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Hallenfussball

Favorit Aiglsbach schnappt sich den Pott

Landesligist Aiglsbach gewinnt das Turnier in Mainburg, der Gastgeber wird Dritter. Christian Brandl muss verletzt passen.
Von Thomas Kreidemeier

Die beiden Finalteams zeigten großen Einsatz und kämpften um jeden Ball.  Foto: Kreidemeier
Die beiden Finalteams zeigten großen Einsatz und kämpften um jeden Ball. Foto: Kreidemeier

Mainburg.Fast ein wenig Champions-League-Atmosphäre kam am Samstag in der Sporthalle der Hallertauer Mittelschule Mainburg auf: Umkämpfte Fußballmatches bis tief in die Nacht, bis halb zwölf Uhr, waren beileibe keine übliche Erfahrung für die Kicker. „Ist schon cool so um die Uhrzeit hier“, fand der Kapitän der siegreichen Aiglsbacher Truppe, Matthias Ehrenreich. Der TV war das erste Mal in Mainburg bei der 39. Auflage des Nacht-Turnieres. Für den Spielertrainer des FC Walkertshofen, Christian Brandl, dagegen eher „business als usual: „Die Uhrzeit ist mir ehrlich gesagt egal“, schmunzelte er.

Das Siegerteam des TV Aiglsbach. Foto: Kreidemeier
Das Siegerteam des TV Aiglsbach. Foto: Kreidemeier

Brandl selbst musste aber von der Bank aus zusehen, er kämpft mit einer Schambeinentzündung. „Sehr schade, Halle ist einfach geil! Die Bande, die spielerischen Möglichkeiten, das furiose Hin und Her, viele Tore, viel Action – das macht Bock. Noch cooler ist es aber noch mit Hintertorbande.“ Brandl hofft, bis zum Rückrundenstart wieder fit zu sein. Seine Mannschaft ging auf Rang zwei der Kreisliga Donau-Laaber in die Winterpause. Auch den Aiglsbacher Co-Trainer Benjamin Federauer juckte es wohl in den Füßen: Er holte an der Seite seiner Jungs den Pott. Aiglsbach war als einziges Landesliga-Team auch als Hauptfavorit gestartet.

Torfestival für Walkertshofen

Bestes Team drinnen, bestes Team draußen? „Ja, also wenn sie das so betiteln, dann sagen wir natürlich nicht nein“, scherzte Federauer und ergänzte ernsthaft: „Also ich fand schon, wir haben verdient gewonnen, das zeigen ja auch die klaren Ergebnisse. Bis zum Finale hat niemand mit uns mithalten können.“

Im Finale stand Aiglsbach gegen Ergolding. Foto: Kreidemeier
Im Finale stand Aiglsbach gegen Ergolding. Foto: Kreidemeier

In ihrer Gruppe deklassierte der Landesligist den TSV Rudelzhausen mit 6:0, genauso wie ST Kraiberg mit 8:1. Auch gegen den späteren Finalgegner, Bezirksliga-Klub Ergolding, blieb der Sieg mit 4:1 außer Gefahr. Somit marschierte der TV ungefährdet ins Halbfinale. Platz zwei der Gruppe sicherte sich sehr knapp Ergolding mit einem 2:0 gegen Kraiberg und einem torlosen Remis gegen Rudelzhausen.

In der anderen Gruppe war der FC Walkertshofen das entsprechende Pendant: 9:0 gegen die SG Wacker Oderin, 4:0 gegen den TV 1861 Ingolstadt und 5:2 gegen Gastgeber FC Mainburg. Mit diesen Schützenfesten legten die Walkertshofener Kicker auch den Grundstein für die Torjägerkanone: Es gewann Daniel Knogler mit sieben Buden vor Vereinskollege Leander Küfner mit sechs und dem Aiglsbacher Michael Babbe, der ebenfalls ein halbes Dutzend mal knipste.

Das Spiel um Platz 7: TV Ingolstadt gegen den TSV Rudelzhausen. Foto: Kreidemeier
Das Spiel um Platz 7: TV Ingolstadt gegen den TSV Rudelzhausen. Foto: Kreidemeier

Den zweiten Halbfinalplatz sicherte sich dann der Gastgeber mit einem 2:1 gegen Wacker Oderin und einem 3:0 gegen Ingolstadt. „Halbfinale war auf jeden Fall das Minimalziel, das haben wir also erreicht“, berichtete der Mainburger Spielleiter Alban Lajci, federführender Organisator des Turniers.

Die Halbfinals liefen recht unspektakulär ab: Aiglsbach spielte Mainburg mit 5:1 genauso an die Wand wie Ergolding Walkertshofen mit 5:0. „Die Pleite gegen Ergolding hat natürlich schon wehgetan, die war heftig. Aber insgesamt bin ich mit unseren Leistungen absolut zufrieden“, resümierte Brandl.

Deutlicher Sieg für Mainburg

Im Halbfinale: Aigslbach gegen Mainburg. Foto: Kreidemeier
Im Halbfinale: Aigslbach gegen Mainburg. Foto: Kreidemeier

Nach dem Spiel um Platz sieben, in dem Rudelzhausen Ingolstadt mit 2:1 besiegte, und nachdem Kraiberg sich mit 3:1 gegen Wacker Oderin den fünften Rang gesichert hatte, ging es für seine Truppe um den Bronzerang gegen den FC Mainburg. Mit 5:1 war der Sieg von Brandls Team genauso deutlich wie in der Gruppenphase. „Wir wären natürlich gerne Dritter geworden, aber da war einfach keine Substanz mehr da bei uns“, urteilte der Mainburger Lajci. Das Finale war ein enges Match zwischen Aiglsbach und Ergolding. Am Ende setzte sich das beste Team des Tages aber mit 3:1 durch und durfte den Gewinn des Wanderpokals bejubeln – also, auf ein Neues im nächsten Jahr.

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Oldie-Truppe

  • Hoher Altersschnitt:

    28,2 Jahre – so alt war das Siegerteam des TV Aiglsbach im Schnitt, wie sie stolz vorrechneten. Ohne ihre „Youngsters“ wäre er sogar noch höher gewesen; nur vier Spieler waren U 30.

  • Gemischtes Team:

    Aiglsbach trat an mit einem bunten Mix aus erster, zweiter und dritter Mannschaft. „Alle, die Bock hatten und nicht angeschlagen sind“, so der Kapitän Matthias Ehrenreich.

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