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Rekordjagd

Essinger Flugshow fordert die Höhenjäger

Die Hochsprung-Szene aus Bayern und Tschechien trifft sich traditionell im Altmühl-Ort. Bestmarken sollen getoppt werden.
Von Alexander Roloff

Der Slowake Peter Horak ist mit 2,26 Meter der Rekordhalter beim Essinger Hochsprung-Meeting. Foto: Reichmann/Archiv
Der Slowake Peter Horak ist mit 2,26 Meter der Rekordhalter beim Essinger Hochsprung-Meeting. Foto: Reichmann/Archiv

Essing.Das hochkarätig besetzte Essinger Hochsprung-Meeting muss mit Lucas Mihota und Tobias Potye gleich auf zwei Sieganwärter bei der Herren-Konkurrenz verzichten. Damit ist der Weg zum Sieg beim traditionellen Messen der besten bayerischen Springer und Topathleten aus Tschechien frei für Martin Heindl aus Brünn. Der Tscheche verbucht eine persönliche Bestleistung von 2,26 Meter. Nach dem Ausfall des Vorzeige-Duos der LG Stadtwerke München dürfte Heindl das Meeting dominieren.

Ob der Tscheche eine einsame Höhenjagd hinlegt oder Druck durch ungeahnte Konkurrenz bekommt, wird sich am heutigen Samstag ab etwa 16 Uhr in der Essinger Mehrzweckhalle zeigen.

Uns erwarten trotz des Ausfalls von Potye und Mihota spannende Wettkämpfe in allen Klassen.

Jörg Nowy

Dann legen die Herren zum Abschluss der Konkurrenz mit ihren Sprungserien los. „Uns erwarten trotz des Ausfalls von Potye und Mihota spannende Wettkämpfe in allen Klassen“, meint Jörg Nowy, Organisator des Essinger Hochsprung-Meetings. „Den besonderen Charme machen heuer drei Senioren aus, die in ihren Altersklassen jeweils neue nationale oder bayerische Rekorde anpeilen“, so Nowy.

Gerhard Wenzke (ETSV 09 Landshut) in der Klasse M70, Manfred Ziegler (TB Weiden) in der Klasse M60 und Rüdiger Weber (TuS Eintracht Wiesbaden) in der Klasse M55 greifen bestehende Bestmarken an.

Essinger Halle wird federn

Das Trio zählt bei der persönlichen Höhenjagd, wie auch der Rest des Teilnehmerfeldes, auf die speziellen Vorteile in der Essinger Mehrzweckhalle. „Das Plus unserer Veranstaltung ist, dass die Hochspringer im Mittelpunkt stehen. Bei größeren Meisterschaften sind sie nur mit dabei, in Essing sind die Athleten hingegen ganz nah am Zuschauer - das gilt natürlich auch umgekehrt“, erklärt Jörg Nowy.

Gut 100 Zuschauer werden die Halle füllen und die Sportler zu besonderen Leistungen beflügeln. Die besondere Atmosphäre im Zusammenspiel von Hochspringer und Zuschauer wird durch das Einspielen von Musik, die sich die Athleten persönlich zu ihren Sprüngen wünschen, verdichtet.

Meeting mit viel Pfiff

  • Zeitplan:

    Voraussichtlicher Beginn der Wettkämpfe ist um 12 Uhr für die weibliche Jugend und Senioren. Gegen 13.30 Uhr startet die männliche Jugend, um 15 Uhr legen die Frauen los. Gegen 16.30 Uhr beschließen die Männer das Meeting.

  • Highlights:

    Beim Essinger Hochspringen liegen außerordentliche Leistungen in der Luft. Beim Meeting konnten bereits fünf bayerische Hallenrekorde erzielt werden.

Einen weiteren Vorteil bei der Höhenjagd können erfahren Athleten aus dem leicht schwingenden Boden ziehen. „Wer den Umgang mit diesem Untergrund beherrscht, kann seine bisher erzielten Leistungen durchaus steigern“, meint Nowy. Alle Faktoren zusammen würden den einzigartigen Charakter des Meetings begründen. „Unser Event ist für viel Athleten schon zu einer Prestigefrage geworden. Ein Sieg in Essing gehört in Bayern eben einfach dazu.“

Lucas Mihota beherrschte im Vorjahr nicht nur die männliche U20. Mit 2,17 Meter überflog er die Besthöhe aller Springer. Zudem stellte er in Essing bereits bayerische U18- und U20-Hallenrekorde auf.

Auch Andreas Plößl (SWC Regensburg/2,10) fliegt in Essing wieder mit. Foto: Reichmann/Archiv
Auch Andreas Plößl (SWC Regensburg/2,10) fliegt in Essing wieder mit. Foto: Reichmann/Archiv

Seinem ersten Auftritt bei den Herren verhindert ein Außenbandriss. Sein Teamkollege und Mitfavorit Potye, seines Zeichens deutscher Vizemeister, muss von einer Grippe geschwächt auf seinen Einsatz verzichten. Nach den Ausfällen der beiden Topspringer, rücken mit dem Langquaider Sven Glück (LG Telis Finanz Regensburg/Bestleistung 2,11 Meter) und Andreas Plößl (SWC Regensburg/2,10) in Podiumsnähe.

Rampenlicht für die Senioren

Besondere Schmankerl möchten die Seniorenspringer Wenzke, Ziegler und Weber dem Publikum zur Mittagsstunde servieren. Ab 12 Uhr streben Wenzke und Ziegler bayerische Rekorde in den Altersklassen M70 und M60 an. Weber hat sich den deutschen Rekord in der M55 vorgenommen. Er möchte seine eigene Bestmarke von 1,83 Meter übertreffen.

Bei den weiblichen und männlichen Jugendklassen sind laut Nowy ebenfalls die besten bayerischen Nachwuchsspringer am Start. „Mehrere Athleten und Athletinnen wollen vor allem die Norm für die Deutschen Meisterschaften überspringen.“

Laura Gröll jubelte vor zwei Jahren nach ihrem Sprung über 1,87 Meter. Foto: Johannes Hei/Archiv
Laura Gröll jubelte vor zwei Jahren nach ihrem Sprung über 1,87 Meter. Foto: Johannes Hei/Archiv

Mit Laura Gröll sticht bei den Frauen eine Athletin heraus, die das Meeting mehrfach gewonnen hat. 2017 erzielte die junge Dame mit 1,87 Meter einen bayerischen Jugendrekord. Favorit bei der männlichen Jugend ist Jonas Pospisil (AK Olomouc/2,06).

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