualifikationslauf für den Speedway-Grand-Prix vom MSC Abensberg hat Tradition. Foto: Reichmann
Der Qualifikationslauf für den Speedway-Grand-Prix vom MSC Abensberg hat Tradition. Foto: Reichmann

Dieser ist allerdings gesetzt für das Finale. Sollte dieser Fahrer in Abensberg also nicht unter die Top 4 kommen, zieht er dennoch ins Finale ein und es qualifizieren sich sogar nur die besten drei. „Der kann also ohne Druck fahren. Man muss abwarten, ob er überhaupt kommt“, sagt Dörner. Im Abensberger Speedwaystadion wird es heuer auch einige Veränderungen geben. Die alte Tribüne ist mittlerweile komplett abgerissen. Der Start wird erstmals auf der Gegengerade erfolgen. „Für die Fahrer ist das kein Problem, die fahren mehrmals pro Woche in den verschiedensten Stadien, die stellen sich da schnell darauf ein.“

Umstellung für Funktionäre

Für die Funktionäre des MSC Abensberg bedeute das schon eher eine Umstellung. Man müsse natürlich auch die Bahn ganz anders präparieren. „Am Start graben sich die Fahrer mit ihren Reifen richtig ein, um besonders viel Grip zu haben, deshalb muss im neuen Startbereich noch mehr Material in die Bahn eingearbeitet werden.“

Im Rahmenprogramm werden wie schon in den vergangenen Jahren die Frauen in Motorcycling auftreten. Für Sonntag nach dem Training ist ein Flat-Track-Rennen mit vier Damen geplant, am Montag sollen die vier Damen ebenfalls auftreten, in einem Showlauf in der Pause des Hauptrennens. Es ist also wieder jede Menge geboten am Pfingstwochenende auf der Sandbahn in Abensberg.

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Programm am Rennwochenende

  • Sonntag, 9. Juni, 14 Uhr:

    Training zur Grand-Prix-Qualifikation, anschließend Damen-Flat-Track-Rennen

  • Montag, 10. Juni, 14 Uhr:

    Vierter Qualifikationslauf zum Speedway-Grand Prix 2020

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