MyMz

Motorsport

Fit für die nächsten Speedway-Drifts

Beim Trainingscamp des MSC Abensberg legen Smolinski, Öchsner und Schmuttermayr bei den Kindern die Grundlagen.
Von Alexander Reichmann

Schubkarrenfahren mit dem Langbahnweltmeister Martin Smolinski ist nur eine von vielen Übungen. Foto: Alexander Reichmann
Schubkarrenfahren mit dem Langbahnweltmeister Martin Smolinski ist nur eine von vielen Übungen. Foto: Alexander Reichmann

Abensberg.Die Speedwaysandbahnen in Deutschland liegen zur Zeit brach, im Winter gibt es keine Wettbewerbe. Dennoch ist der Winter für das Training der Motorsportler wichtig, hier wird der Grundstein für die nötige Kondition und Koordination für die Saison gelegt. Das wissen auch die Verantwortlichen des MSC Abensberg, deshalb veranstalteten sie heuer bereits zum fünften Mal das Winter-Trainingscamp in der Stanglmeier-Halle. 18 junge Motorsportler aus ganz Deutschland, darunter erstmals auch fünf Motocrosser, die vom SDAC Südbayern kamen, trainierten unter Anleitung von Langbahn-Weltmeister Martin Smolinski und dem ehemaligen Coach der Abensberger Judokas, Jürgen Öchsner.

Smolinski und Öchsner sind von Beginn an dabei und versuchen, ihre Erfahrung aus verschiedenen Sportbereichen an die Jugendlichen weiterzugeben. Heuer haben sie zusätzlich Verstärkung bekommen von Philipp Schmuttermayr. „Den Philipp habe ich im Sommer gefragt, ob er nicht mitmachen will und er hat sofort zugesagt“, berichtet Sascha Dörner, der als Rennleiter des MSC Abensberg Hauptorganisator des Trainingscamps ist.

Schmuttermayr startete 2016 als 19-Jähriger zusammen mit Darrell de Vries für den MSC Abensberg bei der deutschen Paar-Meisterschaft. Zudem ist die Sportskanone ein herausragender Wasserskifahrer und gehörte in dieser Sportart bereits dem deutschen Nationalkader an. Seine Speedway-Karriere hat Schmuttermayr wegen seines Studiums erst einmal auf Eis gelegt, aber für die Nachwuchssportler ist er aufgrund seiner Erfahrung und Vielseitigkeit natürlich ein toller Ansprechpartner.

Die Trainer harmonieren

Und die drei Trainer harmonierten geradezu perfekt. Die Jungs und Mädchen aus dem Speedway- und Motocross-Bereich hingen an den Lippen der erfahrenen Sportler. Die Übungen waren auf Kondition und Koordination ausgelegt, natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Aber das Programm war schon richtig fordernd. Bei manchen Übungen von Jürgen Öchsner konnten sich besonders die Neulinge, die in den vergangenen Jahren nicht da waren, gar nicht vorstellen, wie das überhaupt funktionieren sollte. Aber versucht wurde alles und am Ende stand meist der Erfolg.

„Der Verbindung zu Jürgen Öchsner ist bei uns nicht abgerissen, auch wenn er jetzt nicht mehr Trainer der Abensberger Judoka ist“, so Dörner. Man sei sehr froh, dass man ihn habe und wolle die Zusammenarbeit mit ihm und dem ADAC in Zukunft möglicherweise sogar noch ausbauen. Die meisten Teilnehmer des Camps kamen aus Bayern, darunter Lokalmatadoren wie Alexandra Schauer aus Abensberg oder auch Mario Niedermeier aus Langquaid, die auch dem ADAC-Juniorkader angehören. Aber auch Tom Finger aus Bad Zwischenahn in Norddeutschland nahm die weite Reise in den Süden wieder auf sich.

Die drei Coaches freuten sich über das große Engagement der jungen Rennfahrer. Neuling Philipp Schmuttermayr meinte: „Ich kann hier selber noch ganz viel mitnehmen. Je nachdem wie es läuft, will ich im nächsten Jahr vielleicht meine Trainerlizenz machen.“ Im Moment sei er aber froh, dass er zwei erfahrene Leute neben sich habe.

Jürgen Öchsner war besonders begeistert davon, dass heuer auch ganz junge, acht- und neunjährige Rennfahrer und Rennfahrerinnen dabei waren. „Wir wollen den Kindern zeigen, wo ihre Stärken sind, und zwar im physischen und im psychischen Bereich.“ Schmuttermayr und Martin Smolinski stimmten da zu, wie wichtig auch eine gute psychische Verfassung ist. „Wenn ich auf dem Motorrad weiß, dass ich das Tempo noch zwei Runden halten kann, tu ich mich natürlich leichter“, so Schmuttermayr.

Besondere Trainingsmethode

Martin Smolinski berichtet von einer ganz besonderen Trainingsmethode, die er zuhause praktiziert. Er spiele Videospiele, um die Hand-Auge-Koordination zu schulen. Da leuchten die Augen der Kinder und Jugendlichen. Doch Smolinski wäre nicht Smolinski, wenn er sich das nicht auch möglichst schwierig machen würde.

„Ich spiele auch, während ich auf der Rolle Fahrrad fahre, da sieht man dann, dass alles gleich nicht mehr so einfach funktioniert.“ Mittlerweile arbeitet er auch mit einer Virtual-Reality-Brille. „Ich hab das zum ersten Mal in den USA ausprobiert, mit einem Boxspiel. Nach 20 Minuten war ich fix und fertig.“

Weitere Kelheimer Sportnachrichten finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht