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Eine große Gaudi auf dem Hallenparkett

Painten und Riedenburg hielten erneut ihr gemeinsames Turnier. Organisatorisch wie sportlich waren sie gute Gastgeber.
von Thomas Kreidemeier

Sogar bei den Jüngsten wurde auf dem Parkett mit harten Bandagen gekämpft – das Trikotziehen funktionierte schon wie bei den Profis. Foto: Kreidemeier
Sogar bei den Jüngsten wurde auf dem Parkett mit harten Bandagen gekämpft – das Trikotziehen funktionierte schon wie bei den Profis. Foto: Kreidemeier

Hemau.Zwei Vereine, eine Einheit: So beschreibt der Fußball-Abteilungsleiter der SG Painten und Turnierorganisator, Robert Rappl, die alljährliche Zusammenarbeit mit dem TV Riedenburg beim gemeinsamen Hallenturnier. „Nachdem wir unsere Spielgemeinschaft ja mittlerweile bis zur D-Jugend runter ausgeweitet haben, dachten wir uns: Machen wir das Turnier doch auch gleich zusammen – und das läuft wirklich reibungslos, auch was den zum Beispiel den Aufbau am Vortag angeht“, berichtet Rappl.

Heuer standen fünf Konkurrenzen auf dem Programm: von den Bambini der G-Jugend bis zur C-Jugend. Auch sportlich zeigten die beiden Vereine sich als gute Gastgeber und nahmen meist die hinteren Ränge der Turniere ein. „Aber bei uns steht ja der Spaß im Vordergrund. Jetzt, wo gerade kein Ligabetrieb ist, freuen sich die Kids einfach riesig über so ein Hallenturnier. Der Sohn von unserem Trainer stand schon gestern Abend im Trikot im Wohnzimmer“, meint Rappl schmunzelnd. Außerdem sei das Kicken mit Rundumbande auch „ein ganz anderer Fußball“. Das zeige auch das Feedback der eingeladenen Mannschaften. „Ich wurde das Jahr über immer wieder gefragt von Trainern, ob das Turnier heuer wieder ist, und es sind auch alle Teams erschienen“, erläutert Rappl.

Gleicher Modus in allen Klassen

Bei allen Konkurrenzen gab es zunächst zwei Vierergruppen, dann Halbfinale und Platzierungsspiele. Bei der F-Jugend triumphierte die SG Hohenschambach im Neunmeterschießen gegen die TSG Laaber mit 5:4. Platz drei schnappte sich der TV Parsberg. Die zwei Riedenburger Teams landeten auf Rang fünf und sieben, Painten bildete das Schlusslicht - genauso wie anschließend bei den E-Junioren. Dort gewann der SV Lupburg souverän mit 3:0 gegen die SG Ihrlerstein/Essing. Dritter wurde der TSV Beratzhausen, Riedenburg landete auf den Plätzen vier und sieben. Den ersten Turniertag beschlossen die C-Junioren: Im Finale siegte die JFG Tangrintel mit 3:0 gegen die JFG Region Dietfurt, den Bronzerang holten sich mit vereinten Kräften Riedenburg und Painten. Die SG schlug im Spiel um Platz drei Breitenbrunn im Neunmeterschießen.

Bei den G-Junioren klappte vieles noch nicht ganz so, wie es sollte. Einem kleinen Torwart ging beim Abschlag der Ball aus Versehen in die falsche Richtung los – er flog über seinen Kopf nach hinten, aber auch knapp über das Tor. Bei den Kleinsten sei der kompetitive Gedanke ja noch nicht da, stellte Jürgen Graf fest, der die Hemauer Bambini trainiert. „Wenn das nicht so klappt, wie wir Trainer uns das vorstellen, dann treibt mich das nicht zur Verzweiflung, sondern amüsiert mich eher“, erklärt Graf. Sein „Großer“ spiele D-Jugend – da sei das natürlich ganz anders. „Ich finde das gerade schön, dass es bei den Kleinen nicht so ehrgeizig zugeht“, findet Spielermutter Maria und ergänzt: „Das sollte beim Fußball viel öfter so sein. Schließlich ist es ja ein Hobby, das Spaß machen soll. Die G-Jugend-Spieler, die haben immer Spaß beim Kicken, egal welches Ergebnis rauskommt.“ Auch das Einlaufen klappte noch nicht so ganz: Während ein Team an der Mittellinie Aufstellung nahm, rannte das andere ungerührt an ihnen vorbei und stellte sich geschlossen im Tor auf – da musste wirklich jeder Zuschauer schmunzeln.

Amüsante Szenen

Am Ende siegte der SV Burgweinting siegte vor TSG Laaber und SG Willenhofen/Eichlberg. Riedenburg landete auf Position sieben. Bei der D-Jugend zerlegte der TSV Abensberg im Finale die JFG Tangrintel mit 5:0; das Treppchen komplettierte FC Jura 05. Die beiden Teams der SG Riedenburg/Painten wurden Fünfter und Achter. Für Rappl steht schon jetzt fest: „Das Turnier gibt es auch im nächsten Jahr wieder!“

Bestellung

  • Abgeblitzt:

    Der C-Jugend-Spieler behauptete, er sei schon 16 Jahre alt. „Dann dürfte er aber gar nicht mehr C-Jugend spielen“, lacht Robert Rappl. Ja – lügen will gelernt sein. Und Bier gab es für den frechen Spieler natürlich keines.

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