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Kelheim

Ein Sturz kostet Henri Uhlig viel Zeit

RSC-Fahrer muss sich bei der Cyclocross-EM der Junioren mit Platz 52 begnügen. Der Kelheimer erleidet eine Rippenprellung.

Von einem Sturz gezeichnet kämpfte sich der RSC-Fahrer Henri Uhlig bei der Europameisterschaft im Cyclocross ins Ziel. Foto: Birgit Uhlig
Von einem Sturz gezeichnet kämpfte sich der RSC-Fahrer Henri Uhlig bei der Europameisterschaft im Cyclocross ins Ziel. Foto: Birgit Uhlig

Kelheim.Hoch motiviert stand Henri Uhlig vom RSC Kelheim an der Startlinie. 58 Junioren aus 14 Nationen kämpften bei zwei Grad plus im niederländischen S-Hertogenbosch um den Europameistertitel im Cyclocross (Radquerfeldein).

Aus der letzten Reihe musste der RSC-Youngster starten. Doch nach nur 100 Metern, als es ins Gelände ging, war er bereits 25. Dies ließ auf eine gute Platzierung hoffen, doch als die U19-Sportler wieder ins Sichtfeld kamen, hielt man vergeblich nach dem im deutschen Nationaltrikot fahrenden Hagelstädter Ausschau.

Henri kam beim Überspringen der künstlichen Hindernisse ins Straucheln, prallte gegen das zweite Hindernis und riss es mit sich um. Dabei zog er sich eine schwere Rippenprellung zu. Der Arzt war alarmiert, aber Henri wollte wieder auf sein Rad, da er die EM so nicht beenden wollte. Unter Schmerzen und dem Applaus der vielen Zuschauer setzte er nach zwei Minuten Unterbrechung sein Rennen fort. Aussichtslos auf eine vordere Platzierung kämpfte sich der 17-Jährige an abgehängte Fahrer heran und zeigte mit seinen Rundenzeiten, dass er für die Top 15 das Zeug gehabt hätte. Henri erreichte das Ziel als 52. Unterwegs wurde er immer wieder vom fachkundigen Publikum angefeuert und beklatscht. Nach dem Zieleinlauf wurde Henri Uhlig vom Rennarzt durchgecheckt und behandelt.

Aus deutscher Sicht ist der achte Platz des Junioren Tom Lindner (RSV Remse) ein Lichtblick. Henri geht jetzt in eine 14-tägige Pause, in der er seine Blessuren auskurieren kann. Sein Bruder Oscar hingegen befindet sich bereits in der Saisonpause.

Cyclocross hat in Deutschland eine große Tradition: Rolf Wolfshohl, Klaus Peter Thaler und Mike Kluge waren herausragende Querfeldeinfahrer. Der derzeit beste Deutsche ist Marcel Meisen, der sich im Team von Mathius van der Pool befindet. Letzterer hat seinen Europameistertitel verteidigt.

Beim Cyclocross erfolgt der Start meist auf der Straße. Acht Radrennfahrer stehen nebeneinander, die Startaufstellung wird nach UCI-Rangliste bestimmt. Diese Liste wird über Weltcuprennen und sogenannte C-Rennen ermittelt.

In Deutschland gab es in diesem Jahr noch kein C-Rennen, wohingegen in anderen europäischen Ländern schon ein bis zwei C-Crossrennen ausgetragen wurden. So ergab es sich auch, dass viele andere Sportler in der Startaufstellung vorne standen, während Henri Uhlig aus der letzten Reihe – Sportler ohne Punkte werden zugelost – ins Rennen gehen musste.

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