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Ausblick

Fünf Vereine sorgen für viel Furore

In der A-Klasse Kelheim entfacht ein Titel-Vierkampf. In der Staffel Mainburg erregt Türkspor-Jubel europaweites Aufsehen.
Von Alexander Roloff

  • Spitzenreiter SG Laimerstadt/Hienheim (blau) setzte sich gegen die Spfr. Essing im Rückspiel mit 4:2 (2:2) durch. Das Hinspiel ging mit 1:4 verloren. Foto: Alexander Reichmann
  • Türkspor Maiburg (gelb) setzte sich bei der SG Wildenberg/Biburg (rot) mit 4:2 durch. Für Aufsehen sorgte der Torjubel beim 3:0 mit Salut-Geste. Foto: Kreidemeier
  • Türkspor Maiburg (gelb) setzte sich bei der SG Wildenberg/Biburg (rot) mit 4:2 durch. Für Aufsehen sorgte der Torjubel beim 3:0 mit Salut-Geste. Foto: Kreidemeier

Kelheim.Neue Besen kehren gut: In der Fußball-A-Klasse Kelheim führt die vor der Saison geschlossene SG-Ehe Laimerstadt/Hienheim (33 Punkte) das Quartett der Titelkandidaten zur Winterpause an. FC Teugn (31), SpVgg Weltenburg (31) und Spfr. Essing (30) heften dem Spitzenreiter nach 14 Spieltagen an den Fersen.

In der A-Klasse Mainburg sorgt die Neugründung von Türkspor Mainburg (32 Zähler) für eine sportliche Bereicherung. Mit vier Punkten Rückstand auf Platz eins haben die zweitgereihten Hallertauer den direkten Aufstieg noch nicht abgeschrieben. Für internationales Aufsehen sorgte allerdings der Salut-Jubel im Spiel gegen die SG Wildenberg/Biburg.

„Das Umfeld passt, alle ziehen an einem Strang.“

Thomas Feigl

In der Staffel Kelheim spielte sich Laimerstadt/Hienheim mit zuletzt fünf Siegen am Stück in die Pole-Position. In der ersten Saisonhälfte bremsten zwei Niederlagen ein. „Nach durchwachsenem Start hat die Mannschaft die Vorgaben immer besser umgesetzt, das spiegelt sich am Schluss auch an den guten Ergebnissen wider“, erklärt Thomas Feigl, Trainer der SG Laimerstadt/Hienheim.

Die SG Laimerstadt/Hienheim (am Ball) besiegte die SpVgg Weltenburg (in blau) mit 3:2 (2:0). Foto: Alexander Reichmann
Die SG Laimerstadt/Hienheim (am Ball) besiegte die SpVgg Weltenburg (in blau) mit 3:2 (2:0). Foto: Alexander Reichmann

Der Übungsleiter macht auch die gute Trainingsbeteiligung und „unser schnelles Spiel nach vorne“ für den Erfolgslauf verantwortlich. „Das Umfeld passt, alle ziehen an einem Strang. Durch diesen Teamgeist haben wir die zahlreichen Ausfälle kompensiert.“ Das Titelrennen werde bis zum Schluss spannend bleiben. „Die Qualität der Teams ist sehr ausgeglichen. Am Ende wird das Team mit dem größten Willen, Einsatzbereitschaft und der nötigen Konstanz vorne stehen.“

FC Teugn arbeitet an offenen Baustellen

Auf Platz zwei folgen der FC Teugn und SpVgg Weltenburg (direkter Vergleich 2:2) gleichauf bei gleicher Tordifferenz. Teugn hat lediglich drei Treffer mehr als die Spielvereinigung erzielt. Teugns Spielertrainer Christian Rieger ist mit dem bisherigen Abschneiden zufrieden: „Es freut uns, dass unsere Zuschauer die Leistungen und Ergebnisse honorieren und auch auswärts immer in großer Anzahl unterstützen“, so Rieger.

FC Teugn (schwarz) greift mit dem neuen Spielertrainer Christian Rieger an. Foto: Roloff
FC Teugn (schwarz) greift mit dem neuen Spielertrainer Christian Rieger an. Foto: Roloff

Rieger erkennt trotz positiver Entwicklung einige offene Baustellen: „Die jüngeren Spieler sind noch mitten im Entwicklungsprozess, während die Mittzwanziger weiterhin lernen müssen, mehr und mehr Verantwortung auf und neben dem Platz zu übernehmen.“ Eigene Titelambitionen möchte Rieger „nicht ganz leugnen, insbesondere Laimerstadt/Hienheim dürfte mit der deutlich erfahreneren Mannschaft aber der Favorit sein“.

SpVgg Weltenburg legt ein Trainingslager ein

Für die Verantwortlichen der SpVgg Weltenburg ist von großer Bedeutung, „dass zur Winterpause der Abstand zur Spitze nur gering ist und nach einigen Jahren in der Tabellenmitte für den gesamten Verein eine interessante Rückrunde beginnt“. Abteilungsleiter Max Gratzer und Trainer Michael Ossmann betonen, dass die Mannschaft über Steigerungspotenzial verfüge. Man werde weiterhin an der derzeit besten Defensive (18 Gegentreffer) feilen, müsse aber im Abschluss noch kaltschnäuziger werden.

Die SpVgg Weltenburg (blau) überzeugt mit kompakter Defensivarbeit, ist aber auch in der Offensive nur schwer in den Griff zu bekommen. Foto: Wolfgang Wutzer
Die SpVgg Weltenburg (blau) überzeugt mit kompakter Defensivarbeit, ist aber auch in der Offensive nur schwer in den Griff zu bekommen. Foto: Wolfgang Wutzer

„Wir möchten im Rennen um Platz eins bleiben und zum Schluss mit ein wenig Glück oben stehen“, sagen Gratzer und Ossmann. „Wir dürfen gegen alle drei Mannschaften noch spielen und haben alles selbst in der Hand“. Grundstein für optimale Fitness soll ein Trainingslager am Gardasee (12. bis 15. März) legen.

Sportfreunde Essing wittern eine Chance

Auch der Tabellenvierte Spfr. Essing träumt bei drei Punkten Rückstand von der Meisterschaft. Spielertrainer Lukas Schinn gibt sich Bescheiden: „Wir sind relativ zufrieden, haben nicht gedacht, dass wir bis zum Winter im Titelrennen dabei sind.“ Nach sechs Siegen aus den ersten sieben Partien folgte eine kleine Schwächephase. Vor der Winterpause festigten die Essinger ihre Position im Topquartett der Liga.

Fußball-A-Klassist Spfr. Essing (grün) zählt auf Platz vier noch zu den Titelanwärtern. Foto: Roloff/Archiv
Fußball-A-Klassist Spfr. Essing (grün) zählt auf Platz vier noch zu den Titelanwärtern. Foto: Roloff/Archiv

„Die Einstellung in den letzten Spielen hat wieder gestimmt“, so Schinn. „Entscheidend wird sein, dass wir daran gleich nach der Winterpause anknüpfen.“ Mit dem fünfgereihten SC Kelheim wartet zum Start ins Frühjahr (19. März) ein Herausforderer, der vor Saisonbeginn ebenfalls zu den Titelkandidaten zählte.

Türkspor Mainburg hakt die Salut-Geste ab

Im bisherigen Saisonverlauf wurde der neu gegründete Türkspor Mainburg in der A-Klasse Mainburg seinen Ambitionen gerecht. Die Mannschaft um Toptorjäger Yavuz Caglar (21 Treffer) mischt auf Platz zwei um Meisterschaft und Aufstieg mit. „Wir sind überrascht, dass es so gut läuft“, erklärt Türkspor-Abteilungsleiter Senol Dogruel.

Fairness-Tabelle

  • A-Klasse Kelheim:

    FC Teugn ist mit 19 Gelben Karten nach 14 Spieltagen als fairstes Team notiert. SpVgg Weltenburg (24 Gelbe, drei Gelb-Rote) nimmt Platz vier, SG Laimerstadt/Hienheim (31/3) Position sieben und Spfr. Essing (38/4) Rang zehn ein.

  • A-Klasse Mainburg:

    Türkspor Mainburg nimmt nach 14 Partien mit 46 Gelben und fünf Gelb-Roten Karten den vorletzten Platz in Sachen Fair-Play ein. Der bisher ungeschlagene Spitzenreiter TSV Elsendorf rangiert mit 44 Gelben Karten auf Platz sieben.

Die Mannschaft habe sich besonders durch ihren Zusammenhalt ausgezeichnet und werde Spitzenreiter TSV Elsendorf den Weg zum Titel „nicht leicht machen“. Am 5. April treffen die beiden Spitzenteams aufeinander.

Fußball

Türkspor gibt nach Eklat nicht klein bei

Vor dem Spiel gegen Weihmichl schlug Türkspor Mainburg versöhnliche Töne an. Doch auf dem Platz ging es dann harsch zu.

Für europaweites Aufsehen sorgte die Mannschaft durch eine Salut-Geste, mit der die Spieler nach einem Tor Solidarität mit dem türkischen Militär ausdrückten. „Zu dieser Sache ist alles gesagt, das Kapitel ist für uns abgeschlossen“, sagt Dogruel. Das Kapitel Meisterschaft hat Türkspor längst nicht abgehakt.

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