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Früher Saisonstart nervt Kelheimer Klubs

Auf die Relegation folgt die Vorbereitung: Spieljahr 2019/20 naht schon im Juli. Ein Vorsitzender nennt das „einen Skandal“.
Von Martin Rutrecht

Wildenberg/Biburg (in rot) strauchelte in der Relegation. Der „eigentliche Skandal“ sei der frühe Saisonstart im Hochsommer, wettert der Vorsitzende. Foto: Rutrecht
Wildenberg/Biburg (in rot) strauchelte in der Relegation. Der „eigentliche Skandal“ sei der frühe Saisonstart im Hochsommer, wettert der Vorsitzende. Foto: Rutrecht

Kelheim.Die Fußball-Relegation ist rum. Mit Kreisliga-Aufsteiger SG Großmuß/Hausen stellt Kelheim einen großen Gewinner. Die „Relegationsmonster“ kletterten durch zwei Siege hoch, nachdem sie sich in den beiden vergangenen Jahren über dieselbe Schiene erfolgreich gegen den Abstieg gewehrt hatten. Der FC Mainburg hielt die Kreisklasse. Der Abstieg ereilte die SG Wildenberg/Biburg, den Sprung nach oben verpasste A-Klassen-Vizemeister FC Laimerstadt.

„Es macht null Sinn, bei teilweise brütender Hitze zu spielen. Das gefährdet die Gesundheit.“

Sven Zwerger

Die Sommerpause wird kurz. „Grundsätzlich finden wir die Relegation gut. Nicht nur, weil wir dieses Jahr profitiert haben, sondern weil die Spiele ein echtes Highlight für Spieler und Vereine geworden sind“, sagt Mainburgs Sportleiter Alban Lajci. Aber: „Wir haben ein großes Problem mit dem Ligastart schon Ende Juli.“

Mainburger Fußballchef: Oberbayern startet Ende August

Nach dem Rahmenterminkalender für Niederbayern dürfen Kreisligisten und -klassisten am 20./21. Juli schon wieder ihre Schuhe schnüren. „Wir würden es begrüßen, wenn wir wie Oberbayern erst Ende August starten müssten. Dann macht einem die Relegation auch nichts aus“, so Lajci.

Die SG Großmuß/Hausen feierte am vergangenen Donnerstag den Aufstieg in die Kreisliga – schon am 20./21. Juli beginnt die Saison. Foto: Birgit Lammel
Die SG Großmuß/Hausen feierte am vergangenen Donnerstag den Aufstieg in die Kreisliga – schon am 20./21. Juli beginnt die Saison. Foto: Birgit Lammel

In Rage gerät Sven Zwerger, der Vorsitzende des SSV Biburg, bei dem Thema. In der SG mit TSV Wildenberg wurde der Kreisklassen-Verbleib über die Relegation verpasst. Was aber nicht den Ärger des Vorsitzenden hervor ruft. Der „eigentliche Skandal“ sei der Saisonstart: „Ende Juli in der Kreisklasse ist zu früh. Hier wird nicht mehr an die Menschen gedacht.“ Es beruhigt Zwerger wenig, dass die SG als A-Klassist noch bis 3./4. August Pause hat.

Auch ehrenamtliche Funktionäre bräuchten Pause

Zwerger fordert nicht nur für Spieler eine längere Sommerpause – sondern auch für die Funktionäre. „Wir können gar nicht abschalten, dabei sind wir ehrenamtlich tätig.“ Für Biburgs Boss ergibt es „null Sinn, im Hochsommer bei teilweise brütender Hitze zu spielen“. Das gefährde die Gesundheit, auch der Schiedsrichter, die teils im hohen Alter ihr Amt ausübten.

„Anfang November ist dann Pause, laut Verband wegen der Witterung. Aber Dauerregen kann’s auch im September geben. Und ich lass mir lieber Plätze kaputtmachen als Menschen“, wettert Zwerger. „Ich weiß, dass viele Funktionärskollegen genau so denken – nur keiner traut sich was zu sagen.“

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